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Reiseberichte 

 

Schottland 2019 - Schottenrock und Dudelsack ...

(Teil 2 - Isle of Skye und der Nordwesten) 

 

Kuchl (A) - A8 (D) - A13 (L) - Brügge (B) - Dünkirchen (F) - Dover (GB) - Gretna Green (SCO)  - Caerlaverock Castle - Sweetheart Abbey - Glasgow - Stirling Castle - Doune Castle - Loch Lomond - Rest and Be Thankful - Invernaray - Glen Etive - Glen Coe - Harry-Potter-Bridge (Glenfinnan Viadukt) - Mallaig -Isleornsay - Fairy Pools - Talisker Distillery - Neist Point Lighthouse - Loch Mor - Duntulm Castle - Kilt Rock - Old Man of Storr - Sligachan Old Bridge - Eilean Donan Castle - Falls of Measach - Ullapool - Kyle of Durness

 


 
19. Juli bis 6. August 2019  6346 km
    
 Übersicht  
1. Etappe2. Etappe3. Etappe4. Etappe5. Etappe
Die Anfahrt und der WestenIsle of Skye und der NordwestenDer NordostenDer OstenEdinburgh und Heimfahrt
(2631 km)(580 km)(448 km)(621 km)(2066 km)
     

2. Etappe - Isle of Skye und der Nordwesten:

25.07. - 26.07.2019

Bilder: 2. Etappe

Mallaig - Isleornsay - Fairy Pools - Talisker Distillery - Neist Point Lighthouse - Loch Mor - Duntulm Castle - Kilt Rock - Old Man of Storr - Sligachan Old Bridge - Eilean Donan Castle - Falls of Measach - Ullapool - Keoldale Green (580 km)

Schottland 2019 - 2. Etappe
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Tag 7Do. 25.07.2019
Vormittag:
Bewölkt
+ 25° C
Nachmittag:
Leicht bewölkt
+ 26° C
Reisezeit: 07:35 - 17:55 UhrMallaig - Isleornsay - Fairy Pools - Talisker Distillery - Neist Point Lighthouse - Loch Mor
Reisezeit: 10 Stunden 20 Minuten2631 - 2770 km (139 km)
 


Warum müssen Fähren immer so früh fahren? Nicht einmal zum Frühstücken bin ich - ewiger Langschläfer - gekommen. Nein - das passt schon. Gestern Abend haben wir gebucht und heute gegen 07:00 Uhr geht es für gut £ 20,-- von Mallaig aus auf die Isle of Skye ...

So ca. 11.000 Menschen leben auf Skye. Sie ist die größte Insel der Inneren Hebriden, 80 Kilometer lang und zwischen 10 und 40 Kilometer breit und die wollen wir jetzt erkunden ...


Isleornsay
       GPS: N 57,14557°   W 5,79888°

Unser erster Anlaufpunkt auf Skye ist Isleornsay. Warum - keine Ahnung. Sicherlich nicht, weil hier die erste öffentliche Toilette 1820 auf Skye errichtet wurde. Auch nicht, weil es ein guter natürlicher Hafen ist oder weil hier eine Galerie und ein Hotel steht. Einfach nur deshalb, weil das hier ein nettes Plätzchen mit schöner Aussicht ist und weil wir noch nicht gefrühstückt haben ...


Auch der nächste Halt ist nicht geplant. Aber hier mitten in freier Natur auf dem Weg zu den Fairy Pools müssen wir einfach stehen bleiben - Die Highland Cattle - die schottischen Hochlandrinder sind einfach zu süß ...

Sie ist die älteste registrierte Viehrasse -seit dem Jahr 1884. Also quasi im gleichen Jahr, wie die Freiwillige Feuerwehr Kuchl registriert wurde ... ;-)) 
 
Fairy Pools       GPS: N 57,24833°   W 6,27516°
Unser erster wirklich geplanter Besuch gilt den Fairy Pools. Über eine lange Single Track Road gelangen wir zu diesem Tourismus-Highlight. In den verschiedenen, bekannten Reise-Foren wird davor gewarnt, dass diese Naturschönheit im Sommer völlig überlaufen sei. Bei unseren Besuch sind zwar viele Menschen unterwegs, aber von überlaufen keine Spur. Oberhalb der berühmten Pools wird es sogar fast einsam ...
Am Parkplatz werden wir gegen Gebühr eingewiesen und danach kann die Wanderung los gehen ...
Der Parkplatz wurde offensichtlich vor kurzem vergrößert, auch ein paar Polizeifahrzeuge stehen hier. Es geht über sumpfige Wiesen runter zum ersten Wasserfall. Danach führt der Wanderweg - wir haben natürlich unsere erprobten Bergschuhe (Unterwurzacher-Schuhe) unter den Füßen - leicht ansteigend über Wanderwege entlang der Pools hoch - Richtung Cuillin Mountains ...
Wir beobachten Polizeitaucher: Sie erzählen uns, dass vor ein paar Tagen ein 38-jähriger Kollege aus Manchester bei einem Ausflug mit seinem 13-jährigen Sohn plötzlich verstorben ist ...
Laut einer Sage sollen Feen in den Fairy Pools heimlich baden. Bei unserer Wanderung sehen wir zwar keine ausgesprochenen Feen, aber doch viele Wagemutige, die sich in die kalten Fluten trauen. Ich glaube, mir wäre es zu kalt ...
Das Wasser des Brittle River ist kristallklar und schimmert fast unnatürlich grün und blau in den Felsenpools. Einige Touristen sind in Sandalen unterwegs, andere in Moon-Boots - beides würden wir nicht empfehlen ...
Wasserfälle, einladende Becken, aber auch eine wunderschöne Moorlandschaft mit Heidekraut, Alpenkräuter und die umliegenden Cuillin Mountains prägen das Landschaftsbild. Wir genießen die Wanderung und setzen diese auch noch nach den Pools in Richtung der schwarzen Berge fort, von denen auch zahlreiche Bäche wie weiße Schlangen herunter fließen ...
Fairy Pools - Isle of SkyeHier oben - nach ca. 2 Kilometern - drehen viele um und die paar Übriggebliebenen verlaufen sich im weiten Tal. Es wird ruhiger, das Wasser und die Menschen ... 

Nach den vielen Eindrücken und Erlebnissen der letzten Tage tut es dem Herzen und dem Geist so richtig gut, einfach dahin zu wandern, einen Fuß vor den anderen zu setzen, zu schauen, sich zu freuen und die Natur mit ihrer eigenen Sprache zu genießen.

Irgendwann geht es aber dann doch wieder runter ins Tal zu unserem Wohnmobil. Noch einmal vorbei an den sehenswerten Fairy Pools ...
 

Wir bereiten uns ein stärkendes Mittagessen im Wohnmobil und freuen uns über das immer schöner werdende Wetter. Allerdings kommt auch der Wind immer mehr auf und so beschließen wir, jetzt zur Talisker Whisky Distillery zu fahren und diese zu besichtigen.
Vorerst geht es auf der Single Track Road retour und vorbei an wieder vielen Loch's (Seen) fahren wir die kurzen 9 Kilometer zur "Whisky-Fabrik", die ebenfalls an einem See (Loch Harport) liegt ...   
Talisker Distillery 
GPS: N 57,30464°   W 6,35824°
Sie ist die älteste aktive Destillerie der Isle of Skye und ist bekannt für den torfigen, rauchigen Single Malt Scotch Whisky. Für £ 10,-- kann man zwar keinen Whisky kaufen aber eine ca. 45-minütige Führung buchen. Wir haben Glück und brauchen nicht lange warten. Obwohl uns die Dame eher etwas gelangweilt durch das Haus führt, ist die Führung selber doch einigermaßen interessant. Bis zum Schluss - der Whiskyverkostung - ist das Fotografieren verboten ...
 
... eindeutig nicht Sonja's Geschmack. Im Internet wird der Talisker Whisky so beschrieben: Die Talisker-Whiskys zeichnen sich durch viel Pfeffer. gepaart mit explosionsartigen Geschmacksentfaltungen im Gaumen aus. Whisky-Verkoster haben seit jeher Superlative verwendet, um den Geschmack des Talikser-Whiskys zu beschreiben. Sonja sagt: Der ist zu torfig, rauchig und aus ...
Auf dem Weg weiter gegen Westen begegnet uns in wunderschöner Landschaft, ein wunderschönes Fahrzeug, wie aus einer anderen Welt - ein Ferrari 488 GTB Spider, wenn ich nicht irre ....
So mit 669 PS über die Straßen der Insel Skye zu schweben, wär doch auch einmal ein schönes Erlebnis ...
Es gibt aber auch langsamere Weggefährten: Zum Beispiel Schafe in allen Größen und Farben. Man muss schon ein bisschen auf den Straßen - besonders auf den Single Track Roads - aufpassen und manchmal haben die felligen Tiere sogar einen der vielen Passing Place - einen Ausweichplatz - beschlagnahmt ...
Das "Landesinnere" von Skye ist schön - noch schöner wird es an der Westküste der Insel. Allerdings wird es auch windiger, ja fast Orkanartig (leicht übertrieben ...).
 
Zwischengeschichtl - Der Wind ...:
Der Wind, der Wind - das himmlische Kind ... von Kind kann man jetzt aber wahrlich nicht mehr sprechen - eher ein ausgewachsener Riese. Ja - ist schon klar: Wind gehört zu Schottland wie die Highland Cows, Haggis, der Schottenrock und der Dudelsack, aber was sich hier abspielt, grenzt gefühlsmäßig an einen Sturm ...

Der stürmische Wind pfeift uns dermaßen entgegen, dass wir Mühe haben, weiter zu gehen. Wir versuchen, auf den Hügel zu kommen, ohne dass uns der Wind über die Klippen fegt. Plötzlich fängt es von einem zum anderen Schritt zu regnen an. Wassertropfen, treffen wie Nadeln von unten auf die Haut. Moment mal - von unten? Kam der Regen bisher nicht immer meistens im Normalfalle von oben? Es ist auch kein Regen - es ist das Wasser einer größeren Pfütze, die der Wind in unsere Gesichter peitscht.

Später erfahren wir von einem Guide, dass Schottland einer der windigsten Orte der Welt ist, und sich das Land als Pionier beim Ökostrom - Windkraft - sieht. Gut für Schottland und ausländische Investoren, sagt der schottische Guide im Schottenrock, den er mit beiden Händen festhält ...

Da wir keine Röcke anhaben, genießen wir die raue Luft, den sensationellen Ausblick auf den Leuchtturm, den wir erst relativ spät erblicken, machen ein paar Bilder von der Sehenswürdigkeit und von ein paar freundlichen Asiaten - dann vertschüssen wir uns aber doch relativ rasch und mit Rückenwind zu unserem gemütlichen Wohnmobil ...
Neist Point Lighthouse      
GPS: N 57,42973   W 6,77883°

Komisch, auf den Bildern sieht man den starken Wind ja gar nicht ...
Außer dem Wind ist es wirklich wunderschön hier: Die Klippen, der Leuchtturm - Neist Point Lighthouse - und zusätzlich färben die Sonnenstrahlen das malerische Bild ...




Man könnte auf dem großen Parkplatz hier sicherlich auch übernachten, aber dafür bläst uns jetzt der Wind doch zu viel. Wir fahren ein paar Kilometer retour und finden am Loch Mor auch einen schönen, aber vor allem windstillen Übernachtungsplatz ...

Vier junge Burschen aus Holland fragen uns, ob sie sich neben uns hinstellen können und - falls es nicht zu störend sei, ob sie Musik aufdrehen dürfen ...

Natürlich - ist ja noch gar nicht so lange her (denken wir zumindest ...), als wir selber noch jung waren ...
Während Sonja das Abendessen kocht, mache ich noch einen kleinen Spaziergang auf die umliegenden Hügeln, rede ein bisschen mit den einsamen Schafen (in meinem Alter darf man das ...), unterhalte mich mit dem Schäfer, der später zusammen mit seinem Hund auf einem Quad daher braust, um kurz nach seinen Schafen zu sehen ...
Nach dem Essen gibt es noch ein wenig Smalltalk mit den jungen Holländern über Formel 1, Verstappen und Red Bull ...
 
Parkplatz Loch Mor 
Schotterplatz
kostenlos
Loch Mor View
GPS: N 57,43980°   W 6,75486°
Bilder: 25.07.2019
 
Tag 8Fr. 26.07.2019
Vormittag:
Leicht bewölkt
+ 24° C
Nachmittag:
Leicht bewölkt
+ 26° C
Reisezeit: 09:34 - 22:30 UhrLoch Mor - Duntulm Castle - Kilt Rock - Old Man of Storr - Eilean Donan Castle - Falls of Measach - Ullapool - Kyle of Durness (Keoldale Green)
Reisezeit: 12 Stunden 56 Minuten2770 - 3211 km (441 km)

Zeitig in der Früh mache ich wieder eine Wanderung zu meinen Schafen. Es hat sich zu gestern Abend eigentlich nichts Dramatisches geändert, sie schauen mich genauso - lieb - an, wie gestern.
In der Nacht kam doch wieder intensiver Wind auf und mich wundert es, dass es die Holländer nicht von ihrem Dach Zelt heruntergeblasen hat.
Heute hat der Wind Gott sei Dank stark nachgelassen und die Sonne kommt heraus.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir wieder weiter - in Richtung Nord- und Ostküste der Isle of Skye ...

Vorbei an Kirchen und schönen Landschaften tuckern wir gemütlich gegen Norden zur Trotternish-Halbinsel. Unterwegs sehen wir Fischfarmen, Windräder und vor allem schöne Küstenabschnitte ...
Gegen Mittag erreichen wir nach ca. 80 Kilometern - Duntulm Castle, eine verfallene Burg, erbaut im 14. Jahrhundert, die dem MacDonald-Clan gehörte ...
Duntulm Castle      
GPS: N 57,68244°   W 6,33961°

Bei diesem netten Pärchen habe ich mir gedacht, das wäre doch einmal eine gute Idee für meine allerliebste Ehefrau, mich auch so durch den Urlaub zu tragen ...

Allerdings wäre die Last wohl doch etwas schwerer und lange würde das nicht gutgehen ...

Also besser auf eigenen Füßen und mit unserem Womo weiter zur Ostküste der Isle of Skye ...
 
Das sieht man in Schottland öfters: Oldtimer - The Tea Pot - in dem es Snacks und Getränke für die Vorbeireisenden gibt und eine richtig, originale, rote, funktionstüchtige Telefonzelle - alleine im Niemandsland ... 
Ein schönes Plätzchen - wir rasten zum Mittagessen - danach besuchen wir den Kilt Rock ... 

Kilt Rock
       GPS: N 57,61067°   W 6,17268°
Hier herrscht reger Andrang. Wir haben Glück, dass wir auf der Zufahrtsstraße, die links und rechts verparkt ist, einen Platz finden. Nach ein paar Minuten zu Fuß erreichen wir einen eingezäunten Bereich und sehen vorerst ein paar Dinosaurier-Fußabdrücke mit einer erklärenden Tafel dazu, einen schönen Blick auf's Meer und wieder steile Klipppen ...

Erst als wir uns auf eine kleine Plattform vor kämpfen, sehen wir den berühmten Wasserfall: Der Mealt Fall - gespeist vom gleichnamigen Loch - stürzt er sich hier 55 Meter mutig ins Meer. Nun sehen wir auch die Felsenformation aus Lavagestein - den Kilt Rock, dessen Ähnlichkeit mit dem Tartan-Muster eines Schottenrocks dem Felsen seinen Namen gab ...

Auch wenn man nach rechts geht, hat man eine wunderbare Aussicht auf die eindrucksvolle Küstenlandschaft ...
Wir fahren weiter entlang der Küste - unser nächstes Ziel ist der

Old Man of Storr ...
Eine 48 Meter hohe Felsnadel - steht bizarr und weit sichtbar unterhalb einer Abbruchkante und wird als der grimmige Wächter der Insel Skye bezeichnet.
Laut einer Sage nach, suchten ein Mann und seine Frau nach einer entlaufenen Kuh. Auf ihrer Suche trafen sie auf Riesen, vor denen sie davon liefen. Als sie sich aber umblickten, erstarrten sie auf der Stelle zu Steinsäulen ... 
Ca. 45 Minuten braucht man auf einem Wanderweg bis zur Felsnadel. Uns zieht es dann wieder weiter in Richtung Festland.

Sligachan Old Bridge
GPS: N 57,28981°   W 6,17368°
Die alte Steinbrücke mit drei Bögen über dem Sligachan River, wurde  um das Jahr 1820 herum erbaut und liegt direkt an der A87 zwischen Portree und Broadford auf der Isle of Skye. Für Wanderer ist die Sligachan Bridge häufig der Ausgangspunkt in die geheimnisvollen Black Cuillins, die schwarzen Berge von Skye.
Zwischengeschichtl - Die Brücke ohne Bild ...:
Ich muss ehrlich gestehen, dass Sonja und ich ab und zu Verständigungsschwierigkeiten haben  - nicht oft, aber doch ...

Ein Beispiel gefällig - es war gestern, als wir in Richtung Fairy Pools genau an dieser Stelle abgebogen sind: Wir fahren gemütlich durch Schottland, quasi auf der Isle of Skye, als Sonja diese alte Brücke entdeckt und sagt: "Rupert schau, diese schöne, alte Brücke!!!" - eigentlich will sie mir sagen: Rupert, bleib sofort stehen, steige aus und mache ein schönes Bild von der schönen, alten Brücke ...!". Leider werde ich mit zunehmenden Alter auch immer begriffsstutziger - quasi, ich brauche etwas länger, um zu begreifen, was Sonja meint. Es könnte aber auch sein, dass Männer prinzipiell anders ticken als Frauen und deshalb der weiblichen Logik nicht immer folgen können. Es könnte allerdings auch sein, dass ich gar nicht verstehen will, was meine allerliebste Gattin eigentlich meint - wäre natürlich auch möglich ... ?

Auf jeden Fall sagt Sonja: "Rupert schau, diese schöne, alte Brücke... !" Ich schaue, soweit dies während der Fahrt möglich ist und frage: "Wo?" Sonja erwidert: "Was, wo?" - "Wo ist eine schöne Brücke!" ist meine Frage, während ich gemütlich weiterfahre. "Da hinten war eine wunderschöne, alte Brücke!" - "Ah ja, genau - ein wirklich schöne, alte Brücke?" "Was - ah ja - warum bist du nicht stehen geblieben?" Sonja ist jetzt leicht gereizt. Mittlerweile sind wir doch relativ weit entfernt und darum frage ich aus meiner Sicht - berechtigter Weise: "Warum sollte ich stehen bleiben?" - Sonja genervt: "Ich habe doch gesagt, dass hier eine schöne, alte Brücke ist - da bleibt man doch normalerweise sofort stehen, um ein schönes Bild zu machen ..." "Tja Sonja, da hättest du aber auch sagen müssen: Rupert, bitte bleib doch stehen und mache ein schönes Bild von der schönen, alten Brücke. Ich kann ja nicht Gedankenlesen!" "Ja, aber das ist doch logisch ...." meint Sonja. "Soll ich noch mal umdrehen, Sonja?" - "Nein, dazu ist es jetzt zu spät ...!" jetzt ist Sonja richtig böse - Wer soll Frauen jäh verstehen???

Als wir 20 Minuten später gar liebliche schottische Rinder sehen, spricht Sonja endlich wieder mit mir: "Schau Rupert, da sind aber liebe schottischen Kühe ....!" Natürlich bleibe ich sofort stehen ...

Gott sei Dank sind wir bei unserer Rundreise auf der Isle of Skye heute noch einmal zu dieser besagten Straßenkreuzung mit dieser schönen, alten Brücke gekommen. Sonja hat gesagt, dass man hier eventuell ein schönes Bild machen könnte und ich habe Sonja selbstverständlich gerne aussteigen lassen, damit sie auch von der schönen, alten Brücke auch ein schönes Bild machen kann. Ich glaube, ich bin doch auch so ein kleiner Frauenversteher ...
Planänderung: Ich will unbedingt, wenn ich schon mal in Schottland bin - Highland Games miterleben. Also geht es nach eingehender Recherche im Internet - über die Skye Bridge (natürlich ein Bild gemacht ...) zurück auf das Festland. Es ist gar nicht so einfach, einen geeigneten Ort mit Highland Games zu finden - aber in Halkirk - im Norden Schottlands - doch ein paar Kilometer entfernt - soll morgen ein solches Festival stattfinden. Also nicht's wie auf in den Norden - Bevor wollen wir allerdings noch ein paar Zwischenstopps machen ...
Eilean Donan Castle       GPS: N 57,27427°   W 5,51350°
Eine malerische und historisch sehr beeindruckende Burg mit Baubeginn um 1220. Nach einer sehr bewegten Geschichte diente die Burg auch in den letzten Jahren natürlich auch für viele Filme, wie zum Beispiel: Braveheard, Highlander, Prinz Eisenherz, James Bond - Die Welt ist nicht genug und viele andere mehr ...
Leider ist es bei unserem Besuch schon zu spät für eine Innenbesichtigung, also schauen wir uns die Burg von außen an und fahren dann weiter an der schottischen Westküste in Richtung Norden ... 

Falls of Measach
 
GPS: N 57,75514°   W 5,02307°

Aus dem Reiseführer heraus gesucht, besuchen wir den Wasserfall "Falls of Measach" - ca. 115 Kilometer von Eilean Donan Castle entfernt.
Wir werfen die Eintrittsgebühr in Kasten und haben dann den kurzen Wanderweg, den beeindruckenden Wasserfall und die noch mehr beeindruckende Hängebrücke ganz für uns alleine ...
 
Nach dem sehenswerten Wasserfall haben wir noch immer nicht genug für heute:

Ullapool 
GPS: N 57,75514°   W 5,02307°
Es ist 20:30 Uhr als wir Ullapool erreichen und unser Wohnmobil auf einem großen Parkplatz, auf dem man sicher übernachten könnte, abstellen.
Der 1541-Einwohner zählende Ort wurde 1788 als Hafen für die Heringsfischerei gegründet und genau wegen der Fische machen wir hier einen kurzen Zwischenstopp ...
"The Seaforth" soll ein legendäres Fischlokal mit einem der besten Fish & Chips-Spezialitäten an der Westküste sein.

Wir suchen uns unter den vielen Variationen im - Chippy, the Takeaway of the Year - unseren Favoriten aus und wollen standesgemäß direkt am Hafen diese Köstlichkeiten verschlingen. Allerdings machen wir hier zum ersten Mal Bekanntschaft mit den berühmt-berüchtigten Midges - deren weiblichen Vertreter uns unaufhörlich verfolgen und beißen wollen ...
Wir pfeifen auf das romantische Hafenbankerl und verziehen uns ins halbwegs sichere Wohnmobil - My Womo is my Castle ...
Wir möchten heute noch so weit wie möglich kommen, darum starten wir nach den köstlichen Fish & Chips unser Wohnmobil und fahren auf einsamen Straßen in Richtung Nordküste ... 
 
Wir erleben auf der Fahrt einen Sonnenuntergang, der immer noch schöner wird.
Später fängt es zu regnen an, die Straßen sind schmal und die Sicht ist schlecht. Wir haben doch sehr viel erlebt heute und bevor ich zu müde und unkonzentriert werde, suchen wir einen Übernachtungsplatz. Natürlich kommt jetzt nichts Passendes daher ...
  Erst gegen 22:30 Uhr sehen wir Gott sei Dank mehrere Wohnmobile neben einem Gewässer stehen und parken auch unser Womo dort ein. Es gießt in Strömen und wir sind froh, endlich etwas gefunden zu haben ...
Kyle of Durness - Keorldale Green
Wiese und Schotter
GPS: N 58,54913°   W 4,77802°
Bilder: 26.07.2019

Bilder: 2. Etappe -Isle of Skye
1. Etappe3. Etappe
 
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