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Reiseberichte 

Südnorwegen - Die Reise ins Land der Fjorde ...    (Teil 4) 

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13. Juli bis 29. Juli 2018  5967 km
    
   
1. Etappe2. Etappe3. Etappe4. Etappe
Die Anfahrt über DänemarkBerg- und WasserweltenBergen, Tunnel, GletscherVogelinsel Runde und GeirangerfjordHeimfahrt über S, DK und D
(2076 km)(394  km)(485 km)(534 km) (2478 km) 
     

4. Etappe - Vogelinsel Runde und Geirangerfjord:

22.07. - 23.07.2018

Bilder: 4. Etappe

Jostedøla -Fosnavåg - Vogelinsel Runde - Geirangerfjord - Heggjebottvatnet  (534 km)
Südnorwegen 2018 - 4. Etappe
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Tag 10So. 22.07.2018
Vormittag:
Leicht bewölkt
+ 25° C
- Nachmittag:
Bewölkt
+ 23° C
Reisezeit: 09:33 - 16:38 UhrJostedøla - Fosnavåg
Reisezeit: 7 Stunden 5 Minuten 2955 - 3243 km (288 km)

Die Natur zeigt sich auch heute Morgen wieder von ihrer besten Seite - es ist einfach nur schön ..

Heute ist schon der 10. Tag unserer diesjährigen Norwegenreise und wir haben wirklich schon sehr viel gesehen. Darunter auch meine persönlichen "Must-see-points": Preikestolen und Nigardsbreen-Gletscher. Jetzt fehlt mir noch die Vogelinsel Runde - also werden wir uns dann nach dem gemütlichen Frühstück dorthin auf den Weg machen ...



Vom Gletscherfluss Jostedøla aus haben wir uns die Strecke über den Innvikfjorden Richtung Olden/Loen ausgesucht - wir umrunden quasi den Jostedalsbreen-Nationalpark und erleben auf der Fahrt einmal mehr eine wundervolle - teils schon fast kitschige - Landschaft (obwohl ja Natur eigentlich nicht kitschig sein kann ...)  
 


Auf dem Weg zur Vogelinsel Runde nähern wir uns der Westküste Norwegens. Die Landschaft ändert sich und auch das Wetter schlägt vom sonnig und warm in bewölkt und etwas kühler um. Macht aber natürlich auch nichts: Jedes Wetter hat seinen Reiz. Außerdem ist es auch so etwas Besonderes, über die vielen außergewöhnlichen Brücken von Insel zu Insel zu hüpfen ...
Wir haben uns das Fischerdörfchen Fosnavåg auf der Insel Bergsøya ausgesucht und suchen hier einen Übernachtungsplatz. Ein ganz neuer Wohnmobilstellplatz ist hier gerade im Entstehen. Wir füllen unseren Wasservorrat auf und werden vielleicht das nächste Mal - wenn der Stellplatz dann ganz fertiggestellt ist, hier übernachten: GPS: N 62,34087°  O 5,63386°). Heute entschließen wir uns aber, unser Wohnmobil direkt im Hafen ab zu stellen, weil ich die Gelegenheit nützen will, um mein Anglerglück wieder einmal zu versuchen ...

Nachdem sich zuerst ein unliebsamer Zeitgenosse auf meinen Hacken verirrt hat, beißt dann doch auch noch ein netter Dorsch an. Sonja macht derweilen das, was sie fast immer macht: Sie bastelt Weihnachtssterne für den karikativen Adventmarkt.
Wir verbringen einen netten Nachmittag/Abend hier direkt am Europäischen Nordmeer, gehen spazieren, schauen uns die großen Fischerschiffe an, die Geschäfte in der Fußgängerzone haben heute am Sonntag (leider) geschlossen. Dafür hat das nebenstehende Hotel mit WC und Restaurant geöffnet ...
Bilder: 22.07.2018
Parkplatz im Hafen 
Asphaltiert, Restaurant und Geschäfte in der unmittelbaren Nähe
kostenlos
N-6090 Fosnavåg
GPS: N 62,34187°   O 5,63520°
 
Tag 11Mo. 23.07.2018
Vormittags:
Bewölkt
+ 21° C
Nachmittag:
Wechselhaft
+ 21° C
Reisezeit: 09:56 - 21:20 UhrFosnavåg  - Vogelinsel Runde - Geirangerfjord - Heggjebottvatnet
Reisezeit: 11 Stunden 24 Minuten3243 - 3263 - 3423 - 3489 km (246 km)
Die Nacht im Hafen von Fosnavåg war ruhig und nach einem gemütlichen Frühstück soll es heute wieder über imposante Brücken auf die Vogelinsel Runde gehen. Schon gestern Abend hat es zugezogen - und auch heute Morgen ist der Himmel bewölkt ...
Die Stimmung auf der gut 20 Kilometer langen Anfahrt ist fast geheimnisvoll. Als wir auf Runde ankommen wird es wieder heller.
Wir besuchen zuerst die Touristeninformation (GPS: N 62,39937°   O 5,65920° - Miljøsenter)
und fahren anschließend zum letzten Parkplatz weiter:
(GPS: N 62,40305°   O 5,63107°)
Hier ist normaler Weise Endstation - außer man fährt noch auf den dahinterliegenden Campingplatz weiter.
Nein, das sind nicht die ersten seltenen Vogelarten auf Runde, aber ich kann einfach nicht widerstehen, wenn ich Feuerwehrfahrzeuge sehe ...
... außerdem hatte ich mit dem netten "Rundianer" ein interessantes Fachgespräch über Zieglerpumpen usw. ...
 
Wanderung Vogelinsel Runde
Strecke Rundweg ca. 7,5 km453 Höhenmeter
Dauer ca. 3 StundenWanderwege durch ein Hochplateau und entlang der Steilküste

Die Vogelinsel Runde liegt laut Wikipedia in Westnorwegen (... das hätte ich auch so noch gewusst ... ;-), ist 6,4 km2 klein und beherbergt ca. 100 Einwohner. Zwischen 500.000 und 700.000 Seevögel sollen hier jedes Jahr brüten und ein paar von denen wollen wir heute beobachten ...

Wieder einmal gut ausgerüstet mit Wanderschuhen, Rucksack und Regenbekleidung starten wir vom Parkplatz aus.



Nach dem Campingplatz geht es an der Infotafel links relativ steil bergauf. Da wir genug Zeit haben, freuen wir uns auf den Rundweg, den wir linksherum beginnen. Auf gepflegten Wegen wandern wir durch ein mooriges Hochplateau in Richtung Steilküste ...

In der Tundra ähnlichen Landschaft umkreist uns eine große Raubmöwe. Die Skua (laut Infotafel) beobachtet uns skeptisch aus der Vogelperspektive ...
Wenig später entdecken wir im hohen Gras das Nest der Raubmöwe mit einem Küken darin. Natürlich verlassen wir nicht den Weg, uns genügt ein Blick durch das Fernglas und außerdem wollen wir die nur ca. 50 Brutpaare der Raubmöwen auf Runde nicht vertreiben ...
Nach ca. einer halben Stunde erreichen wir die Steilküste und halten uns nach links in Richtung des Gipfels Sandshornet. Bei einer Aussichtsplattform genießen wir den Fernblick trotz vieler Wolken am Himmel und drehen anschließend wieder um ...
An der Gabelung gehen wir nun nach rechts in Richtung Vogelfelsen (mit herrlichen Aussichten) und erklimmen den 269 Meter hohen Rundebranden ...
Berg Heil - Natur und Ausblick begeistern uns auch dieses Mal ...


Jetzt haben wir die größte Vogelklippe in Norwegen direkt vor uns: Tordalken, Trottellummen, Eissturmvögel, Silbermöwen, Sturmmöwen, Dreizehenmöwen, Basstölpel, Mantelmöwen, Krähenscharben, Graureiher, Papageientaucher tummeln sich hier und viele (zwischen 200 und 300 Arten wird gemunkelt ...) andere wie z.B. Seeadler, Austernfischer, Eiderenten, Brandgänse, Kolkraben, Wanderfalken, usw. leben auf der Insel.

Wir sind keine Ornithologen und kennen leider nur ein paar dieser Vogelarten, aber die Hinweistafeln informieren sehr interessant über die Bestände. Außerdem gibt es ja auch noch diverse Suchmaschinen im Internet ...

Mit Teleobjektiv (leider viel zu gering ...) und vor allem mit unserem Feldstecher können wir die An- und Abflüge und das gesellschaftliche Vogelleben auf dem Felsen beobachten.

Leider sind wir für meine Favoriten - die Papageientaucher (Puffins) - von der Tageszeit her, viel zu früh unterwegs. Sie kehren normalerweise erst gegen Abend von ihren Raubzügen auf offener See zurück ...
 
Nach der intensiven Beobachtung setzen wir unseren Weg fort. Es grüßt uns der Rund Fyr - würden wir zum Leuchtturm wandern, müssten wir noch eine Stunde einrechnen. Wir wandern aber oberhalb der Küste entlang, wieder zurück zum Campingplatz ... 
 



Nicht nur die vielen Vögel begleiten uns, auch die übrige Fauna und Flora sind ebenso beeindruckend und von der herrlichen Landschaft rede ich ja schon gar nicht mehr ...
 
 ... und weil es sowieso so schön ist, kommt jetzt zum Schluss unserer Wanderung auch noch die Sonne hervor ...
 
Nach gut 3 Stunden geht es vorbei an einer rekonstruierten Mühle zurück über den Campingplatz zu unserem Parkplatz, wo uns eine Silbermöwe verabschiedet ... 


Der Besuch der Vogelinsel Runde hat sich auf alle Fälle ausgezahlt - wir können die Wanderung zum Vogelfelsen nur empfehlen.
Wir sind schon weit gekommen in diesen 11 Tagen bisher, aber irgendwann bei jeder Reise kommt der Moment, an dem man wieder in Richtung Heimat düsen muss ...
Aber zu Hause sind wir noch lange nicht und so freuen wir uns auf unsere nächsten Ziele ...
Das nächste Ziel - den Geirgangerfjord - kennen wir schon von unserer ersten Reise 2014 nach Norwegen - und so schließt sich nun der Kreis ... 

Vorerst fahren wir aber durch - aus unserer Sicht - jungfräuliches Gebiet: über Hareid (Fähre NOK 380,--), Valle, Stordal, Liabygda zur Fähre nach Eidsdal (NOK 279,--), wo sich unsere Elchtour 2014 und die heurige Reise kreuzen ... 
 
Ist aus unserer Sicht schon etwas besonderes, der Geirangerfjord. Anscheinend nicht nur aus unserer Sicht, denn viele andere Touristen umschwirren den kleinen Ort wie Motten das Licht. Obwohl heute kein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt, herrscht reges Treiben. Wir halten kurz vor Geiranger, um die Wasserfälle - die Sieben Schwestern - und den Fjord zu bestaunen, bleiben kurz im Ort stehen, wo zufällig eine Sirene heult und danach geht es gleich wieder bergauf - die Geirangerstraße oder in verschiedenen Reiseführern auch Adlerstraße genannt, wieder hoch ...
 
 
 
Die Geirangerstraße führt 25 Kilometer vom gleichnamigen Ort rauf auf den Djupvaspass (1038 Meter) am Djupvatnet (See) vorbei und wieder runter zum Langvatnet und ist einer meiner Lieblingsstraßen in Norwegen ...
 
Wenn es ein klein bisschen schöner wäre (es hat sogar kurz geregnet! ;-) würden wir vielleicht hier am Djupvatnet übernachten .... 
Forty Shades of Green in Norwegen ... 
 Vorbei am Langvatnet suchen wir für heute einen Übernachtungsplatz ...


Wir fahren in idyllischer Landschaft an einigen geeigneten Parkplätzen vorbei und entscheiden uns dann am Heggjebottvatnet unser Nachtlager auf zu schlagen. Immerhin ist es ja auch schon ½ 10 Uhr Abends ...
Macht aber auch nichts, weil es sowieso so lange hell ist und wir deshalb auch noch schnell ein kurzes Bad genießen bevor es in die "Heia" geht ... 
 
Video: Fahrt auf die Vogelinsel Runde und zum Geirangerfjord ...
 
Parkplatz neben der RV 15
In der Nacht wenig Verkehr
Asphaltiert
Heggjebottvatnet
GPS: N 61,94549°   O 7,98526°
Bilder: 23.07.2018
 
 

Bilder: 4. Etappe
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