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Reiseberichte 

Südnorwegen - Die Reise ins Land der Fjorde ...    (Teil 1) 

Kuchl (A) - Flensburg (D) - Skagen (DK) - Hirtshals - Fähre - Kristiansand (N) - Mandal - Südkap Lindesnes - RV 44 - Stavanger - Svord i Fjell - Issalvatnet - Preikestolen -


13. Juli bis 29. Juli 2018  5967 km
    
   
1. Etappe
Die Anfahrt über DänemarkPreikestolen... in Arbeit... in Arbeit... in Arbeit
(2076 km)( km)( km)( km) ( km) 
     

1. Etappe - Die Anfahrt:

13.07. - 15.07.2018

Bilder: 1. Etappe

Kuchl (A) - Rastplatz Berg (D) -Flensburg - Skagen (DK) - Hirtshals - Kristiansand (N) - (1645 km)

Südnorwegen 2018
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Tag 1Fr. 13.07.2018
Kuchl (A) - Autohof Berg (D) Nachmittag:
Sonnig
+ 26° C
Reisezeit: 18:45 - 00:05 Uhr0 - 472 km
 
SÜDNORWEGEN - Die Reise ins Land der Fjorde ...

 
Ach, wir haben das Gefühl, schon soviel auf unseren Wohnmobilreisen gesehen und erlebt zu haben - aber wir kennen trotzdem leider nur einen ganz kleinen Bruchteil von "unserem" schönen Europa. Zum Beispiel haben wir vor vier Jahren bei unserer Elchtour eine traumhafte Fahrt zum Nordkap und danach über die Lofoten, Vesterålen, Trondheim, Oslo, usw. wieder zurück nach Kuchl unternommen, aber der Süden Norwegens ging sich auf Grund der zur Verfügung stehenden Zeit dann doch leider nicht aus ...

"Sonja, fahren wir heuer vielleicht nach Südnorwegen?" lautete daher meine bescheidene Anfrage an meine allerliebste Gattin. "Tja Rupert, warum fahren wir heuer nicht nach Südnorwegen, soll ja landschaftlich ganz schön dort sein ..." war die lächelnde und wohlwollende Antwort. Also fahren wir heuer nach Südnorwegen und auf Anhieb habe ich viele geistige Bilder im Kopf: Skagen an der Nordspitze Dänemarks, wo Ost- und Nordsee aufeinander treffen; zum Südkap Norwegens; unbedingt den Preikestolen erklimmen, ein bisschen fischen, vielleicht noch die Vogelinsel Runde, Stavanger und Bergen und - was das Wichtigste ist: eine nette Zeit zusammen mit Sonja auf der Reise entlang der norwegischen Fjorde verbringen ...

DANKE, wie immer an Thomas und Marie-Luise, die auf unser Schuhgeschäft aufpassen und dann kann es wieder (endlich) los gehen ...
 


Wir starten am Freitag Abend, nehmen lässig und ohne murren die völlig unnötige Wartezeit wegen der Kontrollen am Walserberg (Grenze zu Deutschland) hin und tuckern gemütlich Richtung Norden ...

Beim Autohof Berg - irgendwo an der A9 in Deutschland -  stellen wir unser Womo gegen Mitternacht in einer Seitengasse ab, "sichern" die Vordertüren und schlafen friedlich ein ...
Übernachtungsplatz Nähe Autohof Berg (D)kostenlos
(Autobahnrastplätze werden allgemein wegen Einbruchsgefahr nicht als Übernachtungsplätze empfohlen)  
 
Tag 2Sa. 14.07.2018
Vormittag:
Sonnig
+ 26° C
Nachmittag:
Sonnig
+ 26° C
Reisezeit: 07:45 - 16:45 UhrAutohof Berg - Flensburg
Reisezeit: 9 Stunden 472 - 1157 km (685 km)

Ich werde als Erster wach und mache mich auf den Weg. Nach einiger Zeit suchen wir uns entlang der Autobahn ein schönes Plätzchen zum Frühstücken und genießen unseren zweiten Urlaubstag ...

Die Fahrt geht ohne größere Probleme und bei relativ flüssigen Verkehr über Hamburg in Richtung dänischer Grenze. In Flensburg suchen wir uns am Nachmittag einen großen Supermarkt, um noch einige Dinge ein zu kaufen ...

Zwischengeschichtl - Panne Teil 1:
Voll bepackt kehren wir, nach dem Einkauf im Supermarkt, zurück auf den riesigen Parkplatz zum Wohnmobil und starten unser Fahrzeug ...

... aber es rührt sich nichts - absolut nichts: kein Klack, kein Brmmmm und schon gar kein Starten des Motors. Quasi innere Stille. In der Natur super - im Auto, das uns nach Norwegen bringen soll, eher schlecht. Der Fachmann (ich) probiert noch ein paar Mal den gefühllosen Starter wieder zu beleben (nichts), öffnet die Motorhaube (nichts Außergewöhnliches zu sehen) und kommt zur Erkenntnis, dass er sich nicht auskennt. Zumindest weiß er (ich) dass es nicht an der Batterie hapert (Licht und Warnlampen leuchten hervorragend) und schlägt daher die Starthilfe eines netten Deutschen dankend aus. Ich tippe auf einen defekten Starter ...

Nur keine Panik, wir haben Urlaub und die Fähre von Dänemark nach Norwegen ist erst für morgen Abend gebucht. Ich nütze mein Nothilfe-App (für was habe ich denn das Ding ...) unseres österreichischen Automobilclubs ÖAMTC und fordere relativ einfach Nothilfe an - absenden - fertig. Nach 10 Minuten ruft mich eine nette Dame aus Wien an, erzählt mir, dass ich auf dem Parkplatz vor einem Supermarkt in Flensburg stehe, spätestens in 60 bis 90 Minuten kommt der Pannendienst vorbei und ich soll mir keine Sorgen machen. Ich mach mir keine Sorgen, Sonja auch nicht. Wir machen uns ein gemütliches Kaffeetscherl, gehen noch einmal einkaufen, lesen die interessante Fiat-Betriebsanleitung und warten. Nach ca. 60 Minuten ruft mich die nette Frau aus Wien noch einmal an und erkundigt sich, ob der deutsche Partner-Automobilclub ADAC sich schon gemeldet hat - auf meine Antwort "Leider nein", sagt die nette Dame, dass ich mir keine Sorgen machen soll, spätestens nach insgesamt 90 Minuten sei der Pannendienst durchschnittlich vor Ort und das wird auch wohl in Deutschland so sein ...

Ich mach mir keine Sorgen, gehöre aber anscheinend nicht zum Durchschnitt. Nach gut 120 Minuten rufe ich die nette Dame, die in der Zwischenzeit ein netter Herr geworden ist (Schichtwechsel), an und frage leise nach, ob man uns eh nicht vergessen hat - ich fühle mich so einsam. Ich bräuchte mir keine Sorgen machen, der deutsche ADAC ist verständigt, unterwegs und wird sich in Kürze melden. Nur Geduld - im Durchschnitt braucht der Pannendienst ....

Nach einer weiteren Stunde mache ich mir dann doch ein bisschen Sorgen: Der Parkplatz ist nun völlig leer. Ich bin ca. 5 oder 6 mal rundherum spaziert, kenne jeden Mistkübel, bin mit einem vergessenen Einkaufswagen mehrmals herum gefahren, habe an der Straße die Autos gezählt - ein gelber Pannenwagen war leider nicht dabei. Um es kurz zu machen: Pünktlich nach gut 4 ½ Stunden und einigen weiteren Telefonaten kommt Jens vom ADAC in Flensburg ... 

Jens ist jung, nett, freundlich und kennt sich aus. Auch er tippt nach einer kurzen Aufwärmphase auf einen defekten Starter. Während ich starte, klopft Jens dem Starter mit einem Hammer eine aufs Haupt und dieser läuft prompt wieder. Jetzt nur nicht abstellen, sagt Jens, er kann nicht garantieren, dass der Starter sich vor dem Hammer fürchtet und auch beim nächsten Mal wieder funktioniert. Jens telefoniert noch mit einem bekannten Mechaniker und macht uns die Hoffnung, dass uns dieser vielleicht morgen am Sonntag helfen kann. Wir fahren ein paar Minuten zur Werkstätte und stellen uns auf Anraten von Jens direkt vor das Garagentor, man kann ja nie wissen. Mit den netten Worten: "Macht euch keine Sorgen ..." verabschiedet sich der nette Jens. Die Nacht vor der Werkstätte verläuft ruhig. Kein Wunder, neben an ist ein riesiger Friedhof. Schauen wir mal, was der nächste Tag so bringen wird ...
 
Parkplatz vor Mechaniker-Werkstatt  
... relativ ruhig ...
kostenlos (wenn man Kunde ist ... ;-)
www.autoelektrik-petersen.de
Am Friedenshügel 26, D-24941 Flensburg
 
Tag 3So. 15.07.2018
Vormittags:
Sonnig
+ 26° C
Nachmittag:
Sonnig
+ 29° C
Reisezeit: 11:45 - 19:00 UhrFlensburg (D) - Skagen (DK) - Hirtshals
Reisezeit: 7 Stunden 15 Minuten1157 - 1576 - 1633 km (476 km)
Mit großem Gott-Vertrauen warten wir nach der ruhigen Nacht ins Flensburg auf den Mechaniker ...
Zwischengeschichtl - Panne Teil 2:
 Pünktlich, wie abgemacht, erscheint gegen 10:00 Uhr - zwar nicht ein Engel - aber immerhin Andreas, der Besitzer der Werkstatt. Er hat einen entsprechend neuen Starter leider nicht im Haus, aber laut Internetliste gibt es diesen, in einem nicht weit entfernten Großlager. Jetzt muss Andreas nur mehr einen der zwei Mitarbeiter telefonisch erreichen und hoffen, dass diese das besagte Großlager auch öffnen.

In der Zwischenzeit baut der nette Mechaniker den defekten Starter aus und fährt dann damit zum Großlager, wo bereits einer der beiden Mitarbeiter warten soll. Nach ca. einer Stunde ist Andreas zurück. Sein trauriger Blick verheißt leider nichts Gutes: Der Mitarbeiter war zwar wie telefonisch vereinbart vor Ort, der Starter aber nicht - ein Fehler in der Internetliste ....

Vorher hat Sonja noch zu mir gesagt: "Mach dir keine Sorgen ...!" aber ich sollte mit meiner eher negativen Vorahnung: "Wer weiß, ob das funktioniert ..." leider recht behalten. So - jetzt haben wir zwei Möglichkeiten:
1. Wir warten bis morgen, da kann uns der nette Andreas einen Starter besorgen und einbauen. Das würde aber auch bedeuten, dass wir die vorgebuchte Fähre und den Preis dafür von € 270,-- in den Wind schießen würden ...
2. Wir fahren mit dem defekten Starter weiter, hoffen, dass dieser halbwegs funktioniert und suchen uns nach der Ankunft in Norwegen eine geeignete Werkstätte.
Wir entscheiden uns für die zweite Variante. Andreas erklärt uns, dass der von ihm wieder eingebaute Starter noch 200 mal, 20 mal oder vielleicht nur noch 2 mal funktioniert und irgendwann oder gleich den Geist aufgeben wird - No Risk - no Fun!

Das Schöne und Besondere an diesem Sonntag: Andreas, der Mechaniker will für seine Arbeit und seinen ganzen Aufwand nichts verlangen, er konnte den Schaden ja nicht beheben, meint er ! Wir bedanken uns ganz, ganz herzlich, geben ihm natürlich ein Trinkgeld und freuen uns gewaltig über diesen netten Menschen!!!
Doch mit etwas Bauchweh fahren wir weiter und erreichen bald die Grenze zu Dänemark. Wir stellen den Motor so wenig wie möglich ab. Manchmal (z.B. beim Tanken) ist es unumgänglich. Zum Glück funktioniert der Starter, allerding hört er sich ein wenig komisch an (wie in einem Lied von Fredl Fesl ...).
Da es sich mit der Zeit leicht ausgeht, fahren wir trotz des unguten Gefühls an den nördlichsten Zipfel von Dänemark - nach Grenen bei Skagen. Dort treffen sich die Ost- und die Nordsee und wir genießen einen Spaziergang am Strand bei herrlichem Wetter ...
 


Nachdem erholsamen Zwischenstopp in Skagen geht es noch fast 60 Kilometer weiter nach Hirtshals, wo wir am Fährhafen der Color Line einchecken.

Kurz vor 21:00 Uhr legt die SPEED II von Dänemark ab und wir erleben die gut drei Stunden dauernde Überfahrt nach Norwegen ...
 
 Die Einfahrt in die Fähre hat reibungslos geklappt, die Überfahrt war ruhig - hoffentlich streikt bei der Ausfahrt in Norwegen unser Starter nicht!! Ich will mir gar nicht ausmalen, wenn der Motor nicht anspringt ...
 Kurz nach Mitternacht erreichen wir Norwegen und haben Glück: Der Motor springt an und wir fahren noch 12 Kilometer in das Industriegebiet von Kristiansand, wo wir per Internet eine Fiat-Werkstätte ausgemacht haben, vor der wir nächtigen ...
Parkplatz vor Fiat-Werkstätte
ruhig (Industriegebiet)
 
N-4604-4698 Kristiansand
 
Bilder: 15.07.2018
 

1. Etappe - Südnorwegen

16.07. - 17.07.2018

Kristiansand - Mandal - Südkap Lindesnes - RV44 - Stavanger - Svord i Fjell - Issalvatnet (443 km)

Südnorwegen 2018 - 1. Etappe
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
 
Tag 4Mo. 16.07.2018
Vormittags:
Sonnig
+ 26° C
Nachmittag:
Sonnig
+ 29° C
Reisezeit: 11:45 - 19:00 UhrKristiansand - Mandal - Südkap Lindesnes - RV44 - Refsnesstranden
Reisezeit: 7 Stunden 15 Minuten1633 - 1689 - 1744 - RV44 - 1956 km (323 km)
Zwischengeschichtl - Panne Teil 3:
Wir haben auf der diesjährigen Norwegenreise nun schon zum zweiten Mal vor einer Auto-Werkstätte übernachtet. Ich kann mir Romantischeres vorstellen - aber auch egal, wird schon noch besser werden.

Zeitig in der Früh betreten wir den großen Empfangsraum und bringen im besten Englisch unser Anliegen vor. Im wirklich guten Englisch erklären uns die Herren im blauen Mantel, dass sie gerne unser Wohnmobil herrichten würden, aber leider der richtige Starter nicht vor Ort wäre. Wir müssten uns aber keine Sorgen machen (don't worry ...) - in eine paar Tagen wäre der Ersatzteil hier ...

So lange wollen wir aber nicht wirklich warten und so entschließen wir uns, mit etwas Risiko weiter zu fahren ...


Das Wetter ist wieder wunderschön, die Landschaft schon typisch norwegisch (rote/weiße Häuser, viel Wasser, viel Wald ...) und was soll denn schon wirklich passieren, außer wir bleiben irgendwo in der Einöde plötzlich stehen ...

Unser erstes Ziel ist Mandal und danach der Küste entlang bis zum Südkap von Norwegen ...
Wir spanzieren am jetzt ruhigen, wunderbaren Strand von Mandal entlang. Hier haben sie sogar einen Zugang für Menschen mit Behinderung ins Wasser gebaut  - vorbildhaft.
Weiter geht es nach Lindesnes - dem Südkap in Norwegen.
Zwischengeschichtl - Verwirrtes Navi:
Ich will es ja in diesem Reisebericht nicht unbedingt mit den Zwischengeschichtln übertreiben - aber was sein muss, muss sein ....- notorische Nichtleser können aber gerne den vielen Text überspringen ...

Ich schätze unser Navi namens "Susi" (die Dritte) sehr. Es hat uns jahrelang treu durch Europa gebracht und es ist ungemein praktisch, einfach die Koordinaten oder die Adresse einzugeben und sorgenfrei los zu fahren. Aber, so wie im richtigen Leben, darf "mann" ihr auch nicht alles glauben und sollte den Hausverstand nicht ausschalten. Dabei habe ich mir jetzt gar nicht viel dabei gedacht, als Susi uns von der breiten asphaltierten Straße auf eine schmale Schotterstraße geführt hat. Wir fahren steil den Berg hinauf. Wie immer in solchen Fällen wird die Straße noch schmäler und noch steiler, weit und breit kein Haus, kein Mensch zu sehen. Einmal gehen sogar die Reifen durch. Wir sind in der Wildnis - wenn uns jetzt das Auto eingeht, dann helfe uns Gott (ein bisschen dramatisch ausgedrückt) oder andersrum: Ich weiß nicht, ob der norwegische ÖAMTC oder ADAC, oder wie immer er heißen mag, mit einem Abschleppwagen in diese Einöde finden und kommen würde ...

Nach gut 17 nervigen Kilometern erreichen wir Gott sei Dank wieder die Hauptstraße und die Zivilisation. Susi, das miese Ding hat uns wegen einer, um sage und schreibe nur 500 Meter kürzeren Strecke auf diese Schotterpiste geführt ...
Nebelverhangen empfängt uns die Küste, aber bald reißt es auf und so erreichen wir das Südkap Norwegens.


Nachdem wir vor vier Jahren das Nordkap "erobert" hatten, wollten wir auch das Gegenstück in Lindesnes besuchen - und wir haben beides nicht bereut ...

Es empfängt uns eine herrliche Küstenlandschaft. Sonja macht sich noch zurecht und ich nütze die Gelegenheit, um nach einem kurzen Aufstieg das Ganze von oben zu betrachten - wunderbar ...



Danach besuchen wir das Informationszentrum und erfahren Interessantes über das Südkap, Schifffahrt, Walfang usw.
Seit 1655 leuchtet hier das Feuer für die Seefahrer und damit ist Lindesnes Fyr der älteste und südlichste Leuchtturm Norwegens.



Wir wandern zum Leuchtturm hoch. Irgendwie haben wir die Kassa für den Eintritt (ca. 80,-- NOK ?) übersehen oder sie war geschlossen - keine Ahnung.
Es gibt noch Bunkeranlagen zu erforschen und vor allem die herrliche Aussicht zu genießen. Natürlich besteigen wir auch den 16 Meter hohen Turm und lassen uns die Seeluft durch die Nase streichen ...


Für uns war das Nordkap vor vier Jahren beeindruckend und wir möchten die Reise dorthin nicht missen. Das Südkap ist von der Lage und der Landschaft her natürlich ganz anders und völlig unterschiedlich. Es hat uns gut gefallen und man könnte hier sicherlich auch nett mit dem Wohnmobil übernachten.

Unsere Fahrt geht aber weiter: Entlang der richtigen Strecke geht es vorerst von der Halbinsel zurück. Nordsjøvegen - die Nordseestraße, die nun folgt - ist mit ihren Fjorden, Bergen und Aussichten für uns eine der schönsten Straßen, die wir mit unserem Wohnmobil erleben dürfen ...
 
 Die RV 44 - Nordsjøvegen - einfach nur schön ...
 
 
 
 
Dieser wunderbare Tag verlangt nach einem wunderbaren Abschluss. Wir stellen das Wohnmobil am Refsnesstranden ab und wir wagen uns nach diesem herrlich warmen norwegischem Sommertag zum ersten Mal ins Meer ...

Wir stehen dieses Mal nicht vor einer Werkstätte, sondern gemütlich ein bisschen hinter den flachen Dünen und erleben einen romantischen Sonnenuntergang plus einer Fliegeninvasion.

Das Einzige, was heute nicht gepasst hat, ist unser Starter, der wieder einmal auf dem Parkplatz eines Supermarktes den Geist aufgab, aber mit einem leichten Klopfen mit dem Hammer wieder ins Leben zurück gerufen werden konnte. Jetzt müssen wir unbedingt bald etwas tun - nicht aus zu denken, wenn das Ding irgendwo in der Einöde seinen Geist ganz aufgibt ...
 
Parkplatz vor langem Sandstrand (5 min)
WC (renovierungsbedürftig) 
kostenlos 
N-4365 Refsnesstranden
GPS: N 58,68627°   O 5,55538° 
Bilder: 16.07.2018
 
Tag 5Di. 17.07.2018
Vormittags:
Sonnig
+ 26° C
Nachmittag:
Sonnig
+ 26° C
Vormittag von 08:00 bis 13:30 Uhr: Besuch mit dem Bus in Stavanger
Reisezeit: 13:54 - 17:42 Uhr Refsnesstranden - Stavanger - Svord i Fjell - Issalvatnet
Reisezeit: 4 Stunden 48 Minuten1633 - 1689 - 1744 - RV44 - 1956 km (120 km)
 
Zwischengeschichtl - Panne Teil 4:
Es reicht: wir wollen nicht länger das Risiko eines Totalausfalles des Wohnmobils eingehen. Gott sei Dank gibt es in einem Vorort von Stavanger eine große Fiat-Werkstätte. Jetzt bräuchten wir nur noch ein bisschen Glück ...

Wir erklären dem bärtigen Herren in der Reparaturannahme unser Anliegen. In der Zwischenzeit haben wir ja schon Übung im englischen Erklären des Starterdefektes. Gespannt lauscht der Bärtige und runzelt die Stirn, da gäbe es leider ein Problem ...

Shit, schon wieder scheint irgendetwas schief zu laufen. Was ist es dieses Mal? Kein Starter vor Ort, die Arbeiter streiken, heute ist Nationalfeiertag oder die Firma hatte gestern ihre jährliche Betriebsfeier und jeder ist heute blau ... ?
Der Herr erklärt uns, dass ein geeigneter original Fiat-Starter natürlich vorrätig ist, nur habe man derzeit so viel Arbeit, dass unser Wohnmobil erst zu Mittag fertig sein wird ...

Mit diesem "Problem" können wir locker leben: Erstens sind wir im Urlaub und zweitens können wir von hier mit dem Bus nach Stavanger fahren und die viertgrößte Stadt Norwegens erkunden ...

Während also unser Wohnmobil hergerichtet wird, rauschen wir mit dem Bus durch die Vorstadt direkt ins Zentrum von Stavanger. Wir schlendern vom Hauptbahnhof zum Zentrum im Hafen, wo die großen Kreuzfahrtschiffe liegen. Natürlich erkunden wir auch "Gamle Stavanger" das wirklich gut erhaltene Altstadtviertel mit dem weißen Häusern und den lieb gestalteten Vorgärten. Das norwegische Ölmuseum, eine Shoppingtour und eine kleine Tour durch die heimischen kulinarischen Köstlichkeiten, sind weitere Punkte in unserer Stadtbesichtigung ...
 
 
 
Es war schön in Stavanger. Noch schöner ist die Tatsache, dass unser Wohnmobil jetzt wieder mit einem neuen Starter ausgerüstet ist und wir mit einem besseren Gefühl durch's Land fahren können. Der Preis der Reparatur lag genau in dem Bereich, den wir auch in Deutschland gezahlt hätten - also alles gut. Und weil's grad so schön ist, fahren wir ohne Probleme (der neue Starter läuft wie ein Glöckchen ...) zum Svord i Fjell, um ein köstliches Eis, das frische Wasser und die imposante Aussicht auf das Denkmal der drei Schwerter - die Frieden, Freiheit und Einheit symbolisieren - zu genießen.
 



Morgen wollen wir einen der vorprogrammierten Höhepunkt unserer diesjährigen Norwegenreise erklimmen. Aus diesem Grund geht es wieder in das Landesinnere, vorbei an Seen, Fjorden und Bergen, über Brücken und Fähren, in Richtung Preikestolen.

Beim kleinen Seerosenteich Issalvatnet finden wir einen schönen Übernachtungsplatz. Da es ja lange hell bleibt, genießen wir die Landschaft, ein erfrischendes Bad, die Natur, die Zweisamkeit und Ruhe am Wasser ...
 
Parkplatz neben Seerosenteich
asphaltiert 
kostenlos 
Insel Idsal - Seeroseteich Issalvatnet
GPS: N 58,97470°   O 5,99276° 
Bilder: 17.07.2018
 
... Fortsetzung folgt demnächst ...

Bilder: 1. Etappe
 
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