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Reiseberichte 

 

Spanien/Portugal 2017: Auf den Spuren des Jakobsweges ...    (Teil 4) 

 

Kuchl (A) - Musée de I'insolite (F) - Monte Jaizkibel (E) - San Juan de Gatzelugatxe - Park Cabarceno - Santillana - Playa de Barayo - Castro de Coaña - Praia de Picón - La Coruña - Capo de Finisterre - Cascada de Rio Ézaro - Playa Boca de Rio - Santiago de Compostela - Monte de Santa Trega - Praia de Rodanho (P) - Bom Jesus do Monte - Praia do Funtão - Porto - Fátima -Tomar - Peniche Papóa - Sintra - Lissabon - Cristo Rei - Cabo Espichel - Praia de Vale Figueires - Praia da Bordeira - Cabo de São Vincente - Ponta da Piedade  - San Clemente (E) - Carcassonne (F) - Trebés - Chauvet Höhle - Montélimar - Colmar - Herbolzheim (D) München Erding - Kuchl (A)

 


21. Juli bis 9. August 2017  7711 km
    
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(1773 km)(1382 km)(616 km)(744 km)(3378 km)
     

4. Etappe - Lissabon und Südportugal

31.07. - 04.08.2017

Bilder: 4. Etappe

 

Fátima  - Tomar - Peniche Papóa - Sintra - Lissabon - Cristo Rei - Cabo Espichel - Praia de Vale Figueires - Praia da Bordeira - Cabo de São Vincente - Ponta da Piedade  (744 km)
Spanien/Portugal 2017 
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
 
Tag 11Mo. 31.07.2017
Vormittags:
Sonnig
+ 25° C
Nachmittag:
leicht bewölkt
+ 25° C
Reisezeit: 11:05 - 20:12 UhrFatima - Tomar - Peniche Papóa
Reisezeit: 9 Stunden 7 Minuten3589 - 3626 -3771 km (182 km)
Nachdem wir uns am Vormittag noch einmal Zeit für Fatima genommen haben, geht es jetzt wieder back to the Coast. Genauso wie in Spanien, fallen uns auch hier in Portugal sehr viele Citroen 2 CV in allen möglichen und unmöglichen Farben auf - da muss es wohl eine große Fangemeinde hier geben ...

Convento do Cristo
Unser erster Halt auf der Fahrt zur Küste ist die große Klosterkirche der Tempelritter - Convento do Cristo - bei Tomar. Eine beeindruckende Mischung aus "Ritterburg" und mittelalterlichem Kloster mit vielen Kreuzgängen, besonderen Fenstern im manuelinischen Stil (Wikipedia) und die pompöse Klosterkirche mit ihrer außergewöhnlichen sechzehnkantigen Form ...
Convento do CristoGPS: N 39,60514°   W 8,41758
Parkgebühr € 0,80 für eine StundeEintritt: € 6,-- pro Person
Gleich in der Nähe, quasi direkt neben der Klosterburgkirche liegt Tomar, die angeblich schönste Stadt Portugals ?

Tomar
Naja - da lässt sich wohl ein wenig streiten und durch die hohen Erwartungen sind wir doch ein wenig enttäuscht. Aber nur ein bisschen - es gibt ein paar enge Gassen, einen sehr schönen Platz vor der Kirche und die Kirche selber und außerdem speisen wir portugiesische Spezialitäten in einem vorzüglichen Restaurant und ein Eis als Zugabe in der Fußgängerzone ...

Auf der Weiterfahrt durchqueren wir auch mehrmals große Waldbrandgebiete. Vor einem Monat starben über 60 Tote in Portugal. Als Feuerwehrmann läuft mir jedes Mal ein kalter Schauer über den Rücken.

Mir ist auch schon aufgefallen, dass die Bombeiros - die Feuerwehrmänner hier in Portugal - verständlicher Weise ein großes Ansehen genießen und das gefällt mir natürlich besonders ....
 

Mit den bisherigen herrlichen Stellplätzen sind wir wirklich verwöhnt worden und so ähnlich ist es auch mit den Plätzen, auf denen wir Pause machen: Man wird verwöhnt und ist nicht mehr mit jedem einfachen Parkplatz zufrieden ....

Es darf dann schon zur nachmittäglichen Kaffeepause eine nette Raubritterburg an einem Fluss sein: In unserem Falle, die Castelo de Almourol, eine Märchenburg am Rio Tejo, auf deren Parkplatz man auch übernachten könnte ...
 
Märchenschlösser und Cachenarinder sind auch schön anzusehen - wir wollen aber ans Meer und finden eine ganz herrliche Küste auf der Halbinsel Peniche ... 
 
Papoa bei Peniche
Nicht nur die weltbesten Surfer treffen sich hier, auch Sonja und ich sind begeistert. Die Halbinsel ist vorgelagert und glänzt im Abendrot unvergesslich. Auch eine Gruppe religiöser Fanatiker macht sich lautstark bemerkbar, stört aber auch nicht - ist ja genug Platz hier ...  
 
Je länger der Abend - desto weniger Leute befinden sich vor der Halbinsel Papoa. Sonja und ich genießen fast alleine den herrlichen Sonnenuntergang. 
 Nachdem die Sonne untergegangen ist, stehen wir alleine auf einem natürlichen Platz vor der Halbinsel Papoa. In der Nacht kommen zwar ein paar PKW's, um die Einsamkeit ebenfalls zu genießen, die stören aber keineswegs unsere Nachtruhe ...
 
Übernachtungsplatz Papoa
Geschotterter Platz, Mistkübel
Peniche - Papoa, kostenlos
P-2520 Peniche
GPS: N 39,37226°   W 9,37645°
Bilder 31.07.2017
 
Tag 12Di. 01.08.2017
Vormittags:
Sonnig
+ 25° C
Nachmittag:
leicht bewölkt
+ 25° C
Reisezeit: 09:25 - 13:49 UhrPeniche Papóa - (Sintra) - Lissabon
Reisezeit: 4 Stunden 24 Minuten3771 - 3908 km (137 km)


Wir genießen auch am Morgen die herrliche Aussicht auf die Halbinsel Papoa, dem Surfer Paradies in der Nähe von Peniche.

Meer, Klippen, Strand und wenn möglich einsam - das sind unsere Zutaten für einen Stellplatz/Übernachtungsplatz nach unserem Geschmack ...



Heute haben wir wirklich nicht viel vor ...
Eigentlich wollen wir nur gemütlich von Peniche über Mafra (größte Schlossanlage in Portugal), an Sintra vorbei, nach Lissabon gelangen.

Zwischengeschichtl - Sintra:
Namhafte Reiseführer beschreiben Sintra, 25 Kilometer vor Lissabon gelegen, als schlicht und einfach für Wohnmobile nicht geeignet. Verschiedene Reiseberichte in den verschiedenen Internet-Foren bestätigen dies nachdrücklich. Naja, wir glauben zwar nicht zu 100 Prozent unserem Reiseführer, haben uns schon oft gegen ihn entschieden und sind (meistens) gute gefahren damit. Aber - wenn schon überall steht, man soll nicht mit dem Wohnmobil nach Sintra fahren und auch noch Freunde, die dort waren, dies bestätigen, dann muss nicht einmal ich dahin fahren. Auch wenn mich die Paläste und verwunschenen Gärten schon reizen würden. Aber man muss/kann ja nicht alles in einem Land sehen ...
Also nehmen wir uns vor, schön außen rum zu fahren - ABER die lassen uns nicht. Ein Umleitungsschild führt uns direkt in den Ort hinein. Der Verkehr wird mehr und dann biege ich ab, weil ich ein Parkplatzschild in der Nähe des Zentrums gesehen habe - wie sich kurz danach heraus stellt: Eindeutig mein Fehler!
Der Parkplatz ist natürlich rammelvoll und dann kann ich mit meinem Womo nicht mehr umdrehen, also fahre ich gezwungenermaßen weiter. Die Straße wird schmäler und steiler. Sie führt den Berg hoch und auf der anderen Seite wieder runter. Wäre noch kein so großes Problem, wenn da nicht an den engsten Stellen Reisebusse entgegen kommen würden - Millimeterarbeit ist angesagt und wir "genießen" die Fahrt - oder besser gesagt: das schrittweise Weiterkommen - im Zentrum von Sintra. Viele, viele Fahrzeuge, noch mehr Menschen, Getreidegasse Salzburg ein "Lercherlschas" (= Kleinigkeit, Geringfügigkeit - wie der Darmwind einer Lerche - geflügeltes österr.  Wort ...) dagegen. Aber wir kommen durch, langsam, sehr langsam bewegen wir uns durch Sintra und sehen dazu auch noch einige der bekannten Sehenswürdigkeiten. Nach gefühlten 1
½ Stunden sind wir endlich wieder draußen und können nur bestätigen, was die anderen eh schon wussten: Sintra ist für Wohnmobilfahrer eher ungeeignet ...
Kurz vor zwei Uhr checken wir am Campingplatz in Lissabon ein (der einzige Campingplatzaufenthalt bei dieser Reise ...), suchen uns ein nettes Platzerl im Schatten und relaxen. Der Platz hat zwar auch schon bessere Zeiten gesehen, aber so extrem anspruchsvoll sind wir hier nicht. Wir haben nette Nachbarn: Ein englisches, etwas älteres Ehepaar, das seit zwei Monaten mit einem VW-Campingbus unterwegs ist; Ein spanisches Ehepaar, das mit einem altersdemenz-kranken Hund, der sehr schlecht sieht, nichts mehr riecht und fast nichts mehr hört, unterwegs sind. Wir müssen dem armen Hund -achja, hinken tut er auch noch - mehrmals davon überzeugen, dass er in unserem Womo nicht zu Hause ist. Haben wir auf unserer Reise bisher nur ein oder zwei Wohnmobile aus Deutschland getroffen, so sind hier auf dem Campingplatz doch einige zu sehen. Gleich oberhalb von uns ein, zu einem Wohnmobil umgebauter Gelände-LKW, mit dem man sicher in die Sahara oder sonstige entlegene Gebiete fahren kann und nebenan ein wunderschöner 2 CV mit einem dazu passenden Wohnwagen ...
Trotz Hochsaison ist der Platz keineswegs überbelegt und auch im Swimmingpool ist kein großer Andrang. Den lauen Sommerabend lass ich mit Lesen und einem kühlen Bier und Sonja natürlich mit ihren Adventbasteleien ausklingen ...
 
Lisboa Camping - ca. € 35 pro Nacht
Abgegrenzte Parzellen mit eigenem Wasser- und Stromanschluss, Tisch und Bank.
Sanitäre Anlagen veraltet aber sauber, Pool, V/E, kleiner Supermarkt, Kaffee und Restaurant ....
Ca. 45 min mit dem Bus nach Lissabon 
GPS: N 38,72483°   W 9,20794°
Bilder: 01.08..2017
 
Tag 13Mi. 02.08.2017
Vormittags:
Sonnig
+ 27° C
Nachmittag:
Sonnig
+ 27° C
Stadtbesichtigung: 10:00 - 19:00 UhrLissabon
Reisezeit: 8 Stunden3908 km (0 km)
Heute steht die Stadtbesichtigung von Lissabon auf dem Programm. Ich war schon vor ein paar Jahren auf einem Städtetrip mit meinem Sohn Rupert jun. hier in Lisboa und wollte deshalb unbedingt noch einmal hierher. Der Campingplatz mag zwar kein 5-Sterne-Platz sein, aber für einen Stadtbesuch ist er ideal gelegen. Sonja und ich holen uns in der Rezeption ein Busticket (€ 1,85 pro Person und eine Richtung). Die Haltestelle ist ca. 5 Minuten entfernt und wir fahren gut eine ¾ Stunde bis ins Stadtzentrum - Am Praça da Figueira steigen wir auf den gelben Sightseeing-Bus um und erkunden so Lisoba ...
Lissabon 
 
 
Die Fahrt im offenen Tourismusbus ist für uns eine ideale Art, um eine Stadt zu erkunden. Man kann bei jeder Sehenswürdigkeit aus- oder einsteigen und man sieht wirklich viel. Zusätzlich werden die Sehenswürdigkeiten über den - manchmal zu kleinen - Kopfhörer in der jeweiligen Sprache erklärt.
Wir genießen einen wunderschönen Tag - aber nicht nur wir: Es sind außer uns wirklich viele, sehr viele Touristen unterwegs. Wir meiden viele Warteschlangen und verzichten auf den direkten Besuch von einigen Sehenswürdigkeiten. Lieber legen wir öfters eine gemütliche Pause ein und sehen den Touristen zu ...
 
 
 
Elevador de Santa Justa 
 
Nach der intensiven Stadtbesichtigung - die auch Sonja sehr gefallen hat - geht es am Campingplatz zur Abkühlung noch einmal in den Pool und anschließend zum gemütlichen Tagesausklang ...
Lisboa Camping - ca. € 35 pro Nacht
Abgegrenzte Parzellen mit eigenem Wasser- und Stromanschluss, Tisch und Bank.
Sanitäre Anlagen veraltet aber sauber, Pool, V/E, kleiner Supermarkt, Kaffee und Restaurant ....
Ca. 45 min mit dem Bus nach Lissabon 
GPS: N 38,72483°   W 9,20794°
 
Bilder: 02.08..2017
 
Tag 14Do. 03.08.2017
Vormittags:
Sonnig
+ 34° C
Nachmittag:
leicht bewölkt
+ 37° C
Reisezeit: 10:12 - 20:00 UhrLissabon - Cristo Rei - Cabo Espichel - Praia de Vale Figueiras - Praia da Bordeira
Reisezeit: 9 Stunden 48 Minuten3908 - 3921 - 3961 - 4242 - 4262 km (354 km)
Trotz gestrigem Stadtbesuch sind wir ausgerastet und so kann es heute weiter in den Süden Portugals gehen.
Wir fahren noch einmal durch Lissabon und überqueren dann anschließend die 2278 Meter lange "Ponte 25 de Abril", die über den Rio Tejo führt. Sie ist die weltweit drittgrößte Hängebrücke mit kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr und erinnert ein bisschen an die Golden Gate Bridge in San Franzisco. Schon von weitem und nicht zu übersehen, begrüßt uns die riesige Statue Cristo Rei, die wir uns näher ansehen ...
 
Cristo Rei in Almada
 

Je weiter wir in Richtung Süden kommen, desto wärmer wird es ...

Wir fahren durch riesige Korkeichenwälder und nähern uns dem Cabo Espichel, ein Kap, das an der Tejo-Mündung liegt. Hier befindet sich neben dem Leuchtturm auch die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Cabo, die mit ihren ehemaligen und jetzt verlassenen Pilgerunterkünften an einen Italowestern erinnert. Fehlt nur noch die Musik von Ennio Morricone ...
Cabo Espichel GPS:   N 38,41957°   W 9,21322° 
Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Cabo Espichel

Die Temperaturen steigen weiter, momentan stehen wir bei + 34° C - also doch schon ziemlich warm. Ist es die Hitze und fährt da vor mir plötzlich ein außerirdisches Gefährt - oder doch nur ein eigentümlich, landwirtschaftliches Ding???

Wir fahren auch heute - so wie schon im ganzen Urlaub - auf mautfreien Straßen - der Küste entlang. Mit der Klima ist es im Wohnmobil angenehm kühl und so vergehen die Kilometer wie im Flug ...
Zwischengeschichtl - Velocidade controlada:
Es gab sie schon in Spanien und auch hier in Portugal wird die Geschwindigkeit auf - für uns - ungewöhnliche Art geregelt
 ...
Guten Tag, guten Abend, Danke, Bitte und ein paar andere Sprachfetzen sind uns auf Spanisch und Portugiesisch geläufig, aber mehr leider auch schon nicht. Schon gar nicht der Text unterhalb der Verkehrsschilder. Ja okay, die Verkehrsschilder selber sind uns (zum Großteil ... ;-)) schon bekannt, aber - wie gesagt - der Text - eine eher undefinierbare Nullnummer ...
Als wir nun zum ersten Mal durch eine Ortsdurchfahrt mit 50er Beschränkung dahindüsen, vielleicht ein bisschen schneller als 50 km/h, da wundern wir uns über eine Ampel, die auf rot schaltet. Nicht das alleinige Rotschalten der Ampel hat uns verwundert, das machen ja für gewöhnlich unsere heimischen Ampeln ja auch, nein, das Verwunderliche war, dass wir nun auf einer Straße standen, auf der wir keine Kreuzung und auch keinen Fußgängerübergang ausmachen konnten, die eine Verkehrsampel rechtfertigen würden. Nichts - keinen wirklich ersichtlichen Grund, warum wir hier für kurze Zeit anhalten mussten und dann - ebenso geheimnisvoll - nach ein paar Sekunden, bei Grün wieder weiterfahren konnten.
... Und dann nach ein paar Ampeln und mehreren Fragezeichen kam endlich die Erleuchtung: Wenn man im Ortsgebiet die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nur ganz gering überschreitet, wird dies durch eine Radarmessung registriert und dann schaltet eine Ampel gnadenlos ein paar Meter weiter auf Rot. Man muss halten (das gefällt weder mir, noch denen, die hinter mir ebenfalls warten müssen ...) und nach ein paar Sekunden darf man wieder weiter fahren. Sehr wirksam (wenn man es versteht ...) und es kostet nur Nerven und kein Geld (Gott sei Dank ...)!
Nach einiger Zeit und einigen Kilometern, ist wieder einmal ein erfrischendes Bad im Meer notwendig. Mittlerweile befinden wir uns an der westlichen Algarve, im Naturpark Südwest-Alentejo und Costa Vicentina, einem 80 Kilometer langen, wunderbaren Küstenabschnitt mit herrlichen Stränden.
Über einen 5 Kilometer langen Schotterweg gelangen wir zum Praia de Vale Figueiras, an dessen langem Sandstrand sich bereits einige Einheimische dem Sonnen- und Meeresbaden hingeben und die Brise vom Atlantik her genießen ...
Praia de Vale Figueiras GPS:   N 37,24738°   W 8,86752°

Auf dem Rückweg sucht Sonja einige heimische Kräuter, damit wir nicht nur das Meer, den Stand, das Wasser und die schöne Landschaft inhalieren können, sondern auch den portugiesischen Duft in der Pfanne wieder finden ...

Nun ist es nicht mehr weit zum Praia da Bordeira in der Nähe von Carrapateira, wo wir den zahlreichen Surfern am idealen Strand zusehen und wieder einmal ins Schwärmen geraten.
Praia do Bordeira GPS:   N 37,19275°   W 8,90236° 
Allerdings stehen hier um den Praia de Vale Figueiras auch ziemlich viele Wohnmobile - also nicht so unser Ding ....

Hier sieht man Portugiesen, Spanier, Franzosen, Italiener und auch einige deutsche Wohnmobilisten - die Sufergemeinde scheint sehr groß zu sein.

Oben auf den Klippen wird es menschenmäßig etwas ruhiger und nach ein paar, wenigen Kilometern auf der Sandpiste finden wir einen wunderbaren Übernachtungsplatz mir herrlicher Aussicht ...
Hier zwischen dem Praia de Vale Figueiras und dem Praia do Amado gibt es mehrere Zufahrten direkt an den Klippenrand. Einige sind mit Steinen versperrt, einige - so wie unser Übernachtungsplatz sind frei befahrbar. Neben uns steht nur noch ein spanisches und ein französisches Wohnmobil - das passt gut so ... 


Wie man auf den Bildern sieht: Ausblick und Sonnenuntergang genial - was man auf den Bildern nicht sehen kann: Der Duft frischer portugiesischer Kräuter, die salzige Brise vom Meer herauf, das Rauschen der Wellen, wenn sie gegen die Klippen klatschen und die herrliche innerliche Stimmung ...
Übernachtungsplatz 3,5 km von Praia da Bordeira in südlicher Richtung
Geschotterter Parkplatz, kostenlos
Keine Infrastruktur - nur schön ...
P-8670-230 Carrapateira
GPS: N 37,18333°   W 8,91169°
Bilder: 03.08.2017
 
Tag 15Fr. 04.08.2017
Vormittags:
Sonnig
+ 38° C
Nachmittag:
leicht bewölkt
+ 44° C
Reisezeit: 09:00 - 12:30 UhrPraia da Bordeira - Cabo de São Vincente - Ponta da Piedade
Reisezeit: 3 Stunden 30 Minuten4262 - 4292 - 4333 km (71 km)
Das war definitiv die letzte Nacht am Atlantik - so viel steht fest, wir müssen wieder - so schwer es uns fällt - an die Heimfahrt denken.  Aber vorher werden wir noch den weiteren Verlauf der Algarve - zumindest - streifen ...
 

Nach dem Frühstück geht es vorbei am Praia do Amado, dem Surfer Paradies, die sich hier zu Hauf tummeln ...

Als Feuerwehrmann sind rote Autos und Feuerwehrhäuser wie ein Magnet für mich, an dem ich fast nicht vorbei komme ...

Nach einem kurzen Plausch führt die Fahrt vor bei an immer wieder schönen Stränden schließlich zum südwestlichsten Punkt Europas ...



Cabo de São Vincent

der südwestlichste Punkt Europas - Das (wieder einmal) Ende der Welt wartet auf uns. Ein spektakuläre Küste, ein Leuchtturm und eine Würstelbude, die bei unseren deutschen Nachbarn schon fast Kultstatus errungen hat ...
Cabo de São Vincente GPS:   N 37,02355   W 8,99533 
 
Für eine Bratwurst ist es noch zu früh und so besuchen wir noch kurz die Festung von Sagres, ein portugiesisches Nationaldenkmal.

Habe ich schon gesagt, dass es heute ziemlich heiß ist, extrem heiß. Wir haben jetzt am Vormittag schon + 38° C. Einen Programmpunkt hätten wir noch, also starten wir unseren Ducato und fahren ein paar Kilometer weiter zum

Ponta da Piedade
Wir wollen die, von vielen Bildern bekannten, goldenen Sandsteinklippen besuchen ...
Schon bei der Anfahrt merken wir: Wir sind nicht alleine, es staut und zwar gewaltig. Mehrere Privat-Parkplätze füllen sich gegen eine Gebühr und neben der Straße parken links und rechts die Fahrzeuge. Auch wir finden hier ein Plätzchen neben einem kleinen Materl. Momentan schaut es gar noch nicht so überragend schön aus. Im Hinterland steht ein großer, verfallener Hotelkomplex, wie man sie eher auf Sizilien findet.
Zu Fuß geht es nun bei flimmernder Hitze auf der Landzunge vor bis zu den Klippen ... 
 Nach ca. 1 - 2 Kilometern auf der Asphaltstraße erreichen wir das Kap und die Landschaft ist wirklich gewaltig: Gelb- rötlicher Sandstein, durchspült vom türkisblauen Wasser des Atlantiks. Ebenso enorm ist der Besucheransturm, unzählige Boote schlängeln sich durch und zwischen den Klippen dahin. Auf den Klippen selber wurlt es wie in einem Bienenschwarm. Jeder hat das Recht auf die Naturschönheiten!?
 
 
Nach einem ausgiebigen Spaziergang wird es uns hier zu heiß und wir müssen uns daran gewöhnen, dass es nun wieder in Richtung Heimat geht ... 
 

Bilder: 4. Etappe
3. Etappe5. Etappe
 
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