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Reiseberichte 

Spanien/Portugal 2017: Auf den Spuren des Jakobsweges ...    (Teil 3) 

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21. Juli bis 9. August 2017  7711 km
    
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(1773 km)(1382 km)(434 km)(744 km)(3378 km)
     

3. Etappe - Nordportugal - Caminho Portugues:

29.07. - 31.07.2017

Bilder: 3. Etappe

 

Monte de Santa Trega (E) - Praia de Rodanho (P) - Bom Jesus do Monte - Praia do Funtão - Porto - Fátima  (616 km)
Spanien/Portugal 2017 
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Tag 9Sa. 29.07.2017
Vormittag:
Regen
+ 24° C
Nachmittag:
heiter
+ 28° C
Reisezeit: 11:00 - 18:49 UhrSanta Trega (E) - Praia de Rodanho (P) - Bom Jesus do Monte - Praia do Funtão
Reisezeit: 7 Stunden 49 Minuten3155 -3215 - 3271 - 3338  km (183 km)
Um das Womo jagen - Nebelschwaden ...
Fast unheimlich liegt der Nebel auf den alten Steinkreuzen und über das keltische Dorf unter uns. Wir lassen uns allerdings von der trüben Stimmung keineswegs anstecken, weil - es kann ja nur besser werden und die paar Regenwolken haben sich bisher in diesem Urlaub nie lange gehalten. Nun soll es über den Rio Miño weiter gehen nach Portugal.

Bei der Abfahrt vom Santa Trega sehen wir eine große Aufschrift, die uns nachdenklich stimmt ...
Zwischengeschichtl - Willkommen?
Immer öfter hört man aus stark frequentierten Tourismusgegenden, dass sich die Einheimischen gegen den enormen Ansturm wehren. Wenn man sich die Innenstädte von z.B. Venedig, Salzburg, Barcelona, Rom, Paris, usw. ansieht oder die Cliffs of Moher (Irland), Bonifacio (Korsika), Ätna (Sizilien), Neuschwanstein oder Königsee (Deutschland), Großglockner (Österreich) usw. besucht, dann kann man sich durchaus vorstellen, dass es den Menschen, die dort wohnen, einfach zu viel wird, wenn so Leute wie wir in Scharren herbei strömen ...
 Auf der anderen Seite leben wieder sehr viele Menschen vom Tourismus. Tourismus light, Besucher- oder Verkehrsbeschränkung, Eintrittspreise ? - Ich habe auch keine Ahnung, wie man das lösen könnte. Wir versuchen immer mit Respekt unsere Ziele zu besuchen. Respekt vor dem Land, der Geschichte und vor allem vor den Menschen. Auf unserer Reise nach Spanien und Portugal haben wir eigentlich nur freundliche und hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Wäre schön, wenn das so bleiben könnte ...
Wir überqueren den Rio Miño und schon befinden wir uns in Portugal, wo wir sofort den ersten Strand aus unserer Liste ansteuern. Das Wetter hat sich schon wieder gebessert und auch die Menschen scheinen nett zu sein und sich über Besuch zu freuen. Zumindest die freundlichen Damen auf der Zufahrtsstraße zum Praia do Rodanho, wo gar nicht wenige Wohnmobile stehen und sich viele Surfer tummeln.

Praia do Rodanho

Über eine Holzbrücke erreichen wir den fast 3 km langen Sandstrand mit herrlichen Wellen - Atlantik pur ...
Keine Spiegeleier, sondern sonderbar schöne Steine liegen hier im Sand und warten nur darauf, von Sonja gesammelt zu werden. Und das lässt sie sich natürlich nicht zweimal sagen.

Wenn ich jetzt nicht einschreite, sind wir wahrscheinlich bis zum Abend hier und überschreiten dann sicherlich die Gewichtsgrenze in unserem Womo, vor lauter gesammelten Wundersteinen ...

Ich setz' mich in den Sand, schaue der Sonja beim Steinesammeln (einer schöner als der andere ...) zu, beobachte die Surfer, die sich fast todesmutig in die Wellen stürzen und sehe sogar ein paar Unerschrockene, die sich ins Meer trauen ...
 
Sonja nimmt nur so viele Wundersteine mit, wie sie schleppen kann und das sind gar nicht wenige. Dann verlassen wir den Praia do Rodanho,  winken noch einmal den netten Damen am Straßenrand zu und fahren in Richtung Bagra im Landesinnere ...
 Bom Jesus do Monte
Nicht nur die über 600 Stufen zählende barocke Stiege zur Wallfahrtskirche ist beeindruckend, auch die 1882 erbaute, mit Wasserkraft betriebene und älteste Wasserseilbahn der Welt ist erlebenswert. Oben angelangt, gibt es natürlich die Wallfahrtkirche, eine künstlich angelegte, ein bisschen kitschige Tropfsteinhöhle und vor allem die grandiose Aussicht. Runter sind wir dann ganz flott über die vielen Stufen ...
 
 
Damit aber noch nicht genug. Noch ein bisschen höher - am richtigen Gipfel des Berges - gibt es die nächste Wallfahrtskirche, die Santuário de Nossa Senhora do Sameiro, wo wir von Papst Johannes Paul empfangen werden. 

Auch hier wieder viele Stufen, die Kirche und die schöne Aussicht ...

Nach dieser geballten Ladung an Kultur dürstet es uns wieder nach Meer - also fahren wir an den Strand in Richtung Porto ...
 

Immer wieder treffen wir in Spanien und Portugal auf die berühmten Azulejos - die buntgemalten und glasierten Keramikfliesen mit den verschiedensten Motiven, meist bestehend aus Blumen-, Vögel- oder Schiffsbildern.



Es gibt aber in Portugal und Spanien nicht nur Strände mit ausgewählten Postkartenmotiven, sondern natürlich auch für uns Touristen etwas weniger schön anzusehende Industrieanlagen.
Wir haben am Praia do Funtáo aber doch einen schönen Badestrand gefunden und stellen unser Womo am dortigen Parkplatz zum Übernachten ab.
Zwischengeschichtl - Geburtstagsessen ...
Morgen ist mein Geburtstag. Eigentlich ein Tag wie jeder andere auch und ich bin jetzt ganz und gar nicht der Großgeburtstagsfeiertyp - im Gegenteil, Feiern, bei denen ich im Mittelpunkt stehe, sind mir eher peinlich und unangenehm - Jeder hat so seine Macken ...
Hingegen mag ich bei solchen Anlässen so richtig gerne, wenn wir uns im Familien- oder im engsten Freundeskreis einfach gemütlich zu einem Essen oder Ähnlichem treffen. Miteinander reden, gemeinsam gut speisen und trinken - das ist meine Welt und weil ich mir laut Sonja etwas wünschen darf, möchte ich gerne mit ihr Essen gehen. Ein schönes Lokal, direkt am Meer im Freien und irgendwelche Meeresfrüchte, vielleicht noch nette Livemusik, das wären so meine bescheidenen Geburtstagswünsche ...
Nach einer angenehmen Dusche am Strand ziehen wir in der Abenddämmerung los, wir haben ja bei der Anfahrt einige geeignet scheinende Lokale aus der Ferne gesehen.
Wir spazieren auf dem Caminho Portugues - dem portugiesischen Jakobsweg, der hier wunderbar als Holzpfad über dem Sand angelegt ist, in Richtung Porto ...
Das erste Lokal - romantisch direkt am Strand gelegenen - entpuppt sich als Kaffee, also nichts mit Meeresfrüchte speisen. Ein paar hundert Meter weiter, stoßen wir auf eine Lounge-Bar mit lässiger Musik aber auch ohne gepflegte Speisekarte. Macht auch nichts - der Abend ist genau wie wir noch relativ jung, also lustig weiter. Nach zwei Kilometern treffen wir wieder auf ein Lokal, dass heute aber Ruhetag hat (gibt es so was auch in Portugal?). In größerer Entfernung hören wir Musik und beim Näherkommen auch Menschengelächter. Da müssen wir hin, mein Magen knurrt schon. Unter lauter fröhlichen Menschen erleben wir das fulminante Ende des örtlichen Provinztanzturnieres für behinderte Menschen. Es ist wirklich nett hier, allerdings ist die Gratissuppe schon aus. Mein Herz frohlockt auf Grund der vielen glücklichen Menschen hier - mein Magen hält weniger davon und rebelliert. Sonja kauft noch irgend etwas für wohltätige Zwecke und wir kriechen weiter ...
Beim nächsten Lokal, das sich als Jugenddisco (also doch für ein wesentlich jüngeres Publikum gedacht) entpuppt ist nun endgültig Schluss mit lustig. Ich mag nicht mehr, mein Handy sagt mir - wenig ermunternd - dass wir mittlerweile 5 Kilometer gelaufen sind - wir drehen um und ich schraube meine Erwartungen radikal zurück: Das Lokal muss nicht unbedingt direkt neben dem Meer sein, ein Meeresblick alleine würde schon genügen, mit einem schönen Seefahrtsbild wäre ich ja auch schon zufrieden. Ob es jetzt unbedingt noch Meeresfrüchte sein müssten, ist jetzt auch schon egal - Hauptsache ich bekomme noch irgendetwas zu Essen und singen tu ich zur Not auch selber ...
Wir treten den Rückweg an - die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Dieses Mal wählen wir nicht den Strandweg, sondern gehen eher durch bebautes Gebiet. Um es kurz zu machen: Wir finden eine verlassene Pizzeria, ein Lokal, indem es eher Drogen als gutes Essen zu kaufen gibt und zwei richtig schöne Gourmetlokale, in denen wir - wenn wir uns gleich anmelden - nächste Woche eine Platz bekämen ...
Leicht frustriert und schon mit etwas nebeligen Blick stoßen wir ein paar hundert Meter vor unserem Wohnmobil, also nach fast 10 Kilometern Fußweg, auf ein Lokal, mit Gastgarten. Man glaubt es kaum - die haben sogar noch Platz für uns Zwei, wir bestellen für Sonja irgendeine portugiesische Nationalspeise und für mich gegrillte Sardinen. Obwohl wir in Portugal sind, empfiehlt mir der Juniorchef des Hauses ein Bier zum Essen (er ist laut eigenen Aussagen ein ausgesprochener Bierkenner und -Trinker). Wir verstehen uns so gut, dass er mir auch noch die Sardinen fachmännisch zerlegt. Wir haben viel Spaß ....
Nach einem köstlichen Nachtisch und dem romantischen Nachhauseweg sind sich Sonja und ich wieder einmal völlig einig: Ein wunderschöner Geburtstagsvorabend, an den wir noch lange denken werden, geht zu Ende ...
 
Gepflasterter öffentlicher Parkplatz  
Direkt neben Strand
kostenlos, Mistkübel, WC, Dusche
Praia do Funtáo
GPS: N 41,25677°   W 8,72340°
Bilder: 29.07.2017
 
 
Tag 10So. 30.07.2017
Vormittag:
Sonnig
+ 27° C
Nachmittag:
Sonnig
+ 26° C
Reisezeit: 10:33 - 18:13 UhrPraia do Funtáo . Porto - Fatima
Reisezeit: 8 Stunden 40 Minuten3338 - 3363 - 3589 km (251 km)
Guten Morgen! Die Sonne lacht uns ins Gesicht und wir nützen die Fluten des Atlantiks für ein frühmorgendliches, erfrischendes Bad im Meer und einer ebenso erfrischenden Brause, zwei Meter vor unserem Womo am Holzsteg.

Mit dem Wetter und den Durchschnittstemperaturen von ca. + 26° C haben wir bisher wirklich Glück gehabt. Nicht zu heiß und die zwei kurzen Regenperioden haben uns auch nicht im geringsten gestört. Zu Hause schwitzen sie bei + 35° C und jammern über die Hitzeperiode, bei uns hier in Spanien/Portugal herrschen Idealbedingungen.  
 
Porto
 Freunde haben uns den Besuch der zweitgrößten Stadt Portugals wärmstens empfohlen, jetzt sind wir da und suchen im quirligen Porto einen Parkplatz.
Parkplatz Lago do Actor DiasGPS: N 41,14247°   W 8,60786°
Wir werden von einem Parkplatzeinweiser in eine abfallende Straße gelotst. Heute am Sonntag (und meinem Geburtstag) werden keine Gebühren verlangt, daher geben wir dem freundlichen Mann € 2,-- Trinkgeld.

Bereits nach ein paar Minuten stehen wir auf der Ponte Dom Luis I, einer Eisenbrücke hoch über dem Douro, die von einem Schüler von Gustave Eiffel - einem gewissen Ingenieur Théophile Seyrig - 1886 erbaut wurde und sind schon mal beeindruckt.
Tief unter uns der Douro mit vielen Ausflugsschiffen und den Anlegestellen der Portweinkeller.
Bevor es runter in den Ortsteil Ribeira geht, wollen wir aber noch hier oben die Altstadt, mit der Kathedrale Sé de Porto, den Bahnhof São Bento mit seinen berühmten Azuelas besuchen. Der Rundgang führt uns weiter zum Rathaus, zur Kirche der Geistlichen und zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Bevor wir dann runter zum Douro über unzählige Stufen steigen, laufen wir noch einem Filmteam, die einen Imagefilm über Porto drehen, vor die Linse.
 
 
 
 

Es gibt wirklich viel zu sehen und zu fotografieren in Porto. Nicht nur der Portwein zieht viele Menschen in diese faszinierende und lebhafte Stadt.

Von den engen Gassen im Ribeira-Viertel (das auch am Abend sehr reizvoll sein soll ...) bis zu den großen Plätzen in der Altstadt, von der Ponte Dom Luis I bis zur historischen Sé do Porto und auch die kulinarischen Genüsse sind nicht zu unterschätzen - Die zweitgrößte Stadt Portugals sollte man sicherlich einmal oder öfters besuchen ...
Irgendwann müssen wir uns aber doch - so schwer es uns fällt - von Porto verabschieden.
Das Ausparken am engen Parkplatz ist schwierig: Rückwärts bergauf fahren und links und rechts stehen die anderen parkenden Fahrzeuge. Dank Sonja (die Parkplatzeinweiser sind leider nicht mehr zu sehen ...) schaffe ich es leicht schwitzend ...

Danach geht es weiter auf gut ausgebauten Landstraßen (wir sind auch in Portugal mautfrei unterwegs ...) in Richtung Fatima, wo die berühmte Wallfahrtskirche auf uns wartet ...
Zwischengeschichtl - Fatima ...
In unserem Reiseführer und Bekanntenkreis werden  Wallfahrtsorte sehr kritisch betrachtet bzw. geschildert. Wahrscheinlich zurecht, gefällt vielen Menschen der Trubel in diesen Orten und die vielen Ramsch- und Andenkenläden, die rund um die Kirchen aus den Boden wachsen, nicht. Trotzdem machen wir uns auf den Weg nach Fatima ...

Wir erreichen die Kleinstadt am Abend und gehen anschließend gleich über den mit Sträuchern und Bäumen bepflanzten Parkplatz zur Kirche hoch, die auf der Hinterseite gar keinen so großen Eindruck erweckt. Es wird gerade die hl. Messe gefeiert, die Kirche ist voll aber nicht überlaufen. Wir stellen uns im hinteren Bereich auf die Seite und ich lasse die Eindrücke auf mich einwirken ...

Die Kirche wirkt eher schlicht auf mich und es ist hell hier, sehr hell, fast strahlend weiß und trotzdem nicht kalt. Im Gegenteil - ohne jetzt irgendwie pathetisch klingen zu wollen - Wärme erfüllt und umschließt mein Herz. Vielleicht bin ich nur ein bisschen sentimental, weil ich heute Geburtstag habe. 56 Jahre - auch schon eine lange Zeit, auch nicht mehr ganz der Jüngste. Aber es ist schön auf der Welt, das Leben ist schön. Es ist schön, hier zu stehen, nachzudenken über die Familie, die Kinder, die Freunde, dankbar zu sein und die Hoffnung zu haben, dass alles schön bleibt, dass sich alles gut entwickeln wird ... - Sentimental? Man könnte es auch Gebet nennen ...

Nach der hl. Messe verlassen wir die Kirche und sind beim Anblick des gigantischen Platzes vor uns zuerst einmal mehr als überwältigt. "Halleluja" ;-)) - der ist ja riesig.
Wir spazieren zur Erscheinungskapelle, zünden Kerzen an und verweilen ein bisschen - entschleunigen nennt man das heutzutage. Es ist ruhig hier - kein Andenkenladen stört, die befinden sich Gott sei Dank (sowie in den anderen Wallfahrsorten auch) außerhalb des heiligen Bezirkes. Wir beobachten die Pilger, die - für uns sehr ungewohnt - teilweise auf den Knien oder liegend in Richtung Basilika rutschen. 

Auf der anderen Seite des Platzes befindet sich die neue, fast 9000 Gläubige fassende Dreifaltigkeitskirche. Würde nicht ein überdimensionaler Rosenkranz und ein 25 Meter hohes Stahlkreuz davor stehen, würde man es fast nicht als katholische Kirche (viertgrößte der Welt) erkennen ...
Wir haben bei unseren Wohnmobilreisen bisher schon die bekanntesten Marienwallfahrtsorte Lourdes (F), Medjugorje (BIH), Knock (IRL) und eben jetzt Fatima besucht. Ich bin der Meinung, dass man gar nicht unbedingt gläubig oder irgendwie esoterisch angehaucht (nicht böse gemeint ...) sein muss. Für uns hat - abgesehen von der Kommerzialisierung, deren Auswüchse sich meist außerhalb befinden und die man ja nicht unbedingt mehr als notwendig beachten muss - also für uns hat jeder dieser Orte irgend etwas Besonderes, etwas Eigenartiges aber Wohltuendes an sich, schwer zu beschreiben - vielleicht ist Kraftplatz der richtige Ausdruck. Aber das spielt sich wahrscheinlich alles im Kopf ab und darum sind die Empfindungen auch von Mensch zu Mensch sehr verschieden ...

Jetzt aber wirklich wieder genug philosophiert (irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich bei diesem Reisebericht noch mehr Worte verwende, als sonst - wird wohl das Alter sein ...).


Ich gehe später noch einmal von unserem Wohnmobil hoch zum "Heiligtum von Fatima", wie es genannt wird, um noch ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Dabei stoße ich zufällig auf die Lichterprozession und weil ich diese bei unseren Besuch in Lourdes leider versäumt habe, ist meine Freude dieses Mal umso größer ...
Lichterprozession in Fatima ...
Wie schon erwähnt, gibt es neben dem Heiligtum Fatima einen ausgewiesenen Stellplatz für Wohnmobile. Leider steht neben uns ein PKW mit Wohnwagen, der die ganze Zeit ein Stromaggregat laufen lässt. Weil mir das einfach zu laut und weil relativ wenig Platz ist, fahren wir auf einen der vielen PKW-Parkplätze, die am Abend völlig leer und verwaist sind.
Fatima 
Asphaltierter Parkplatz (leicht schräg) WC, Mistkübel, Dusche
kostenlos
P-2496-908 Fatima, Apartado 31
GPS: N 39,63418°   W 8,67182°
Bilder: 30.07.2017
 
Tag 11Mo. 31.07.2017
Vormittags:
Sonnig
+ 25° C
Nachmittag:
leicht bewölkt
+ 25° C
Besichtigungszeit: 09:30 - 11:05 UhrFatima
Besichtigungszeit: 1 Stunde 35 Minuten3589 km (0 km)
Ganz alleine waren wir nicht, auf dem einsamen Parkplatz. Ein eher ungewöhnliches Wohnmobil hat hier - nicht weit von uns entfernt - ebenfalls eine ruhige Nacht verbracht. Ein etwas älterer Herr mit weißem Bart, so wie man sich vielleicht Moses vorstellt, entsteigt dem Gefährt. Wenn ich richtig gezählt habe, folgen ihm drei Burschen im Teenageralter, ein kleines Mädchen und zum Schluss, zwei erwachsene Damen - quasi große Großfamilie ...

Den Vormittag nützen wir, um das Heiligtum Fatima noch einmal genauer zu erkunden. Das Marienheiligtum feiert übrigens 2017 den 100. Jahrestag der Marienerscheinungen ...
 
 
 
So wohl wir uns hier auch gefühlt haben, irgend wann passt es dann auch und uns gelüstet es wieder nach mehr - also auf in Richtung Meer und zur 4. Etappe ...
 
Bilder: 31.07.2017
 
 

Bilder: 3. Etappe
2. Etappe4. Etappe
 
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