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Reiseberichte 

Irland 2016: Forty Shades of Green    (Teil 2) 

Kuchl (A) - Dünkirchen (F) - Stonehenge (GB) - Lacock - Pembroke - Rosslare (IRL) - Hook Head - Waterford - Blarney Castle - Cobh - Jameson Whiskey - Mizen Head - Ring of Beara - Ross Castle - Ring of Kerry - Loop Head - Cliffs of Moher - Doolin - Ballyvaughan - Burren - Galway - Achill Island - Foxford - Knock - Benone Beach - Giants Causeway - Rope Bridge - Dark Hedges - Belfast (Titanic Museum) - Monasterboice - Port Oriel - Dublin - Wicklow Mountain - Clogga Beach - St. Hellen Pier - Heimfahrt - Kuchl  (6204 km)


22. Juli bis 10. August 2016  6204 km
    
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(1831 km)(711 km)( km)( km)( km)
     

2. Etappe - Der Süden von Irland:

26.07. - 28.07.2016

Bilder: 2. Etappe

 

Hook Head - New Ross - Cork - Blarney Castle - Cobh - Jameson Whiskey - Baltimore - Mizen Head - Ring of Beara - Ross Castle (711 km)
Irland 2016 
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Tag 5Di. 26.07.2016
Vormittag:
Bewölkt
+ 21° C
Nachmittag:
Sonnig
+ 20° C
Reisezeit: 09:05 - 19:06 UhrHook Head - New Ross - Waterford - Blarney Castle - Cobh
10 Stunden 1 Minute1831 - 1867 - 1901 - 2072 - 2121 km (290 km)
Auf den Spuren unserer ersten Irlandreise mit Sohn Rupert (2008) wollen wir heute den Süden Irlands erkunden. Aber Sonja und ich wollen natürlich auch neue Orte erkunden und entdecken. Wir können uns kaum von Hook Head und seinen Klippen losreißen, aber nach einem Morgensparziergang und dem ausgiebigen Frühstück geht es los nach New Ross, wo es im Hafen einen schönen Dreimaster und ein JFK-Denkmal zu bestaunen gibt ...
Die Waterford-Crystall-Manufactory möchte ich Sonja unbedingt zeigen. Dieses Mal geht es aber nicht an den Stadtrand in die Produktionsfirma selber, sondern direkt in die Altstadt von Waterford, ins Firmenzentrum.
Hier kann man gegen eine Gebühr von € 13,50 pro Person an einer Gruppenführung teilnehmen. Wirklich interessant und sehenswert: Wir beobachten Glasbläser und Handwerker, die in Millimeterarbeit Gläser, Luster, Pokale für Formel-1-Rennen, Tennisturniere und sonstige bekannte Sportveranstaltungen schleifen und wahre Kunstwerke aus Glas produzieren. Wir erfahren, wie diese Raritäten designend und geplant werden und können uns im Schauraum überzeugen, dass es hier auch Werke aus Glas um € 13.000,-- und mehr zu kaufen gibt ...
 
GasmessgerätZwischengeschichtl - Gasalarm:
Beim Thema Gas (nicht Glas) bin ich von Haus aus vorsichtig. Nicht nur beim Campen, auch als Feuerwehrmann kenne ich die Gefahren ...

Vor Abreise kamen zwei vermeintlich gefüllte Flaschen an Bord. Als nach zwei Tagen die Flamme am Gasherd immer weniger wurde, hieß es, mal nachsehen. Im außenliegenden Gaskasten vernahmen wir zwar keinen auffallenden Gasgeruch war, aber die Flasche war fast leer? Alle Anschlüsse überprüft und kontrolliert - nichts Außergewöhnliches bemerkt. Die einzige "halbwegs" logische Erklärung, man hatte mir eine, nur unzureichend gefüllte Flasche verkauft - kann das sein? Also die fast leere Flasche raus und (kontrollierte) gefüllte Reserveflasche rein und wunderbar: Große schöne Flamme am Herd. Irgendwie hatten wir aber trotzdem noch ein ungutes Gefühl ...

Am fünften Reisetag wurde die Flamme nun wieder kleiner - Schei...., das gibt's doch nicht. Nachgesehen und wirklich, auch die zweite Flasche fast leer - irgendwo muss ein Leck sein! Also sofort Gas abgedreht und ... Ja, was nun? Im Reiseführer "Mit dem Wohnmobil nach Irland" ist eine Werkstätte in Cork verzeichnet, die auch Flaschen mit österreichischen bzw. deutschen Anschlüssen füllen soll. Also nichts wie hin. Im Industriegebiet werden wir fündig. Der nette Herr der besagten Firma erklärt uns aber, dass er schon seit zwei Jahren keine Füllungen von deutschen Flaschen durchführt - zu wenig Nachfrage. Aber zumindest kann er uns provisorisch helfen. Er sagt, dass der Gasregler, der eingebauten Truma Monocontrol (ca. 2 Jahre alt) defekt ist und hier das Gas ausgeströmt sein muss. Super - aber wir leben noch! Er tauscht den Regler aus und wir hoffen, dass die neue Leitung und der Anschluss irgendwie zusammen passen. Zumindest ist die Flamme wieder einwandfrei. Leider hat er aber kein Gas für uns und auch in einer zweiten, angeführten Werkstätte bietet sich uns das gleiche Problem. Also müssen wir halt ein bisschen sparen, wo es geht. Immerhin ist ja in unseren beiden Flaschen jeweils noch ein bisschen Gas vorhanden und zum Kochen sollte es wohl reichen. Vielleicht sollte ich nächstes mal das Gasspürgerät (siehe Bild) unserer Feuerwehr mitnehmen ...

Zu allem Überfluss komme ich auf der Fahrt von einer Werkstätte zur anderen Werkstätte, mitten in Cork leider - auf Anweisung meiner Susi (Navi) - vom rechtem Weg ab und biege in die "Mahony's Ave" ein. Ich bin noch nie in meinem Leben, mit meinem Wohnmobil auf so einer engen und so steilen Straße (besser gesagt: Gässchen), die zu einer Kirche hoch führt, unterwegs gewesen. Das Ganze wird durch die Tatsache erschwert, dass auf der rechten Seite des Gässchen Autos parken und auf der linken Seite, von der Stadtverwaltung neue metallene Boiler eingesetzt worden sind, um das Parken hier zu verhindern und um eventuellen, verrückten Wohnmobilfahrern das Leben schwer zu machen ...
Mir treibt es die Schweißperlen auf die Stirn und Sonja ist sprachlos - ein untrüglich schlechtes Zeichen. Es hilft aber alles nichts - zum Umkehren ist es zu spät und so denke ich mir: Entweder es geht oder nicht. Wir klappen die Außenspiegel rein und durch ...
... es geht sich aus und nach einer Steilkurve kommen wir neben einer Kirche wieder auf die breite Hauptstraße - Gott sei Dank ...
Es gäbe in Cork noch den wirklich sehenswerten "English Market" und einige andere Dinge zu besichtigen, aber ich will raus aus der Stadt. Und da kommt mir das ganz in der Nähe liegende Blarney Castle sehr gelegen. Für den Eintritt von € 13,-- pro Person genießen wir diese typisch irische Burg, ich küsse in typischer Touristenmanier den berühmten Stein der Redegewandtheit und danach wandern wir durch die sehenswerten verschiedenen Gärten und freuen uns, dass unserem Wohnmobil und den auf der Mahony's Ave parkenden Autos nichts passiert ist ...
Sonja scheint es in Blarney Castle zu heiß zu sein, daher gönnt sie sich ein Eis ...Den Bäumen in Blarney Castle scheint es zu kalt zu sein, daher haben sie wohl gestrickte Socken an (Guerilla Knitting oder Strick Graffiti genannt) 
Man sieht schon an Hand der vielen Bilder: Es hat uns in Blarney Castle ausgesprochen gut gefallen. Die Besichtigung der Burg ist interessant und man bekommt einen Einblick in die frühere Lebensweise. Ich hoffe nur, dass der Kuss des berühmten Steins der Redegewandtheit nicht noch negative Folgen für mich oder besser gesagt -für meine Umgebung hat. Gott sei Dank hat Sonja nur mich geküsst ...

Die verschiedenen Gärten rund um das Castle in Blarney sind der helle Wahnsinn: Farne so hoch wie Bäume, richtig imposante Baumgiganten, feenhaft angelegte Gärten, romantische Wasserfälle, verwunschene Steine und Wälder, ein Giftgarten, und vieles mehr haben uns sehr beeindruckt.

Gegen Abend fahren wir nach Cobh, um dort auf dem offiziellen Stellplatz zu übernachten. Von hier ist es nicht weit in das Stadtzentrum und wir lassen den ereignisreichen Tag bei köstlichen Gerichten und dem ersten Guinness (auch Sonja probiert) ausklingen ...
Offizieller Stellplatz der Stadt Cobh 
Asphaltierter Parkplatz an der Uferpromenade - 10 Minuten ins Zentrum
kostenlos (48 Stunden erlaubt)
Whitepoint Mooring, Cobh
GPS: N 51,84697°   W 8,30809°
Bilder: 26.07.2016
 
 
Tag 6Mi. 27.07.2016
Vormittag:
Sonnig
+ 24° C
Nachmittag:
Heiter
+ 24° C
Reisezeit: 10:47 - 19:17 UhrCobh - Jameson Whiskey - Baltimore- Mizen Head
8 Stunden 30 Minuten2121 - 2142 - 2271 - 2334  km (213 km)
Cobh hieß früher Queenstown und war 1912 der letzte Anlegepunkt der Titanic, bevor sie auf das offene Meer in Richtung Amerika losfuhr, einen Eisberg rammte und unterging. Traurig - aber ebenso traurig ist die Geschichte der sechs Millionen Auswanderer, die zwischen 1848 und 1950 wegen Hungersnöte und schlecht wirtschaftliche Bedingungen Irland hier in Richtung Amerika verließen und dabei vielfach den Tod fanden. Oder die Geschichte der RMS Lusitania, die am 7. Mai 1915 von einem deutschen U-Boot hier ganz in der Nähe abgeschossen wurde, wobei rund 1200 Passagiere ums Leben kamen ...
Heute macht dieser geschichtsträchtige Ort auf uns einen ruhigen, fast zu ruhigen Eindruck. Viele Geschäfte stehen leer, aber die Titanic und die anderen Katastrophen sind allgegenwärtig ...

Wir spazieren am alten Anlegesteg vorbei, an dem die Beiboote der Titanic zum letzten Mal angelegt haben, bevor über 1500 Menschen im stählernen Sarg oder im eiskalten Wasser untergegangen sind; wir sehen in die besorgten Augen des Navigators, der als Denkmal am Hafen Ausschau hält; kaufen in der ehemaligen Ticket-Ausgabe und jetzigem Titanic-Museum einen Pullover; erleben im ehemaligen Bahnhofsgebäude, im Cobh Heritage-Center die Geschichte der Auswanderer wieder und gehen zur imposanten und alles überragenden St. Coloman Kathedrale hoch. Von hier aus hat man einen guten Überblick über einen der größten Naturhäfen der Welt und auf die vielen, bunten Häuser und engen Gassen der Stadt. Wir lauschen dem einzigen Glockenspiel Irlands und bestaunen das gewaltige Innere der neugotischen Basilika.
Trotz der vielen Unglücke, auf die man hier auf Schritt und Tritt aufmerksam gemacht wird, kommt keine schwermütige Stimmung auf und das liegt vielleicht an den wirklich netten Menschen hier. Und nicht nur hier ist uns das aufgefallen, egal ob man in einem Geschäft, Lokal oder sonst wo mit der Bevölkerung in Kontakt kommt: Die Iren sind wirklich sehr, sehr freundlich, nicht übertrieben, aufgesetzt oder nur weil man etwas verkaufen möchte, nein, wir haben den Eindruck, dass es echt und natürlich rüber kommt und das macht das Land gleich noch einmal sympathischer ...
Äußerst sympathisch hört sich auch der Vorschlag an, eine irische Whiskey-Destillation zu besuchen. Abgesehen von meiner - ein paar Jahre schon zurück liegenden Sturm- und Drangzeit - gehört Whiskey eher nicht zu den Getränken, die ich täglich zu mir nehme. Auch nicht einmal wöchentlich und auch nicht monatlich. Wenn ich mich richtig entsinnen kann, ist es sogar schon einige Jahre her, dass ich ein Glas Whiskey geschlürft habe. Also besuchen wir jetzt in Midleton, das ganz in der Nähe liegt, die größte Whiskey-Destilliere Irlands: The Jameson Experience ...
Die € 16,-- pro Person sind ausgezeichnet angelegt: Wir laufen gut eine Stunde einer netten Irin hinterher und erfahren dabei fast alles über irischen Whiskey. Es ist interessant, kurzweilig und zum Schluss bekommen wir auch noch ein kleines Gläschen zum Probieren und ein etwas größeres Gläschen zum Genießen - und ich muss sagen und auch Sonja (die fast nie Alkohol trinkt) sagt dasselbe: Mild und fein - er schmeckt uns ...
Bei der Verkostung lernen wir ein nettes, junges Paar aus Oberösterreich kennen - und es ist schön, auch mal Landsleute zu treffen.

Obwohl es schon relativ spät am Nachmittag ist, holen wir erst jetzt das Mittagessen nach und lassen uns Zeit - der 40-prozentige Whiskey will ja auch erst einmal verdaut werden ...

Einige Zeit später geht es dann doch wieder weiter, in Richtung Südwestspitze Irlands - nach Mizen Head wollen wir heute noch kommen, falls es sich ausgeht ...
Wir sind uns bewusst, dass wir in der uns derzeit zur Verfügung stehenden Zeit nicht alles sehen können - den Anspruch stellen wir auf keine unserer Reisen. Aus diesem Grund lassen wir die - sicherlich auch schönen Orte - an dem folgenden Küstenabschnitt zwischen Cobh und Baltimore (nicht in Amerika!) links liegen und nehmen die N71. Baltimore selber gefällt uns jetzt nicht so berauschend (hat nichts mit der Whiskeyverkostung zu tun ...) und auch den "Baltimore Beacon" - ein 15 Meter hoher Turm - sehen wir nur von weiten. Für uns geht es weiter nach Mizen Head ...
Auf der Fahrt dorthin passieren wir den fast karibischen Sandstrand bei Barley Cove, der bei ein bisschen wärmeren Temperaturen sicherlich zum Baden eingeladen hätte.

Ansonsten sind die Straßen zwar schmal aber trotzdem gut zu befahren. Die letzten Kilometer nach Mizen Head sind nur einspurig. Auch das ist kein Problem: Es herrscht nur wenig Verkehr und es gibt von Fall zu Fall Ausweichstellen am Straßenrand.

Als wir gegen 19:15 Uhr am großen asphaltierten Parkplatz vor dem Besucherzentrum Mizen Head eintreffen, sind nur wenige Wohnmobile hier. Das Wetter ist momentan leider etwas schlechter geworden, macht aber nichts - so ist das eben in Irland. Wir stehen wieder oberhalb der Klippen, bewundern ebenso wie unsere Nachbarn - die Kühe - die Gischt, die an die Felsen schlägt, freuen uns über das Heidekraut, das die ganze Küste purpurrot schimmern lässt. Fast so wie bei uns zu Hause der Almrausch ...

Im Gras liegend - ein Kaffeetscherl genießen und mit dem neuen Fernglas die Gegend erkunden - Ein einfacher aber wunderbarer Zeitvertrieb. Ein paar Radfahrer kommen noch vorbei und dann wird es ruhig, fast einsam am Mizen Head. Die Halbinsel gilt als eine der einsamsten Gegenden Irlands. Außer uns und den Kühen ist nur mehr ein Wohnmobil über Nacht geblieben und wir genießen die Ruhe ...
Mizen Head Visitor Centre
Asphaltierter Parkplatz, in der Nacht einsam
WC und kleiner Imbiss im Besucherzentrum (schließt um 19:00 Uhr)
Parkplatz Mizen Head
GPS: N 51,45180°   W 9,80986°
Bilder: 27.07.2016
 
Tag 7Do. 28.07.2016
Vormittags:
Bewölkt
+ 17" C
Nachmittag:
Wechselhaftt
+ 19° C
Reisezeit: 12:44 - 19:35 Uhr
Mizen Head - Ring of Beara - Killerney
6 Stunden 51 Minuten2334 - 2542 km (208 km)
"Um die Klippen jagen - Nebelschwaden" so würde Wofgang Ambros (Der Watzmann) jetzt wohl singen. Es ist "frisch" geworden in der Nacht. Als ich in den wahrhaftig grauen Morgenstunden einen kleinen Spaziergang unternahm, sah man nur ein paar Meter, so dicht war der Morgennebel. Jetzt beim Frühstück reißt die dichte "Suppe" langsam auf. Wir haben es uns kuschelig warm gemacht (Gott sei Dank haben wir eine Dieselheizung) und freuen uns schon auf den kleinen Ausflug an die Spitze von Mizen Head zum Leuchtturm ...
"Schroffe Klippen stemmen sich am Mizen Head aus den Fluten des Atlantiks empor und das Echo der Brandung liegt über der Landzunge. An der Westspitze steht ein Leuchtturm, der nur über eine Brücke zu erreichen ist. Dieses 52 Meter lange Bauwerk überspannt einen tiefen Felseinschnitt und führt in schwindelerregender Höhe hinüber zur anderen Seite."
So beschreibt die Website von Wild Atlantic Way die einsame Halbinsel, zu der wir nun - gut ausgerüstet mit wasserdichten Jacken und Schuhen, Fernglas usw. - aufbrechen. Vorerst müssen wir aber noch durch das Besucherzentrum (Eintritt: € 6,-- pro Person).

Wir freuen uns immer im Urlaub, wenn die Sonne scheint und warme Temperaturen das Reisen angenehm machen - Die Landschaft erscheint dann meist im richtigen Licht und auch das eigene Gemüt wird erhellt ...
Heute regnet es, der Nebel hängt in den Klippen, es geht der Wind und es ist saukalt ... Furchtbar könnte man meinen - Nein, im Gegenteil! Uns gefällt auch das, es ist genau die richtige Stimmung um diese Landschaft authentisch zu erleben, die raue See zu spüren und die Natur zu genießen. Als wir dann auch noch "unseren" ersten Seal - Seehund erspähen, ist die Abenteurerseele sowieso nur mehr glücklich ...




Wir sind beeindruckt und stärken uns nach der Vormittagstour beim Mittagessen im Wohnmobil.
Anschließend geht es auf direktem Weg nach Glengarriff, um den Ring of Beara zu umrunden.
 
Ring of Beara - 140 Kilometer Panoramaküstenstraße, auf der es Irland in konzentrierter Form zu erleben gibt. Wir starten und wollen auf dem Wild Atlantic Way im Uhrzeigersinn die Halbinsel erkunden. Die Straßen sind schmal aber dies ist kein Problem: Man ist ja auf Grund der landschaftlichen Schönheit relativ langsam unterwegs, außerdem gibt es immer wieder Ausweichstellen ...
Kleines Filmchen gefällig: Ring of Beara
 
 
Diese relaxte Fahrt auf dem Ring of Beara hat sich definitiv ausgezahlt - auch bei dem nicht ganz so schönen Wetter. Gegen Abend fahren wir durchs Land - durch den Killarney-Nationalpark. Auch hier ergeben sich herrliche Ausblicke: Die Seen und Wälder werden durch das warme Licht der Abendsonne in ein ganz besonderes Bild getaucht - fast wie gemalt erscheint uns die grüne Mischung von Eichen, Eiben, Moosen, Flechten und Farnen und die drei Seen Lough Leane,  Muckross Lake und Upper Lake fügen sich geschmeidig in die Hügellandschaft ein.
Wir bleiben immer wieder stehen, um das Erlebnis Killarney-Nationalpark zu genießen. Natürlich auch am "Ladies View", wo ich mich als Mann auch ganz gut fühle ...
Die meisten Touristen (bis auf uns) sind schon weg. Es ist ruhig, es ist schön, fast mystisch - die Zeit fließt gefühlt etwas langsamer als sonst dahin ...
 
 Wir haben Killarney - eine Stadt mit ca. 14.200 Einwohnern erreicht. Es wird etwas bunter, etwas lauter. Aber wir finden auch hier, am Ross Castle ein nettes ruhiges Plätzchen, um zu übernachten. Wir nützen den angebrochenen Abend, um einen Spaziergang am Bach, am See und durch einen verwunschenen Wald zu machen, in dem plötzlich drei Rehe zwei Meter vor mir stehen und ich weiß nicht, wer mehr erschrocken ist  ...
Natürlich drehen wir auch eine Runde um die Burg und kehren anschließend wieder zum danebenliegenden Stellplatz zurück. Hier haben sich die Wohnmobile in der Zwischenzeit vermehrt. Als wir ankamen stand nur ein deutsches Wohnmobil hier, jetzt stehen dicht an dicht viele irische Wohnmobile neben unserem (auf dem Bild ganz rechts außen). Wir kommen mit den älteren Leuten ins Gespräch und sie erzählen uns, dass sie an den Wochenenden von Donnerstag Abends bis Sonntags immer gemeinsame Ausflüge machen, um auf der einen Seite etwas neues von ihrem Land zu entdecken und auf der anderen Seite miteinander zu feiern, Sie kennen auch Salzburg - natürlich aus dem Film: "Sound of Music" ...
Die fröhliche Runde singt und lacht bis Mitternacht, dann kehrt Ruhe ein auf Ross Castle ...
Stellplatz Ross Castle
Asphaltierter Parkplatz
WC im Castle
Killarney, Ross Road,
GPS: N 52,04136°   W 9,52955°
 
Bilder: 28.07.2016
 

Bilder: 2. Etappe
1. Etappe3. Etappe
 
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