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Reiseberichte 

Skandinavien 2014: Die Elchtour    (Teil 4) 

Kuchl (A) - Kopenhagen (DK) - Stockholm (S) - Nordkap (N) - Tromsö - Andenes - Lofoten - Trondheim - Trollstigen - Geiranger - Lillehammer - Oslo - Tanumshede (S) - Elchsafari (S) - Brunsbüttel (D) - Nürnberg - Kuchl (9865 km)


16. Juli bis 10. August 2014  9865 km
Übersicht1. Etappe2. Etappe3. Etappe4. Etappe
Vorwort, Statistik, Etappen, Resümee,Auf zum NordkapVom Nordkap zu den LofotenMittelnorwegenVon Oslo nach Hause
 (3965 km)(1509 km)(1722 km)(2669 km)

4. Etappe:

04.08. - 10.08.2014

Bilder: 4. Etappe

 

Oslo - Heddal - Tanumshede (S) - Elchsafari - Esjberg (DK) - Brunsbüttel (D) - Nürnberg - Kuchl (2669 km)
Skandinavienreise 2014 - 4. Etappe 
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
Tag 20Mo. 04.08.2014
Vormittag:
Bewölkt
+ 17° C
Nachmittag:
Leicht bewölkt
+ 20° C
Oslo Pass NOK 290,-- pro PersonStadtbesichtigung Oslo - 7196 km (0 km)
Heute steht also Oslo auf dem Programm. "Üschli" wie wir Norweger sagen.
Unser Oslo-Pass, den wir am Vortag auf einem Campingplatz gekauft haben, aktiviert sich beim ersten Gebrauch und das ist gleich bei der Holmenkollenschanze der Fall, die wir uns heute näher ansehen wollen.
Zu Fuß und dann mit dem Lift geht es ganz hinauf und da hat man dann schon einen besonderen Blick ganz hinunter ...
Im Schimuseum erfahren wir mehr über die Entwicklung der Schanzen, über den Wintersport in Skandinavien und vieles mehr ...
So sehen Sieger aus, aber Springen würde ich mich nie trauen ...
Unser Womo hat heute mal Pause und kann sich ausruhen. Mit dem Zug (Oslo-Pass) geht es dann "runter" in die ca. 640.000 Einwohner zählende Hauptstadt Norwegens.
Wir hatten bisher so viel Glück mit dem Wetter, da darf man über den heutigen Nieselregen nicht jammern. Obwohl, ein bisschen Sonnenschein wär' auch nicht schlecht ...
Wir spazieren die Karl Johans Gate hoch. Interessant wie und was die Norweger so einkaufen. Zum Beispiel das Kondomeriet ...
Wir wenden uns aber den wirklichen Sehenswürdigkeiten zu und besuchen das Schloss.
Der einsetzende Platzregen kann uns nicht beeindrucken, wir sind ja nicht aus Zucker. Weiter geht es zum Rathaus, das bei meinem ersten Besuch mit Sohn Rupert leider geschlossen war.
 
Zwischengeschichtl - Bombenalarm:
Das erst im Jahr 1950 eingeweihte Rathaus ist wirklich einen Besuch wert. Neben dem großen Saal, in dem jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen wird, gibt es weitere interessante Räume, Gemälde und Fresken. Auch der berühmteste Maler Norwegens, Edvard Munch ist mit dem Bild "Leben" vertreten. Mir persönlich ist Munch zu depressiv, also freuten wir uns sehr über den Sonnenschein, der uns beim Verlassen des Rathauses begrüßte. Auf der Meerseite des Rathauses genossen wir die Wärme, ein Eis und beobachteten die Umgebung.
Da fiel uns ein Rucksack auf, der da so mutterseelenalleine vor dem Rathaus stand. Es dauerte auch nicht lange, bis sich Sicherheitsbeamte um das Ding kümmerten. Wenn man an das fürchterliche Massaker eines rechtsextremistischen Attentäters am 22. Juli 2011 zurück denkt, dass 77 unschuldigen Menschen das Leben gekostet hatte und das ganz in der Nähe des Rathauses mit einer Autobombe seinen Ausgang hatte, braucht man sich über die Vorsicht der Sicherheitsbeamten nicht wundern. Wir standen ca. 20 Meter von dem einsamen Rücksack entfernt und ganz wohl war uns dabei nicht. Als die Beamten Verstärkung anforderten, erschien es uns auch besser, das Gelände zu verlassen. Aus etwas größerer Entfernung konnten wir dann noch beobachten, dass der Rucksack abtransportiert wurde. Explodiert ist Gott sei Dank nichts ...
 
Für uns geht es dann - passend - zum Friedensnobelpreiscenter und anschließend per Schiff auf die Museumsinseln weiter. Im Frammuseum, Kon-Tikimuseum, Nosk Martimt Museum und im Vikingskipshuset bestaunen wir vom Wikingerschiff über das Kon-Tiki-Floss, Papyrusboot Ra II, die Forschungsschiffe von Roald Amundsen und Co bis zu den Riesenschiffen der norwegischen Marine. Nach diesem massiven Museumsbesuch und nach so vielen Schiffen, kommt es mir fast vor, als ob der Boden schwanken würde.
Nach den vielen Schiffen geht es zurück zum Festland mit dem Bus. Wir möchten noch das berühmte Opernhaus von Oslo besuchen ...
Ich war schon bei unserem ersten Besuch von diesem 2008 eingeweihten Meisterwerk der Architektur (Architekturbüro Snöhetta - Schneekappe) begeistert. Wie ein schwimmender Eisberg erhebt sich das Gebäude aus dem Oslofjord. Auf weißem Carrara-Marmor kann man vom Wasser bis auf das Dach spazieren und auch im Inneren bieten sich faszinierende Einblicke ...
Zurück zu unserem Stellplatz in der Nähe der Holmenkollenschanze geht es am Abend wieder per Zug. Todmüde fallen wir in unsere Betten ...
 
Stellplatz Holmenkollen 
asphaltierter Parkplatz
kostenlos
N- 0787 Oslo, Holmenkollen
GPS: N 59,98125°   E 10,66888°
Bilder: 04.08.2014 
 
Tag 21Di. 05.08.2014
Vormittag:
Bewölkt
+ 20° C
Nachmittag:
Leicht bewölkt
+ 24° C
Fähre Horten - Moss: € 37,22Fähre Breivikeid - Svensby: € 33,48  
Reisezeit: 09:03 - 22:12 UhrOslo - Heddal - Tanumshede (S)
12 Stunden 09 Minuten7196 - 7343 - 7572  km (376 km)
Ihr interessiert euch nicht für Kunst? Skulpturen sind nur ein Haufen von (alten) Steinen. Dann besucht doch mal den Vigeland- oder Frognerpark in Oslo. Dieses Mal geht es vom Holmenkollen wieder mit dem Wohnmobil (es hatte genug Zeit, um sich auszurasten ...) runter nach Oslo zum kleinen Parkplatz beim Frognerpark. Er zeigt 212 Stein- und Bronzeskulpturen des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland, die von 1907 bis 1942 entstanden sind und den Kreislauf des menschlichen Lebens symbolisieren. Begleitet uns ins Museum bis hin, durch den Park zum großen Monolith ...



Da wir noch ein bisschen Zeit haben und ein bisschen Lust auf Norwegen haben, machen wir einen „kurzen“ Abstecher nach Heddal zur dortigen, sehr bekannten Stabskirche. Schön von vorne und schön von hinten ...
Und weil es gerade so schön ist, fahren wir gleich weiter und freuen uns wieder einmal über einen schönen Wasserfall ...
Und da es immer schöner wird, schippern wir von Horten mit der Fähre über den Oslofjord nach Moss.

Danach geht es weiter und wir verlassen ein wenig wehmütig und mit einem weinenden Auge Norwegen. Die schon bekannte E6 weist uns den Weg nach Tanum in Schweden.

Das Navi führt uns allerdings leider in die Irre: Wieder einmal auf einen geschotterten Bergweg. Das ist nicht so schön. In der Dämmerung finden wir Gott sei Dank noch einen halbwegs geeigneten Umkehrplatz am weichen Waldboden. Tragisch ist das nicht, weil wir ja immer noch Urlaub haben. Außerdem hat sich das Wetter wieder wesentlich gebessert und die Abendstimmung ist auch in Schweden absolut nicht von schlechten Eltern ...
Dank Sonja und meinen Fahrkünsten ;-)) erreichen wir dann ohne Probleme den Parkplatz beim Vitlyckemuseum (Felszeichnungen). Probleme gibt’s aber trotzdem, es leuchtet nämlich ein kleines Öllämpchen bei meinem Womo ganz rot auf und eine Meldung sagt mir: „Motoröl wechseln lassen …“. Jetzt habe ich doch extra in Anbetracht unserer geplanten Reisen, im Februar ein großes Service machen lassen. Aber für heute bin ich müde und morgen ist auch noch ein Tag (l.m.a.A. ihr lieben Sorgen …).
 
Übernachtungsplatz Vitlycke Museum 
geschotteter Parkplatz
kostenlos
S-45793 Tanumshede, Vitlycke 2,
GPS: N 58,69569°   E 11,33750°
Bilder: 05.08.2014
 
Tag 22Mi. 06.08.2014
Vormittags:
Heiter
+ 23" C
Nachmittag:
Heiter
+ 23° C
Fähre Hesingbor (S) - Hesingör (DK): € 101,19  
Reisezeit: 08:40 - 21:01 UhrTanumshede (S) - Elchfarm - Korge (DK)
12 Stunden 21 Minuten 7572 - 7930 - 8098 km (526 km) 
 
ÖldruckkontrolllampeZwischengeschichtl - Stellnachbarn:
Da leuchtet also nun das rote Öllämpchen bei meinem Fiat Ducato. Dieses Fahrzeug ist erst zwei Jahre alt und im Februar habe ich das erste große Service machen lassen. Natürlich habe ich jetzt sofort die Gebrauchsanweisung gelesen und das Öl kontrolliert - beides in Ordnung. Das blinkende Öllämpchen und die nette Aufforderung: "Motoröl von Fachwerkstatt wechseln lassen ..." bleiben aber leider. Also rufe ich meine nette Fachwerkstätte an und erfahre hier, dass das Ganze nicht so tragisch ist. Ich sollte mit ruhigem Gewissen nach Hause fahren und dann würden sie sich das mal in Natura ansehen. Aja, wie weit hätte ich denn noch bis nach Hause? Naja, so ca. 2000 Kilometer ... Aha, das ist doch noch ein bisschen weit, aber trotzdem nach Hause fahren und wenn das rote Lämpchen nicht mehr blinkt und dauerleuchtet, dann vielleicht noch einmal anrufen ...
Also fahre ich weiter - mit ruhigem Gewissen kann man zwar nicht sagen, aber ich fahre weiter. Die blinkende Kontrollleuchte und die, in regelmäßigen Abständen kommende Aufforderung zum Ölwechsel beruhigen mich nicht wirklich. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier - ich auch. Nach ein paar hundert Kilometern blinkender Kontrollleuchte, habe ich mich schon fast daran gewöhnt. Ich zähle sogar schon die Intervalle.
Wir kommen ohne Motorschaden wirklich bis nach Hause, wo ich natürlich sofort den Ölwechsel in der Fachwerkstätte durchführen lasse. Wie man es mir als völligen Laien erklärt, vermischt sich durch einen Fehler, der Treibstoff Diesel mit dem Öl und verunreinigt dieses - quasi ein bekanntes Problem. Für gut € 200,-- wird die Software aktualisiert und korrigiert, der Ölfilter und das Öl gewechselt. Beim nächsten Werkstättenbesuch soll die Software erneut ausgelesen werden, um etwaige Fehler zu erkennen.
Seitdem geht mir das Blinken der Ölkontrolle fast schon ab ...
 
Heute wollen wir uns also nach dem Frühstück den 3000 Jahre alten Felsritzungen in der Gegend von Tanum in Schweden widmen. Direkt beim Institut haben wir gestern schon ein paar dieser Zeichnungen gesehen. Heute geht es ein paar Meter weiter zum Parkplatz Aspeberget. Hier kann man auf einem schön angelegten Rundweg die interessanten Gestalten, Schiffe, Tiere usw. aus der Bronzezeit gut betrachten. Weiter geht es nach Litsleby, (hier könnte man auch gut übernachten) wo uns ein großer Krieger empfängt ...
Wir brummen weiter. Irgendwann müssen wir halt doch ein paar Kilometer in Richtung Heimat zurück legen. Auch trotz rot blinkender Ölwarnleuchte kommen wir gut voran. Unser nächstes Ziel ist die Elchfarm in Markaryds. Als wir dort eintreffen, ist es schon fast 17:00 Uhr. Hoffentlich bekommen wir noch ein paar Elche zu sehen. Für einen Eintritt von nicht ganz € 9--, fährt man hier mit dem eigenen Fahrzeug eine Runde durch ein abgesperrtes Gebiet und kann dabei Elche und Bisons vor die Linse bekommen. Obwohl das Aussteigen strengstens verboten ist, kommen die Tiere teilweise so nah, dass man sie sogar - wenn man sich traut - angreifen kann.
So, jetzt habe ich also meine Elche aus nächster Nähe betrachten können und ich muss sagen: Beeindruckend! Wir sind sogar eine zweite Runde mit unserem Womo durch das weitläufige Gelände gefahren. Eingekauft haben wir im dazugehörenden Shop auch: Massenhaft Elchiges ...
 

Nach diesem Erlebnis fahren wir in Richtung Küste und dann mit der Fähre von Helsingbor (S) nach Helsingör (DK). Sonja kann bei der Überfahrt sogar Delphine sichten.
Danach finden wir bei schöner Abendstimmung, unterhalb von Kopenhagen in Koge, wieder einmal einen schönen Übernachtungsplatz, ganz ohne Stellplatz-, Reise- oder sonstigem -führern.
Wir parken unser Womo direkt am Meer, vor einem Vogelschutzreservat und verbringen eine ruhige, einsame und erholsame Nacht ...
Übernachtungsplatz vor Vogelreservat 
asphaltierter Parkplatz 
kostenlos 
DK-4600 Koge, Ölby,
GPS: N 55,49064°   E 12,19989°
Bilder: 06.08.2014
 
Tag 23Do. 07.08.2014
Vormittags:
Bewölkt
+ 18" C
Nachmittag:
Auflockernd
+ 20° C
Brückenmaut Korsör: € 48,29  
Reisezeit: 10:26 - 21:00 Uhr
Korge (DK) - Esbjerg - -Brunsbüttel (D)
10 Stunden 34 Minuten8098 - 8373 - 8621 km (523 km)
Wir haben herrlich ruhig geschlafen - in der Früh haben uns die Wasservögel geweckt und das ist gut so, denn nun kann ich den Vormittag für einen Spaziergang im Vogelreservat nützen. Dem Reservat vorgelagert ist ein künstlich angelegter Damm in T-Form. Hier ist das Wasser schwarz, als ob eine Ölpest stattgefunden hätte. Aber wie mir ein kundiger Vogelkundler erklärt, handelt es sich um eine bestimmte Algenart, die um diese Jahreszeit normal ist.
Heute geht es weiter in Richtung Deutschland, aber dieses Mal auf dem Landweg über Brücken. Zwischenstopps lockern die Fahrt auf - also besuchen wir in Esjberg (DK) die 1994 aufgestellte und neun Meter hohe Skulpturengruppe "Der Mensch am Meer".  
 
Und weil wir schon mal da sind, nutzen wir wie kleine Kinder das Wattenmeer, um unsere Füße mit dem Schlamm dreckig zu machen ...
 

Weil wir Zeit haben, fahren wir nicht auf der Autobahn, sondern auf Landstraßen nach - tja, wohin wollen wir heute eigentlich? Ein Blick auf die Landkarte und es ist klar - Ich will nach Brunsbüttel! Warum? Keine Ahnung - einfach, weil mir der Name so gut gefällt ...
Auf dem Weg dahin lockert das Wetter auf und wir erleben - wieder einmal - eine wunderbare Abendstimmung. Obwohl ich mich von Sonnenauf- bzw. -untergängen nicht sattsehen kann, habe ich dieses Mal aus Platzgründen auf die Bilder verzichtet ...
In Brunsbüttel - Neufeld sind wir an der Elbemündung angelangt. Ein netter deutscher Camper verweist uns auf den offiziellen Stellplatz der Gemeinde. Hier neben dem Yachthafen haben wir einen wunderbaren Blick auf das Elbedelta. Im Vordergrund grasen und blöcken unzählige Schafe und schnattern Gänse, im Hintergrund ziehen die großen Schiffe und Frachter vorbei in die Nordsee hinaus. Außerdem können wir mit dem Hafenmeister einen langen "Schnack" führen ...
 
Öffentlicher Stellplatz 
Wiese/geschottert; V + E, Dusche, WC,
€ 6,-- pro Nacht (ohne Strom und Entsorgung)
D-25724 Brunsbüttel, Neufeld,
GPS: N 53,90658°   E 9,01914°
Bilder: 07.08.2014
Tag 24Fr. 08.08.2014
Vormittags:
Heiter
+ 24" C
Nachmittag:
Heiter
+ 26° C
Fähre Elbe Glückstadt - Wischhafen: € 17,50  
Reisezeit: 09:39 - 18:01 UhrBrunsbüttel - Bad Salzuflen
8 Stunden 22 Minuten8621 - 8966 km (345 km)
 Nach anfänglichem Frühnebel zeigt sich in Brunsbüttel (der Name wird mir lange nicht mehr aus dem Sinn gehen ...) bald die Sonne und wir nützen dies, um wieder einmal im Freien zu Frühstücken. So ein offizieller Stellplatz ist auch mal ganz nett: Man findet vielwissende Gesprächspartner und kann die doch etwas enge Brause im Wohnmobil mit einer normalen Dusche tauschen. Die Anlagen hier sind sehr sauber und die 6 Euro für eine Nacht ein Klacks ...
Der nette pensionierte Hafenmeister schaut auch heute wieder vorbei und gibt uns gute Ratschläge für die Weiterfahrt.
 Wir nehmen in Brunsbüttel die kostenlose Fähre über den Kanal und schippern anschließend in Glückstadt mit einer weiteren Fähre über die Elbe. Auf dem Weg bleiben wir immer wieder mal stehen, um uns z.B. die Deichbauten anzusehen oder sonstige Besonderheiten aus der Nähe zu betrachten.
Vorbei geht es an Hamburg in Richtung Bad Salzuflen. Dort besuchen wir zum ersten Mal langjährige Freunde - die Familie Thiemann, die seit über 50 Jahren ihren Urlaub in unserer schönen Heimat Kuchl verbringen. Die Wiedersehensfreude ist groß und so verbringen wir einen wirklich netten Abend im Landkreis Lippe.
 
 
Übernachtungsplatz Bad Salzuflen 
asphaltierter Parkplatz
kostenlos
D-32105 Bad Salzuflen
privat
Bilder: 08.08.2014 
 
Tag 25Sa. 09.08.2014
Vormittags:
Heiter
+ 24" C
Nachmittag:
Heiter
+ 26° C
Reisezeit: 09:31 - 17:33 UhrBad Salzuflen - Nürnberg
08 Stunden 02 Minuten8966 - 9471 km (505 km)
Nach dem gemeinsamen Frühstück und dem Besuch auf dem Friedhof, müssen wir leider von der Familie Thiemann wieder Abschied nehmen. Aber wir werden uns sicher wieder in Kuchl beim nächsten Urlaub treffen ...
Nun heißt es wieder ein paar Kilometer hinter uns bringen. Dieses Mal geht es über Autobahnen bis nach Nürnberg. Sonja wollte schon immer mal wegen der berühmten Lebkuchen dort hin. Für diese Süßigkeit haben wir zwar momentan die falsche Jahreszeit, aber wir besuchen Nürnberg trotzdem. Unser Wohnmobil stellen wir auf einem der städtischen Stellplätze (Super-Einrichtung!) am Wöhrder-See ab und spazieren eine gute halbe Stunde in die Innenstadt.
Nach der Besichtigung gönnen wir uns ein spezifisches Abendessen mit Bratwürstel und Stelze. Danach wieder zu Fuß zurück zu unserem Wohnmobil, das in der Zwischenzeit von italienischen Campern vollständig eingeparkt wurde ...
 
 
 
Stellplatz Holmenkollen 
asphaltierter Parkplatz
kostenlos
N- 0787 Oslo, Holmenkollen
GPS: N 59,98125°   E 10,66888°
Bilder: 09.08.2014 
 
Tag 26So. 10.08.2014
Vormittags:
Sonnig
+ 27" C
Nachmittag:
Sonnig
+ 29° C
Reisezeit: 09:56 - 18:00 UhrNürnberg (D) - Kuchl (A)
08 Stunden 04 Minuten9471 - 9865 km (394 km)
Auch den letzten Tag lassen wir gemütlich angehen. Unsere italienischen Nachbarn haben uns um 05:00 Uhr in der Früh bereits verlassen und so steht einer Heimfahrt nichts im Wege. Allerdings stehen wir dann auf der Autobahn: Extrem viel Verkehr und zahlreiche Staus. In München fahren wir ab und besuchen unsere Verwandten in Starnberg, um uns bei einem gemütlichen Mittagessen im Biergarten von der Fahrt zu "erholen". Bei der Weiterfahrt geht es zum Teil über Landstraßen durch Südbayern, um den Staus auf der Autobahn zu entgehen. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir unseren Heimatort Kuchl. Nach dem Ausräumen und Versorgen des Wohnmobils und nach genau 9865 gefahrenen Kilometern zeigt der Tacho unseres Fiat Ducato genau einen Gesamtstand von 47.500 an ...
 

Reise-Resümee:

Zum ersten Mal hatten wir mehr als zwei Wochen Zeit für eine Reise. Noch einmal einen ganz großen und herzlichen Dank an Rupert jun. Marlene, Thomas, Maria und Marie-Luise, dass sie uns durch ihre Mithilfe ermöglicht haben, gut dreieinhalb Wochen in der Weltgeschichte herum zu gondeln ...
Nach diesen dreieinhalb Wochen hatte ich im Gegensatz zu unseren bisherigen Reisen aber auch zum ersten Mal das Gefühl, dass der Urlaub ruhig noch ein bisschen länger dauern könnte und das Heimweh hielt sich in Grenzen. Das alleine zeigt schon, dass uns diese Skandinavienreise sehr gut gefallen hat ...

Wenn wir nun von unserer Reise erzählen, kommt leider über kurz oder lang (meistens sofort ...) die Frage: "Wie viele Kilometer seid ihr gefahren" und wenn wir wahrheitsgemäß darauf antworten, folgt fast immer: "Um Gottes Willen, wie könnt ihr euch das nur antun ..." Nur kurz dazu Folgendes vorweg: Nein, die lange Strecke war überhaupt kein Problem (bis auf die Treibstoffkosten ... ;-)). Im Gegenteil, wenn wir ins Wohnmobil einsteigen, beginnt für uns der Urlaub - quasi leben wir den Spruch: Der Weg ist das Ziel. Ich fahre gerne und Sonja hat dieses Mal das Wohnmobil auch einige Kilometer lang gelenkt. Außerdem haben wir Zwei uns immer noch sehr viel zu sagen und zu besprechen. Aus diesem Grund verfliegt die Zeit wie im Fluge und die Zwischenstopps sorgen für angenehme Unterbrechungen der Reise.

Aber nun zu unserer Elchtour 2014 - Was bleibt von dieser Skandinavienreise wirklich im Kopf: Zuerst einmal die Wahnsinnsfahrt zum Nordkap - das werden wir unser Lebtag lang nicht mehr vergessen! Neben interessanten Stadtbesichtigungen dann die wunderschöne Natur, sehr viel Natur: Wald so weit das Auge reicht, begleitet von Wasser in allen möglichen Formen, von stillen Seen, tiefen Fjorden, wilden Flüssen und tosenden Wasserfällen. Daneben ragen steile Berge in die Höhe und verleihen dem Ganzen etwas Majestätisches. Man erlebt diese Natur hautnah, trifft bzw. sieht Rentiere, Elche, Dachse, Füchse, Wale, tausende Vögel und auch die Flora ist einzigartig. Die bereisten Landschaften sind so schön und vielfältig, dass man schnell ins Schwärmen gerät. Besonders dann, wenn ich an die kitschigen Abendstimmungen und Wolkengebilde denke. Aber man kann es gar nicht richtig in Worte fassen, sondern man muss es ganz einfach selbst erleben.
Das Wetter war absolut angenehm, wir haben es als (für unsere Heimat) sommerlich normal empfunden. Die Norweger sprachen von einer außergewöhnlichen Hitzewelle. War es einmal für kurze Zeit bewölkt oder regnete es sogar, dann bescherte uns das trotzdem beeindruckende Bilder und mystische Momente.
Die Sorge vor Gelsenschwärmen war völlig unbegründet. In Norwegen haben zum Beispiel nur zwei Exemplare dieser Gattung mein süßes Blut gekostet, hingegen zählte ich nach nur einem Abend in Deutschland 26 Gelseneinstiche an mir. Ohne von Vorurteilen belastet zu sein, haben wir die Erfahrung gemacht, dass diejenigen Norweger, die wir getroffen haben, auf keinen Fall unfreundlich, aber doch eher wortkarg und etwas kühl in der Kommunikation gewesen sind. Nichts desto trotz, ist Norwegen ein Paradies für Wohnmobilreisende: Saubere Parkplätze an jeder Ecke mit ebenso sauberen Sanitäranlagen. Ver- und Entsorgungen findet man ebenfalls vieler Orts. Frei Übernachten mit Hausverstand ist fast überall möglich.

Wir haben also schon ein bisschen von Skandinavien gesehen und uns in diese Landschaften verliebt, der Großteil - besonders Süd- und Fjordnorwegen wartet aber noch auf uns und wir werden sicher wieder kommen - quasi die Vorfreude ist jetzt schon riesengroß ...
 
 

 
Bilder: 4. Etappe
3. EtappeÜbersicht
 
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