Gästebuch
 Startseite nach rechts Reiseberichte nach rechts Skandinavien: Die Elchtour nach rechts 3. Etappe

Reiseberichte 

Skandinavien 2014: Die Elchtour    (Teil 3) 

Kuchl (A) - Kopenhagen (DK) - Stockholm (S) - Nordkap (N) - Tromsö - Andenes - Lofoten - Trondheim - Trollstigen - Geiranger - Lillehammer - Oslo - Tanumshede (S) - Elchsafari (S) - Brunsbüttel (D) - Nürnberg - Kuchl (9865 km)


16. Juli bis 10. August 2014  9865 km
Übersicht1. Etappe2. Etappe3. Etappe4. Etappe
Vorwort, Statistik, Etappen, Resümee,Auf zum NordkapVom Nordkap zu den LofotenMittelnorwegenVon Oslo nach Hause
 (3965 km)(1509 km)(1722 km)(2669 km)

3. Etappe:

29.07. - 03.08.2014

Bilder: 3. Etappe

 

Lofoten  - Bodo - Polarkreis - Laksfossen - Bergsasen - Trondheim - Trollstigen - Geiranger - Lom - Lillehammer - Holmenkollen (1722 km)
Skandinavienreise 2014 - 3. Etappe 
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
Tag 14Di. 29.07.2014
Vormittag:
Bewölkt
+ 17° C
Nachmittag:
Sonnig
+ 20° C
Fähre Moskenes - Bodo: € 208,35Dauer der Fähre ca. 4 Std.
Reisezeit: 09:45 - 21:22 UhrA - Polarkreis (Rana)
11 Stunden 37 Minuten5474 - 5652 km (178 km)
 
Heute verlassen wir die wirklich schönen Lofoten, nur eins ärgert mich: Ich wollte die Gegend unbedingt von oben sehen. Aber leider ist sich die Wanderung aus Wettergründen nicht ausgegangen. Na gut, man kann ja nicht alles haben ...
Um 10:30 Uhr soll die Fähre auf das Festland ablegen, pünktlich um 09:00 Uhr stehen wir am Fährhafen von Moskenes. Viele andere Fahrzeuge stehen auch schon hier und auch die Fähre liegt ganz ruhig vor Anker. Überhaupt ist es sehr ruhig hier: Kein Mensch auf der Fähre zu sehen, kein Fährenbeamter, der Tickets verkauft - nichts! Bei einem ruhigen Spaziergang, erblicke ich auf einem Container zwei Zettel und dann wird mir alles klar. Unsere Fähre hat einen Schaden und die nächste fährt erst um 14:00 Uhr. Also heißt es warten. Ich schreibe meine Berichte und beobachte die anderen wartenden Reisenden, und Sonja? Eh klar - sie bastelt ...
Nach dem Mittagessen - pünktlich um 14:00 Uhr geht es dann aber doch los. Sonja bastelt auf dem Schiff weiter und ich fotografiere alles Mögliche, damit mir während der fast vier Stunden nicht fad wird. Im Hafen von Bodo öffnet sich direkt vor unserem Wohnmobil das Maul der Fähre und wir sind die Ersten, die das Schiff verlassen ...
 
So, nun haben wir also das Festland trockenen Fußes wieder erreicht. Ein paar Kilometer außerhalb von Bodo besuchen wir "Saltstraumen". Hier kommt es in einer Meerenge zum weltweit größten Gehzeitenstrom. Wir erwischen es wieder einmal - ausgezeichnet: Das Wasser bildet einen starken Strom und es bilden sich beeindruckende Strudel. Gott sei Dank stehen wir am Ufer unter der hohen Brücke und können so ungefährdet das einzigartige Naturschauspiel bewundern.
Weil man auf den Bildern die gewaltigen Strudel und Ströme nicht wirklich gut erkennen kann, haben wir versucht ein kleines Filmchen zu drehen: Einfach auf das linkstehende Symbol klicken ...
Bei der Weiterfahrt wird es wieder ein bisschen gebirgiger. Oder sagen wir eher: hügeliger - haben wir bisher so nicht gesehen. Interessant, wie unterschiedlich die Gegenden sein können ...
Gegen halb zehn Uhr erreichen wir den Polarzirkel. Kurz bevor das Informationszentrum schließt, schauen wir noch schnell in die Gesichter toter, ausgestopfter Tiere und kaufen ein bisschen ein. Der nette Ladenbesitzer spricht zwar nicht viel, macht aber freundlicherweise ein paar Bilder von uns. Danach gehen wir ein bisschen spazieren und begutachten die geschätzten tausende Steinmännchen. Wie es so meine Art ist, möchte ich in der Masse künstlerisch auffallen und versuche mit mäßigem Erfolg, selbst ein Steinmännchen - aber in umgekehrter Art und Weise (ganz kleiner Stein am Boden und immer größer werdend ...) zu bauen. Hier am Polarkreis wird es in der Nacht noch immer nicht finster, aber zumindest ein bisschen dunkler. Ich grille uns zarte, norwegische Filets und bereite mich seelisch auf meinen morgigen Geburtstag vor ...
 
Stellplatz Polarzirkel 
asphaltierter Parkplatz
N-8630 Rana, Artic Circle
WC im Informationszentrum, Mülleimer, kostenlos
GPS: N 66,55148°   E 15,32056°
Bilder: 29.07.2014 
 
Tag 15Mi. 30.07.2014
Vormittag:
Regen
+ 19° C
Nachmittag:
Heiter
+ 23° C
Fähre Bjorkli - Lyngneidel: € 45,65Fähre Breivikeid - Svensby: € 33,48  
Reisezeit: 09:21 - 23:45 UhrPolarkreis - Laksfossen - Bergsasen - Verdal
14 Stunden 24 Minuten5652 - 5854 - 6116 - 6206  km (554 km)
Eine Frechheit: Heute in der Früh - an meinem Geburtstag (!) regnet es - unfassbar, es stürmt sogar! Aber wir dürfen uns gar nicht beschweren. Eigentlich stellt man sich ja vor einer Skandinavienreise schon auch auf Regen, Nebel und dergleichen ein und so sind wir positiv über den bisherigen Wetterverlauf erfreut. Nach dem wir es in den letzten Tagen kilometermäßig eher ruhig angehen ließen, wollen wir nun wieder ein schönes Stück in Richtung Süden auf der E6 schaffen. Mehrere im Einsatz befindliche Feuerwehrfahrzeuge erinnern uns daran, dass der Weg das Ziel ist und dass wir vorsichtig fahren ...
Mal sehen, welche Strecke wir heute schaffen? Natürlich dürfen dabei - wie immer - interessante Zwischenstopps nicht fehlen. Zum Beispiel: Der Laksfossen liegt kurz vor dem Tor zur Trondelag - oder umgekehrt (je nach Reiseroute): Dem Tor zu Nordnorwegen. Wir wandern trotz nasser Steine runter zum Wasserfall und weil heute ja mein Geburtstag ist, sehe ich sogar Lachse springen. Ein schönes Geschenk der Natur und natürlich bekomme ich auch von meiner allerliebsten Gattin ein nettes Teil, über das ich mich sehr freue und zusätzlich meinen Geburtstagspudding ....
Zwischengeschichtl - Irregeleitetes Navi:
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Kommandant einer Freiwilligen Feuerwehr in Kuchl (A) wundere ich mich immer wieder über, durch Navi's fehlgeleitete LKW's. Die meist ausländischen Lenker fahren teilweise auf Straßen, da hätte so mancher mit einem PKW schon so seine Schwierigkeiten. Wir - von der Feuerwehr - können sie dann aus der Wiese oder aus dem Schnee heraus ziehen und auf sichere Straßen geleiten. Haben denn diese LKW-Lenker keinen Hausverstand. Fragen kann ich sie oft nicht, weil sie mich meistens nicht verstehen. Und jetzt ist mir das fast selber passiert ...

Wir verfahren uns. Eigentlich verfahre ich mich, denn Susi, unser Navi, kann dieses Mal nichts dafür und Sonja sowieso nicht. Ich habe die Koordinaten falsch berechnet. Vielleicht hätte ich das Geburtstagsbier „Magners“ (ein Geschenk meines Sohnes) nicht trinken sollen? Nein, Blödsinn: Ich habe mich ganz einfach verschaut und so führt uns Susi fünf Kilometer steil hoch auf einem Schotterweg in die Wildnis. Schotterwege sind wir schon öfters hier in Skandinavien gefahren, aber als die Straße immer schmäler und steiler wird, ist mir nicht mehr ganz wohl in meiner Haut. Sonja krallt sich sowieso schon seit einiger Zeit krampfhaft am Sitz fest.
Gott sei Dank findet sich hier ein Umkehrplatz, an dem ich in letzter Sekunde eine Elchkuh im Wald verschwinden sehe. Großartig! Unser zweite Elchsichtung an diesem Tag. Schon eine halbe Stunde vorher hat Sonja am Waldesrand einen jungen Elch gesehen und auch ein (etwas sehr verschwommenes) Foto gemacht. Zwar geht alles sehr schnell und der erhebende Anblick dauert nur Sekunden – aber immerhin. Das macht Lust auf mehr und wir begeben uns nach dem Besuch eines weiteren Wasserfalls auf Erkundungstour. Wir schnüren leider nicht unsere wasserdichten Bergschuhe, sondern latschen mal schnell mit unseren normalen Halbschuhen gegen 20:00 Uhr los. Der Weg führt uns  zu den „Bergsasen“ im Nationalpark Gressamoen. Wir bewegen uns flüsternd und so, wie ich es mir von einem Jäger oder Elchforscher vorstelle: Durch den Wald pirschend, entdecken wir die Losung der Elche, finden ihre Zeichen und Fährten am weichen Boden, hören sie Rohren und Schaben, nur gesehen haben wir hier keinen. Trotzdem ist die zweieinhalbstündige Wanderung zu einem Bergsee auf einem Naturlehrpfad wunderschön. Obwohl sich das Wetter wieder wesentlich gebessert hat, erreichen wir gegen 22:30 Uhr pischtepatschenass unser Womo. Nach dem Frischemachen geht es noch ein Stückchen weiter und da: Eine große Elchkuh steht am Wegesrand: Obwohl es jetzt schon wieder in der Nacht finster wird, versuche ich ein paar Bilder zu machen, bevor sich das große Tier in seiner eigentümlichen Art wieder in den Wald verabschiedet. In Hochstimmung fahren wir weiter und sehen nach wenigen Kilometern den König am Straßenrand: Ein riesiger, grob geschätzter 500 kg Elch steht auf einem Felsen – fast wie im Film. Er hebt kurz sein mächtiges Geweih und verschwindet majestätisch ebenfalls im Wald. Bumm – fünfzehn Tage Urlaub nichts und dann an meinem Geburtstag gleich vier Elche – wir sind beeindruckt.
 
 
Übernachtungsplatz vor einem Golfplatz 
geschotteter Parkplatz
kostenlos
N-7650 Verdal
GPS: N 66,55148°   E 15,32056°
Bilder: 30.07.2014
 
Tag 16Do. 31.07.2014
Vormittags:
Nieselregen
+ 20" C
Nachmittag:
Heiter
+ 22° C
Reisezeit: 09:15 - 21:52 UhrVerdal - Trondheim - Slettafossen
12 Stunden 37 Minuten 6206 - 6317 - 6588 km (382 km) 
Wir haben gestern - an meinem Geburtstag (ich freu mich so ...) drei springende Lachse und vier Elche gesehen. Eigentlich könnten wir unsere Reise jetzt abbrechen und nach Hause fahren ...
Nein, Scherz: Natürlich werden wir die noch verbleibende Zeit nutzen und das schöne Land weiterhin erkunden.
Nach dem wir von den fleißigen Arbeitern der Golfanlage geweckt werden, schaffen wir die 111 Kilometer nach Trondheim locker und begeben uns zur Stadtbesichtigung.
 
Trondheim, die mit 183.000 Einwohnern drittgrößte Stadt Norwegens, empfängt uns mit leichtem Nieselregen und einem Mittelalterfest neben dem Nidarosdom.  
 
Wir haben unerwartetes Glück: Es findet eine große Landwirtschaftsmesse mit vielen norwegischen Produkten statt. In den Zelten gibt es zahlreiche Kostproben von Elch, Ren- und sonstigem Fleisch, von allen möglichen und unmöglichen Käsesorten, Meerestieren, Getränken und was weiß ich noch alles. Als wir mit dem Durchkosten durch sind, ist der Bauch bummvoll und wir sind froh, dass wir ein paar Schritte zu Fuß zu unserem Wohnmobil zurück gehen können ...
 
Eigentlich sollte es laut Plan von Trondheim direkt in Richtung Oslo gehen. Wir liegen allerdings so gut in unserem Zeitplan, dass wir nach kurzer Beratung (es ist schon gut, wenn man fast immer einer Meinung ist ...) unsere Pläne über den Haufen werfen und in Richtung Westnorwegen abbiegen. Wir wollen zur Adlerstraße ...  
 
Über die schönen Landschaften mag ich schon gar nicht mehr schreiben - sollen doch die Bilder für sich selber sprechen. Am Abend finden wir einen lauschigen Übernachtungsplatz direkt neben dem rauschenden Slettafossen-Wasserfall.
 
Übernachtungsplatz Wasserfall Slettafossen 
asphaltierter Parkplatz 
kostenlos 
N-6330 Verma
GPS: N 62,32483°   E 8,07841°
Bilder: 31.07.2014
 
Tag 17Fr. 01.08.2014
Vormittags:
Nieselregen
+ 20" C
Nachmittag:
Heiter
+ 26° C
Reisezeit: 10:33 - 20:36 Uhr
Slettafossen - Trollstigen - Geiranger - Ottadal
12 Stunden 3 Minuten6588 - 6638 - 6704 - 6764 km (176 km)
Sonja hat gesagt, das Rauschen des Wasserfalls in der Nacht beruhigt und dafür haben wir in der Früh einen wunderschönen Anblick auf die Wassermassen, wenn sie in der Morgensonne in die Tiefe stürzen. Mit dem Rauschen in der Nacht hat sie absolut recht gehabt, mit der Morgensonne eher weniger, quasi überhaupt nicht! Der Regen prasselt auf unser Womodach und über dem Wasserfall liegt dichter Nebel. Trotzdem wandern wir ein bisschen rund um den Wasserfall und begutachten den Souvenirladen. Wir haben Zeit und lassen uns Zeit. Irgendwann brechen wir dann doch auf, denn wir wollen heute ja noch hoch hinaus auf die Trollstigen und die Adlerstraße. Der Himmel weint weiter und die Bäche stürzen hoch von den Felsen herab, auf zu den Trollstigen.
Diese 1936 erbaute Straße (ein Teil der Provinzstraße 63) hat es wirklich in sich. Elf Haarnadelkurven mit etwa zwölf Prozent Steigung führen teilweise einspurig auf ca. 700 Meter hoch. Das Fahren mit dem Womo ist nicht wirklich ein Problem, speziell wenn man hinter einem Bus nachfährt. Wir haben schon viel ärgere Straßen befahren. Aber die Art wie die Straße in die steile Felswand angelegt wurde und die landschaftliche Umgebung, mit einem gigantischen und mehreren kleineren Wasserfällen ist schon mehr als beeindruckend. Auf der Passhöhe ist eine sehr ansprechende Aussichtsplattform angelegt und wir freuen uns sehr darüber, dass für ein paar Minuten der dichte Nebel sich lichtet und sogar die Sonne hervorlugt.

Sonja meint es gut mit mir, nur beim nebenstehenden Gulasch hat sie leicht übertrieben. Ich bin heilfroh, dass ich mit dem vollen Bauch auf den nächsten Pass rauf komme. Danach geht es wieder runter nach Valldal, wo wir mit der Fähre nach Eidsdal übersetzen. Auf einem Teil der berühmten Adlerstraße, die 1955 eröffnet wurde, geht es über Serpentinen hoch hinauf, um danach wieder steil runter, in vielen Serpentinen, zum berühmten Geirangerfjord hinab zu führen.
 
Zwischengeschichtl - Sonja verschwunden (II):
Wir nähern uns Kurve um Kurve dem Tal, indem der, seit 2005 zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden und 15 Kilometer langen Geirangerfjord, liegt. Ich fahre sehr langsam: Erstens - weil die Straße steil und die Kurven eng sind und Zweitens: weil ich die Aussicht genießen will, soweit es die Fahrsicherheit zulässt. Ich bin begeistert! Sonja ist noch mehr begeistert. Plötzlich in einer Kurve, reißt sie die Beifahrertür auf - ruft mir noch zu (dieses Mal habe ich sie sogar verstanden ...) "Warte hier, ich mach nur ein paar Fotos und komm gleich wieder ...", schmeißt die Tür zu und - schwupps, weg ist sie wieder einmal ...
Man stelle sich die Situation mal bildlich vor: Ich stehe mit meinem fast 7 Meter langen Wohnmobil in einer Kurve auf der steilabschüssigen Straße, die gerade für zwei PKWs Platz hat, es herrscht reger Ausflugsverkehr und meine ansonsten allerliebste Gattin ist kurz mal verschwunden. Rupert - jetzt heißt es erst einmal überlegen! Zuerst fahre ich ca. 20 Meter weiter, alleine schon deswegen, um aus dem Gefahrenbereich der Kurve zu kommen. Auf einer Geraden wartend sehe ich Sonja im flotten Laufschritt von hinten nahen. Ebenfalls von hinten kommt aber auch ein Reisebus daher. Das Gleiche (ich meine einen zweiten Bus und nicht meine Gattin …) spielt sich auf der Gegenfahrbahn ab. Was bleibt mir auf der engen Straße anderes übrig, als ein paar 100 Meter weiter zu rollen, wo ich endlich knapp am Straßenrand Platz finde. Als Sonja nach einiger Zeit nach kommt, ist sie zwar außer Atem aber glücklich, schöne Bilder vom Geirangerfjord gemacht zu haben. Und nach einer kurzen Strafpredigt meinerseits, bin ich glücklich, dass ich sie wieder bei mir habe ...
Wir verbringen einen schönen Nachmittag im touristischen Geiranger, schlendern durch die Straßen, schauen dem Riesenschiff und seinen Passagieren zu und genehmigen uns Kaffee und Eis. Danach geht es wieder rauf - von der Tourismusstadt in die Natur der Gebirge. Wir sind dem Gletscher nahe und die Gegend mit den Bergen, mit Seen und Bächen sowie zarten Blumen ist noch einmal traumhaft.
Langsam gleiten wir wieder ins Tal verlassen das Hochgebirge. Das Land wird flacher, das Tal wird breiter, Flüsse werden zu Seen und wir finden an der Mündung eines Wildbaches in einen See ein ruhiges Übernachtungsplätzchen. Ideal für unsere Zweisamkeit ...
 
Wiesenweg neben Bach und See 
geschottert
kostenlos
N-2670 Otta
GPS: N 61,94713°   E 7,85144°
Bilder: 01.08.2014
Tag 18Sa. 02.08.2014
Vormittags:
Wechselhaft
+ 19" C
Nachmittag:
Wechselhaft
+ 21° C
Reisezeit: 11:30 - 19:30 UhrOttadal - Lom - Lillehammer
8 Stunden6764 - 6803 - 6986 km (222 km)
Lange schlafen, ein bisschen fischen - ach, wie kann Urlaub schön sein. Und dann besuchen wir die Stabkirche in Lom. Unsere "erste" Stabkirche ist eine der größten von nur mehr 33 Stabkirchen in Norwegen. 1158 wurde mit dem Bau begonnen. Gegen Eintritt dürfen wir das umfangreiche Schnitzwerk und die interessante Inneneinrichtung betrachten. Von außen können wir ohne Gebühr das ebenfalls interessante Bauwerk mit seinen Verzierungen bestaunen. Am späten Nachmittag tuckern wir weiter in die Olympiastadt Lillehammer ...
 


Den Abend nützen wir, um in der Olympiastadt Lillehammer (1994) in der Fußgängerzone zu schlendern. Wir sehen Haiflossen im Gebirgsfluss, einen Elch, der seinen Kopf in ein Haus steckt, Kanaldeckel mit dem Olympiasymbol, einen rosa Traktor und wenige Touristen ...
Zur Nacht begeben wir uns alleine und verlassen auf dem Parkplatz vor dem Olympiamuseum unter den Schisprungschanzen ...
 
Übernachtungsplatz Olympiamuseum 
asphaltierter Parkplatz
kostenlos
N-2600 Lillehammer
GPS: N 61,12241°   E 10,47236°
Bilder: 02.08.2014 
 
Tag 19S0. 03.08.2014
Vormittags:
Nieselregen
+ 17" C
Nachmittag:
Regen
+ 17° C
Reisezeit: 15:10 - 18:30 UhrLillehammer - Oslo
3 Stunden 20 Minuten6986 - 7196 km (210 km)
Hat es in den letzten Tagen, wenn es auch mal regnete, immer wieder aufgerissen und die Sonne kam heraus, so schaut es heute wirklich trüb aus. Macht aber auch nichts, weil: wir haben einen Schirm, wasserfeste Kleidung und gute Schuhe sowieso. Also durchwandern wir heute das größte Freilichtmuseum in Norwegen:

Maihaugen in Lillehammer.
Eintritt ca. € 18,-- pro Person.
Parkgebühr: ca. € 4,50
Die drei größeren Themenbereiche außen sind: Altes Dorf mit Stabkirchen, Bauernhöfe, Schule, Gefängnis, u.v.m.; die alte Einkaufsstraße von Lillehammer aus der Jahrhundertwende und Wohnhäuser vom vergangenen Jahrhundert bis jetzt ...
Am Nachmittag verlassen wir das sehenswerte Freilichtmuseum von Maihaugen und wenden uns der Hauptstadt Norwegens zu. Ein paar Kilometer haben wir ja noch bis nach Oslo.
Auf der Autobahn mit vielen Baustellen überschreiten wir auf unserem Tacho die 7000 Kilometergrenze. Es kommt uns gar nicht vor, dass wir schon so viele Kilometer auf unserer Skandinavienreise heruntergeradelt haben.
Auf einem Campingplatz in Oslo erwerben wir den Oslo-Pass und danach geht es hoch auf den Holmenkollen zur weltberühmten Sprungschanze und Sportzentrum.
Zwischengeschichtl - Stellnachbarn:
Die Holmenkollschanze: Ich war 2009 schon mal mit meinem Sohn Rupert jun. hier und damals habe ich mir gedacht, falls ich mal mit dem Womo nach Oslo fahre, dann werde ich hier übernachten. Das haben sich anscheinend mehr gedacht und weil es auch im Reiseführer so beschrieben ist, stehen hier mehrere Wohnmobile und Wohnwägen oberhalb der Schanze auf einem Parkplatz. Eigentlich bevorzugen wir - wenn es geht - die Einsamkeit. Aber wir freuen uns selbstverständlich, wenn Gleichgesinnte in der Nachbarschaft mit ihren Wohnmobilen stehen. Hier ergeben sich immer wieder nette Gespräche über das gemeinsame Hobby.
Hatten wir auf unserer bisherigen Reise ganz wenige Landsleute aus Österreich getroffen so war es hier am Holmenkollen ganz anders: Gleich vier Wohnmobilisten aus unserem Heimatland stehen hier neben einander und so dauert es gar nicht lange, bis der Meinungsaustausch auf Hochtouren läuft ...
 
So einen Großteil unserer Skandinavienreise 2014 haben wir leider schon hinter uns und das war schon mal großartig. Also kann es gar nicht so schlecht werden (von Unfällen etc. mal abgesehen, die wir nicht herauf beschwören möchten ..), als dass uns diese Reise in Summe nicht gefallen würde. Wir freuen uns noch auf die restlichen Tage: Stadtbesichtigung Oslo, die Stabkirche in Heddal wollen wir uns noch ansehen, genauso wie alte Steinritzungen in Schweden, dann natürlich die empfohlene Elchsafari in Südschweden und mal schauen, was uns auf der Heimreise alles erwartet ...
 
Stellplatz Holmenkollen 
asphaltierter Parkplatz
kostenlos
N- 0787 Oslo, Holmenkollen
GPS: N 59,98125°   E 10,66888°
Bilder: 03.08.2014 
 

Bilder: 3. Etappe
2. Etappe4. Etappe
 
nach oben ......