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Reiseberichte 

Balkanreise nach Griechenland - 2014 (Teil 3) 

Kuchl (A) - Rovinj (HR) - Medjugorje (BIH) - Mostar (BIH) - Montenegro (MTN) - Albanien (ALB) - Griechenland (GR) - Igoumenitsa - Parga - Patra - Kloster Mega Spileon - Korinth - Athen - Delphi - Meteora Klöster - Ostküste - Heimfahrt - Mazedonien (MAZ) - Serbien (SRB) - Kroatien (HR) - Slowenien (SLO) - Villach (A) - Kuchl (4996 km)


11. bis 23. April 2014  4996 km
Übersicht1. Etappe2. Etappe3. Etappe4. Etappe
Vorwort, Statistik, Etappen, Resümee,Anreise über den BalkanWestküste über Patras nach KorinthAthen - Delphi - Meteora KlösterOstküste  - Heimfahrt
 (1814 km)(812 km)(628 km)(1742 km)

3. Etappe:

Fotoalbum 3. Etappe

 

Athen - Delphi - Meteora Klöster (628 km)
Griechenland 2014 - 3. Etappe 
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Tag 6Mi. 16.04.2014
In der Nacht: Regen
Vormittag: Leicht bewölkt
+ 18° C
Nachmittag:
Stark bewölkt
+ 18° C
 Athen
Reisezeit: 09:00 - 21:05 Uhr12 Stunden 5 Minuten
Nach dem Frühstück und einem kurzen Morgenspaziergang geht es mit dem Bus, der auf ein Handzeichen hält, um € 2,40 von Rafina nach Athen.

Auf unserem Übernachtungsplatz bekommen wir immer wieder Besuch von freilaufenden Hunden. Das gehört in Griechenland zum Alltagsbild und ich verliere schön langsam meine Angst vor unbekannten Hunden, die ich seit einem Hundebiss in meiner frühen Jugend, mit mir trage. Die freilaufenden Hunde hier bellen fast nie und haben allesamt einen so treuherzigen und bettelnden Blick, dass die Furcht eben schön langsam vergeht ... 

Auf unserer Fahrt ins Zentrum von Athen sehen wir immer wieder Müll neben der Straße liegen. Auch das gehört in Griechenland zum Alltagsbild. Man gewöhnt sich zwar nicht daran, aber mit der Zeit fällt es gar nicht mehr so auf ...

Die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Dieses Athen muss eine große Stadt sein ;-))
Die Hauptstadt Griechenland umfasst mit den Vororten ca. 4 Millionen Einwohner!
Wir sind der Meinung, wenn man schon in Griechenland ist, sollte man sich auch die Hauptstadt mit der berühmten Akropolis ansehen. Bei der Endstation verlassen wir den Linienbus und machen uns auf den Weg zur Akropolis.
Zwei-, dreimal fragen wir nach dem Weg und werden von den englischsprechenden Griechen mit den Stadtbussen der Linien 2, 4 oder 11 in Richtung Akropolis geschickt.

Schon unterwegs sehen wir in den dichtbebauten Stadtteilen immer wieder den einen oder anderen griechischen (was denn sonst ...) Tempel an uns vorüber ziehen ...
Nach einigen Besichtigungen und nach einigen gefühlten Kilometern zu Fuß müssen wir uns erst einmal stärken. Vor einem Lokal treffen wir einen "Leutefänger" (wie sie Sonja nennt und wie man sie vor vielen südländischen Lokalen antrifft). Er hat mal in Deutschland gearbeitet und spricht perfekt Deutsch. Weil noch nicht so viel los ist, unterhalten wir uns mit dem Griechen und erfahren Interessantes über seine Ansicht über Touristen im Allgemeinen, über die Deutschen im Besonderen und auch über Österreicher hat er eine eigene Meinung. Sonja lässt sich gefüllte Paprika nach griechischer Art schmecken. 
Ich genehmige mir eine Fischspezialität. Der "Leutefänger" spricht zum Abschluss mit dem Wirt und dieser bedankt sich persönlich mit einem Stamperl Ouzo bei uns für den Besuch - das ist nett.

Auf der Suche nach einem geeigneten Souvenir für unsere Lieben zu Hause entdecken wir gar Ungewöhnliches in einem Laden unterhalb der Akropolis. Obwohl unsere Heimatgemeinde Kuchl auch als "Holzgemeinde" bekannt ist, suchen wir uns ein anders, geeigneteres Souvenir in Form von kulinarischen Köstlichkeiten aus ...
Danach geht es rauf zur Akropolis. Für € 12,-- pro Person dürfen wir den Weg zwischen den historischen Steinen nach oben in Angriff nehmen. Aber Halt! Eine Angestellte stoppt uns: Wir müssen zuerst unser Eis fertig schlecken, wir könnten ja die wertvollen Steine beschmutzen. Die vielen Aufsichtsbeamten halten ihr wachsames Auge ganz genau darauf, dass ja niemand die alten Steine berührt ...
Der Himmel über uns hat sich in der Zwischenzeit zugezogen. Das ist auf der einen Seite gar nicht schlecht, weil nicht heiß. Auf der anderen Seite ist es zum Fotografieren nicht ganz so optimal. Überall wird restauriert und als wir ganz oben ankommen, kommt auch noch Wind auf ...
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Nach dem Abstieg von der Akropolis setzt sich die Besichtigungstour fort. Neben den vielen Steinen, Säulen, Kirchen und sonstigen Sehenswürdigkeiten finden wir aber natürlich auch Zeit, um uns einen gemütlichen Kaffee zu gönnen oder im Spezialitätenladen unseren Vorrat an griechischen Süßigkeiten aufzufrischen ...
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Wir haben viel gesehen und unser "Must to see in Athen-Programm" mit Bravour absolviert. Am Abend sind wir hundemüde. Zusammen mit "Lola", meinem kleinen Orang-Utan-Stofftierweibchen, plane ich die Tour für morgen, während Sonja ihre Bastelarbeiten bei einem gemütlichen Kaffee fort setzt ..

Wir übernachten auch dieses Mal neben dem Spielplatz in Rafina - ca. 30 km vom Stadtzentrum in Athen entfernt.
Übernachtungsplatz - neben Spielplatz
19009 Rafina
kostenlos
Wiese
GPS: N 38,02883°   E 23,99579°
 
Tag 7Do. 17.04.2014
Vormittag:
Leicht bewölkt
+ 18° C
Nachmittag:
Bewölkt
+ 14° C
Autobahnmaut bis Delphi: €15,15Rafina (Athen) - Delphi - Meteora Klöster 
 2626 - 2825 - 3101 km (475 km) 
Reisezeit: 09:37 - 21:16 Uhr  11 Stunden 39 Minuten





Nach dem es in der Nacht geregnet hat, wird es auf dem Weg von Athen nach Delphi immer schöner: Wettermäßig und landschaftlich ...


Heute steht das "Orakel von Delphi" auf dem Programm. Die Ausgrabungen stehen ebenfalls auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Über die Geschichte und die Geschichten dieses Ortes könnte man - so wie bei jeder Ausgrabung in Griechenland - seitenlange Erklärungen schreiben. Diese kann man aber in den diversen Reiseführern oder im Internet ausführlich nachlesen. Uns gefällt auf jeden Fall der Ort und die Landschaft ausgezeichnet. Zwischen den Ruinen blüht und sprießt es überall. Auch die Ausgrabungen sowie die "Prunkstücke" (Omphalos - Nabel der Welt, Wagenlenker ...) und die dazugehörenden Erzählungen sind mehr als interessant ...  
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Eintritt Delphi pro Person: € 6,--GPS: N 38,48180°   E 22,50330°
 
Olivenbäume so weit das Auge reicht - weiter geht es über Lamia zu den Thermalbädern Loutra Thermopilon und Loutra Damasta, die zwar warmes aber derart stinkendes Wasser bieten, so dass der bei uns gebräuchliche Begriff "Gestunkenes Osterei" eine ganz neue Bedeutung erlangt ...
Gegen Abend erreichen wir nach gut 250 Kilometern den Ort Kalambaka. Bei der Anfahrt hat es wieder zu regnen begonnen, mit dem Vorteil, eine herrliche Gewitterstimmung mit dunklen Wolken und durchscheinenden Sonnenstrahlen bewundern zu können ...
 
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Nach einer kurzen Bergfahrt erreichen wir gegen 21:16 Uhr das Hotel Arsenis, das im Wohnmobil-Reiseführer als Stellplatz deklariert wird. Direkt beim Hotel stehen ein paar Wohnmobile aber dank unser angeborenen Schüchternheit, parken wir unser Womo gleich bei der Abzweigung zum Hotel auf einem Wiesenparkplatz. Noch während ich einparke, kommt in der Dunkelheit und im Regen auf einem kleinen Mofa eine korpulente Gestalt daher. Er trägt ein FC Barcalona-Leibchen mit der Aufschrift "Messi" und erzählt mir in rekordverdächtiger Schnelligkeit auf Deutsch und Englisch, dass er ein Freund der Deutschen und (nach dem er auf unser Kennzeichen gesehen hat ...) selbstverständlich auch der Österreicher sei ...
Zwischengeschichtl:
Kostas Arsenis - nach einigem Nachfragen, verstehe ich den Namen des geschäftstüchtigen Wirtes des gleichnamigen Hotels.  Wir dürfen Kostas sagen und ja, er ist ein Fan von Lionel Messi, dem argentinischen Fußball-Ausnahmekönner in Diensten des FC Barcelonas ...
Wir sollten doch auf seinem Parkplatz übernachten - gratis und falls wir Strom oder irgendetwas brauchen - kein Problem. Als Gegenleistung würde er sich einen kleinen Einkauf in seinem Hotel erwarten. Zum Beispiel hätte er wirklich informative Bücher über die Meteora-Klöster. Wir benötigen zwar keinen Strom und haben auch sonst alles Notwendige mit, trotzdem nehmen wir das Angebot an: Herr Arsenis scheint ein interessantes aber vor allem sehr gesprächiges Männlein zu sein, das müssen wir uns genauer ansehen.

Kostas empfängt uns in seinem Hotel und erzählt uns vorerst einmal die gesamte Familiengeschichte. Danach zeigt er uns seine Schätze von Reiseführern, Prospekten und Sonstiges und lobt seinen Wein. Zwischendurch stellt er uns seine Mama Vassiliki vor. Auf meine bescheidene Frage, ob es um diese Zeit (so gegen 22:00 Uhr) auch noch etwas zu Essen und Trinken gibt, schickt er Mama Vassiliki in die Küche und bringt uns seinen Spezialwein. Danach lässt er sich gemütlich in seinen Stammplatz neben dem offenen Kamin fallen, macht mal eine Pause vom vielen und schnellen Reden und schaut uns beim Essen (Hausgemachte Bratwürste, Faschiertes, Kartoffelspalten, Tsatsiki und natürlich griechischer Salat) zu ...

Aber nicht lange, denn jetzt fange ich an zu fragen: Ob er Österreich kennt, wie gehen die Geschäfte, wie geht es den Griechen und dem Land, usw.
Er sagt, er kenne Österreich, zumindest sei ihm die Kitzbühl-Touristenmafia (Originalzitat) ein Begriff. Danach ist es mit der kurzen Schweigeminute überhaupt und gänzlich vorbei. Wir erörtern auf seine Fragen hin, die europäische Union, tauschen unsere durchaus unterschiedlichen Meinungen über sämtliche (wirklich alle) europäischen Staaten und deren Bewohner aus, lassen uns die Griechen, das Land und ihre Eigenheiten erklären, sprechen über das Volk der Wohnmobilfahrer, die Autoren der einschlägigen Reiseführer und streifen noch kurz die Besonderheiten dieser Gegend - die Meteora-Klöster. Sonja und ich sind die einzigen Gäste im großen Raum. Mama Vassiliki ist schon schlafen gegangen und kurz hat der Bruder von Kostas vorbei geschaut. Mittlerweile hat uns Kostas voll Stolz in seine Kaminecke eingeladen und sein Redeschwall scheint kein Ende zu nehmen. Irgendwann müssen wir dann doch Abschied nehmen. Wir wissen jetzt alles, was es zu wissen gibt und verabschieden uns herzlich von Kostas, um endlich ins wohlverdiente Bett in unserem Womo zu fallen ...
 
Stellplatz Hotel Arsenis 
Geschotterter Parkplatz / Wiese
kostenlos
42200 Kalambaka
GPS: N 39,70841°   E 21,65463°
 
Tag 8Fr. 18.04.2014
Vormittags:
Sonnig
+ 14" C
Nachmittag:
Sonnig
+ 20° C
Reisezeit: 08:45 - 14:38 UhrMeteora-Klöster - Agiokambos (Ostküste)
5 Stunden 53 Minuten 3101 - 3254 km (153 km)
must see - Absolut sehenswert!
Ausgestattet mit einem kostenlosen Plan von Kostas machen wir uns in der Früh auf den kurzen Weg zu den "schwebenden Klöstern" von Meteora. Diese gehören natürlich zum Weltkulturerbe der UNESCO und werden nicht nur von Griechen als 8. Weltwunder bezeichnet ...
Meteora leitet sich von "meteorizo" ab und soll so viel wie "in der Luft schwebend" oder "in die Höhe hebend" bedeuten und die Lage auf den steil in die Höhe ragenden Sandsteinfelsen ist wirklich beeindruckend.
Die ersten Einsiedeleien sind schon im 11 Jhdt. entstanden - die Mönche wollten hier auf den hohen Felsen, Gott näher sein. Nach Vorbild des hl. Berges Athos bildeten sich auch hier mehr und mehr Klöster. Heute sind noch vier Männer- und zwei Frauen-Klöster bewohnt und können besichtigt werden. Sonja, die normal die Hosen anhat, muss sich einen Wickelrock überziehen, weil Damen in Hosen in einigen Klöstern nicht erlaubt sind ...
Der Besuch in der Früh zahlt sich aus: Erst am späteren Vormittag treffen Busladungen von Touristen ein und die Parkplätze werden rar ...
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An Hand der vielen Bilder merkt man gleich, wie gut es uns bei den Meteora-Klöstern gefällt. Dieser Besuch gehört sicherlich zu einem der Höhepunkte auf unserer Griechenlandreise.
Nach dem Mittagessen geht es wieder runter ins Tal, vorbei an Storchennestern, wie im Burgenland. Nun wollen wir wieder ans Meer, ein bisschen ausspannen, relaxen.

Zuerst über Landstraßen und dann wieder Autobahn geht es vorbei am größten Berg in Griechenland (Olymp-Gebirge), nun an die Ostküste.
Aus dem "Schulz-Reiseführer" - der uns immer wieder gute Dienste erweist -haben wir uns einen Platz in der Nähe von Agiokambos ausgesucht. 
 
Nach 153 Kilometern erreichen wir unseren Traumplatz - wieder einmal: Fast schon kitschig - aber dazu mehr im 4. und letzten Teil unserer Griechenlandreise ...
 

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