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Reiseberichte 

Korsika - 2013 (Teil 1) 

Kuchl (A) - Spilimbergo (I) - Livorno - Bastia (F) - Cap Corso - Tollare - Stausee Padula - Col de Bavella - Cascade de Piscia di Gallo - Porto Vecchio - Bonifacio - Stantari - Portigliolo - Ajaccio - Vizzavona - Corte - Calvi - Galeria - St. Florent - Bastia - Livorno - Kuchl (2761 km)


2. bis 16. Juli 2013  2761 km
Übersicht1. Etappe2. Etappe3. Etappe4. Etappe
Vorwort, Statistik, Etappen, Resümee,Anreise
Cap Corso
Ost- und Südküste - BonifacioHerz von Korsika - das LandesinnereWestküste und Heimfahrt
 (1294 km)(174 km)(287 km)(1006 km)

1. Etappe:

Fotoalbum 1. Etappe

 

Kuchl (A) - Spilimbergo (I) - Livorno - (985 km) Bastia (F)
Korsika 2013 - Anreise 
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Tag 1Di. 02.07.2013
Maut Tauerntunnel: € 10,-- (einfach)Kuchl (A)- Spilimbergo (I)
Maut Autobahn Italien: € 5,800 - 483 km
Reisezeit: 19:20 - 00:45 Uhr5 Stunden 25 Minuten
Endlich ist er da!!! Der erste Tag unseres diesjährigen Sommerurlaubes ...
Endlich - nach einer blöden - quasi saublöden - bakteriellen Entzündung ohne erklärbare Ursache, die mich ein Monat beschäftigt hat, geht es heute los. Natürlich war ich noch in letzter Sekunde beim Onkel Doktor im Krankenhaus und habe mir sein persönliches O.K. für diese Reise geholt. Nun habe ich es schriftlich: Ich bin klinisch gesund ...
... also rein ins Womo und gemütlich ab in den Süden. Naja so gemütlich auch wieder nicht, ein bisschen Stress hatten wir schon: Geschäft offen bis 18:00 Uhr, neben der Arbeit das Womo einräumen und auffüllen, etc. Aber nun ist es soweit: Auf das Geschäft passen meine Schwester und ihre Tochter auf - Super! Unsere Freunde - Heidi und Sepp - sind bereits da, alles Notwendige ist hoffentlich im Womo verstaut, schnell noch auftanken und dann geht es auf der A10 - Tauernautobahn los über Kärnten nach Spilimbergo - unserem Übernachtungsziel in Italien ...
Zwischengeschichtl:
Der geneigte Stammleser wird sich sogleich denken: "So früh im Reisebericht bereits ein Zwischengeschichtl?" Ja, leider, aber schön der Reihe nach ...
Vorerst war alles positiv - absolut positiv: Endlich wieder gesund und endlich ab in den Urlaub. Ich freue mir die "Haxn" aus: Endlich wieder einmal mit den "Bocheis". Nach den letzten Reisen durch das Loiretal, in das Baltikum und nach Sizilien, alleine mit Sonja (was natürlich auch sehr schön ist), ist es sich heuer wieder ausgegangen, mit unseren Freunden Heidi und Sepp gemeinsam die Welt zu erkunden - äußerst positiv. Wir tuckern also ganz positiv gestimmt über die Autobahnbahn, das Wetter ist schön, wenig Verkehr, ein Videoclip mit Adele im neuen 2-Din-Radio, den Tauern- und Katschbergtunnel bereits hinter uns, fahren wir runter ins abendliche Kärnten und ich hänge meinen positiven Gedanken nach ...
... und da sehe ich plötzlich ein ganz negatives Bild vor mir: Unseren Küchentisch zu Hause und darauf ein wichtiges Medikament - alleine und verlassen ...
Ich habe extra zu Hause auf den Tisch gestellt, damit ich es ja nicht vergesse. Danach habe ich mir (wie immer grundlos) Sorgen gemacht, ob meine allerliebste Gattin schon alles eingeräumt und doch nichts vergessen hat. Und was soll ich sagen: Vor lauter Sorgen machen um Sonja, habe ich auf mein Medikament vergessen !!! Natürlich sie (die allerliebste Gattin) schuld ...
Äußerst negativ - Wir müssen umkehren! Heidi und Sepp werden weiterfahren und wir werden uns dann irgendwo in Italien wieder treffen. Wir fahren also wieder durch die Tunnels retour (der Weg ist das Ziel - so ein Mist ...) und bezahlen auch die Maut noch zweimal (die ASFINAG gehört doch unterstützt). Unser Sohn kommt uns dankenswerter Weise auf halben Wege entgegen und so beträgt der negative Umweg "nur" ca. 180 km ...

Naja, so negativ darf man das Ganze dann auch wieder nicht sehen: Am Anfang habe ich mich zwar schon ziemlich über meine Vergesslichkeit geärgert, aber man wird ja nicht jünger. Das hat vielleicht den positiven Vorteil, dass man auch negative Erlebnisse schneller vergisst ...
Die positiven Gedanken überwiegten daher bei lässiger Musik und netten Gesprächen mit Sonja bald wieder und so erreichten wir kurz nach Mitternacht auch den Stellplatz in Spilimbergo, wo unsere Freunde schon friedlich in ihrem Womo dahin schlummern (glaub ich zumindest) ...

Stellplatz Spilimbergo (I) kostenlos
Offizieller Stellplatz neben Parkplatz
V + E, Mistkübel,
I-33070 Spilimbergo, Via Udine 3
GPS: N 46,10866°   E 12,90486°
 
Tag 2Mi. 03.07.2013
Vormittag:
Sonnig
+ 25° C
Nachmittag:
Sonnig
+ 32° C
Autobahnmaut bis Florenz: € 23,90Spilimbergo - Livorno 
Autobahnmaut bis Livorno: € 4,10483 - 985 km (502 km)
Reisezeit: 09:52 - 18:10 Uhr8 Stunden 18 Minuten
In der Früh zuerst natürlich ein ausgiebiges Frühstück - Urlaub ist angesagt. Dann geht es los in Richtung Fährhafen Livorno. Die Fahrt verläuft reibungslos und gemütlich. Mal ein Päuschen zum Mittagessen, für eine Kaffeejause (mit köstlichem Kuchen von zu Hause) oder für sonstige menschliche Bedürfnisse. Wir haben genügend Zeit und die lassen wir uns auch ...
Es geht über die Autobahn Florenz und danach rüber in Richtung Pisa. Obwohl der Weg zum Hafen von Livorno nicht gerade ausführlich beschildert ist und auch unser Navi leichte Mucken aufweist, erreichen wir unser Ziel auf kleinen Umwegen am Abend ohne Schwierigkeiten und können unsere Wohnmobile sogar schon an die richtige Stelle für die morgige Überfahrt abstellen.
Den Abend nützen wir für einen Spaziergang und einem Restaurantbesuch im Hafen. Sepp ist ein bisschen enttäuscht, weil er die Fahrräder zu Hause gelassen hat, er findet aber sofort Ersatz. Danach ab ins kuschelige Bettchen - Morgen heißt es unchristlich früh raus ...
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Übernachtungsplatz Livorno
I-57123 Livorno
Fährhafen
kostenlos
GPS: N 43,55666°  E 10,30472°
 
Tag 3Do. 04.07.2013
Vormittags:
Leicht bewölkt
+ 20" C
Nachmittag:
Sonnig - sehr windig
+ 28° C
Livorno (I) - Bastia (F) 4 Stunden mit der Fähre
"Poch, poch ...." Ja, was ist denn jetzt los, wie spät ist es denn? 05:30 Uhr - wir haben den Wecker vorsorglich auf 05:40 Uhr gestellt, also quasi um 10 Minuten zu spät. Die Herren von der Fähre (Moby) sind Frühaufsteher und reißen auch uns mehr als unchristlich aus dem Bett!
Ansonsten läuft alles normal: Wir weisen die Internetanmeldung vor - bekommen ein oder mehrere Pickerl - haben dann genügend Zeit zum Frühstücken und werden nach einiger Zeit auf die Fähre gelotst. Die Auffahrt ist nicht zu steil und meine Befürchtungen, dass unser 7m langes Womo aufsitzen könnte, sind unbegründet. Ohne Schwierigkeiten gelangen wir auf die Fähre, werden lautstark eingewiesen und können uns dann einen Platz an Deck suchen ...
Vier Stunden dauerte die Fahrt über das Meer nach Korsika. Mit lesen, Wasser schauen, Kaffee trinken, sonnen, ausspannen -je nach Gusto vertreiben wir uns die Zeit.

Sepp hat eine Super-Idee und wir genießen das erste gemeinsame Bier dieser Womo-Tour. Anschließend kontrolliert er die Sicherheitseinrichtungen des Schiffes, die nicht zum Besten stehen. Aber wir nähern uns schon Bastia und die paar Meter könnten wir im Notfall auch noch schwimmen ...
Bastia (F) - Cap Corso - Tollare985 - 1034 - 1042 km (57 km)
Reisezeit 12:00 - 18:00 Uhr6 Stunden
 
Bastia (F) - Cap Corso - Tollare - Stausee Padula - Ostküste - Col de Bavella - Cascade de Piscia de Gallo (309 km)
Korsika 2013 - 1. Etappe
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Entgegen meinem ursprünglichen Plan beschließen wir nach einer internen unkomplizierten Team-Besprechung, dass wir im Fährhafen nicht links sondern (richtig erraten) rechts fahren. Also in Richtung Cap Corso, dem nördlichen "Daumen" von Korsika. Wir kommen ausgezeichnet runter von der Fähre und auch durch die große Stadt Bastia ist es kein Problem. Schon nach wenigen Kilometern stoppt Sepp die Fahrt und wir müssen runter in eine der herrlichen Buchten. Bei + 28° C, fast alleine und mit dem herrlichen, glasklaren, türkisblauen Meer - einfach nur ein Traum! 
Und der Reise-Traum setzt sich fort: Wunderschöne Buchten gehen über in eine ebensolche Landschaft. Die Straße schlängelt sich - gut fahrbar - der Küste entlang. Unterwegs genießen wir in einem der Dörfer einen Kaffee und zum ersten Mal das korsische Kastanienbier "Pietra". So erreichen wir wohlgelaunt den nördlichsten Punkt von Korsika - Cap Corso. Wir genießen die herrliche Aussicht und passen auf, dass wir nicht in tausende Kugeln treten, die die freilaufenden Schafe hinterlassen haben. Danach geht es auf einer engen Straße hinunter nach Tollare, dem wirklich nördlichsten Punkt von Korsika, wenn man die vorgelagerten Inseln ausnimmt. Hier schlagen wir unsere "Zelte" auf. Auf dem großen Sandplatz direkt am Strand stehen bereits noch zwei, drei andere Wohnmobile. Wir schmeißen den Grillofen an und freuen uns nur mehr: Wenn der Rest von Korsika nur halb so schön und interessant ist, wie der erste halbe Tag, dann wird das ein ganz besonders schöner Urlaub, vielleicht vergleichbar mit Sardinien 2011 ...
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Stellplatz Cap Corso - TollareIn der Saison: € 10,--
Großer Prakplatz auf Schotter / SandTollare
Mistkübel, Wasserhahn,GPS: N 43,00713°   E 9,38852°
 
Tag 4Fr. 05.07.2013
Vormittags:
Sonnig
+ 30" C
Nachmittag:
Sonnig
+ 33° C
Tollare - Stausee Padula1042 - 1118 km (76 km)
Reisezeit 13:00 - 17:50 Uhr4 Stunden 50 Minuten
In der Nacht kühlte es ein bisschen ab und mit offenen Fenstern für den Durchzug war es ganz angenehm zum Aushalten. In der Früh wecken uns die Kühe am Strand, die man auch nicht alle Tage sieht. Am Vormittag ist relaxen, baden, Besuch der örtlichen Strandbar und ein Rundgang in Tollare angesagt.
Zwischengeschichtl:
Die Kommunikation - der Kontakt mit den Einheimischen ist einer der wichtigsten Punkte, um das jeweilige Reiseland so richtig kennen zu lernen. Der Sepp und ich nehmen diese Aufgabe ziemlich ernst und machen uns deshalb auf den Weg zur hiesigen Dorfzentrale - die Strandbar. Das Dorf Tollare besteht aus ca. 20 Häusern, Einwohner haben wir bis auf die Gemeindebedienstete, die am Morgen die Parkgebühr von € 10,-- einkassierte und wieder weg fuhr, keine gesehen. Keine einzige Seele, vielleicht machen alle irgendwo anders Urlaub - z.B. in Österreich - könnte ja sein? Aus diesem Grunde ist wohl auch die Strandbar ziemlich leer und so haben wir genug Zeit, um mit Marlene, der einheimischen Besitzerin, Kommunikation zu betreiben. Dank gestenreichem Französisch, ein paar Brocken Englisch und ein paar Fetzen Deutsch verstehen wir Marlene auch, halbwegs. Seit 27 Jahren ist sie glücklich mit dem besten Mann auf der Welt (natürlich Korse) verheiratet, obwohl die ganze Arbeit sie machen muss. Seit über 20 Jahren betreibt sie die Strandbar und ist glücklich, an so einem wunderbaren Ort arbeiten zu dürfen. Sie erzählt uns über die Korsen im Allgemeinen und über das korsische Bier im Besonderen. Schwärmt über das kleine, menschenleere Dörfchen Tollare und freut sich über Touristen aus aller Welt, im Besonderen aus Österreich - zumindest verstehe ich das so., 
Leider müssen wir nach einiger Zeit die wirklich nette Kommunikation mit der Einheimischen, aus Sicherheitsgründen abbrechen, denn der Sepp will noch tauchen gehen und das ist im alkoholisierten Zustand gefährlich ...
Tollare - Korsika
Tollare am Cap Corso mit der vorgelagerten Ile de la Giraglia
 
Nach dem Mittagessen brechen wir wieder auf. Den restlichen Vormittag verbrachten wir mit Nichtstun und baden. Sepp hat beim "Schnorcheln" neben vieler bunter Fische sogar eine Moräne gesehen.
Wir fahren die Westküste runter (quasi vom Norden in den Süden). Die Straßen werden enger und die Buchten noch schöner! Ab und zu werden die Spuren von Hangrutschen aufgearbeitet - oder auch nicht. Im Großen und Ganzen sind die Straßen in dieser traumhaften Gegend gut befahrbar - ein bisschen Aufpassen schadet aber keineswegs.
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Auf der schönen Fahrt lassen wir es uns einfach nur gut gehen: Ein kleines Bierchen im schattigen Gastgarten, ein Spaziergang am grauen Strand von Nonza ....
Gegen Abend müssen wir uns einen Stellplatz suchen. Wir werden am Stausee von Padula fündig ...
 
Zwischengeschichtl:
Die Zufahrt geht über eine Schotterstraße und ist ein bisschen "ruppig". Danach genießen wir die Ruhe und das salzfreie Wasser. Naja, ganz so ruhig ist es nun auch wieder nicht. Das heißt, sobald wir ruhig sind, fängt ein "sinfonisches Konzert" von ... von was eigentlich ... an.
Wir rätseln lange herum: Natürlich unsere erste Vermutung: Frösche. Aber es klingt überhaupt nicht nach Fröschen, sondern nach ... Es ist nicht zu beschreiben, die Geräusche sind extrem vielfältig, undefinierbar. Sepp und ich pirschen durch das Schilf - ohne Erfolg: Die lautstarken "Melodien" sind ganz nah, aber man sieht nichts ...
Wir tippen auf balzbereite Blesshähne oder ebensolche Hühner, auf den Podiceps cristatus (Haubentaucher) oder auf Außerirdische ... Und dann sind es doch: Frösche - Sepp hat sie gesehen und auch ich kann später bei einem wenig erfolgreichen Angelversuch die kleinen Frösche mit dem lauten Organ ausmachen. Das können aber keine normalen Frösche sein, denn bei uns zu Hause quaken sie und hier hat das nämlich überhaupt und  ganz und gar nichts mit Quaken zu tun. Solche Töne haben wir noch nie vorher vernommen und dieses Konzert, das in seiner Lautstärke an eine Bruckner-Sinfonie erinnert, begleitet uns die ganze Nacht ...
 
Barrage de Padula (Stausee in der Nähe von Oletta) 
Stellplatz Stausee Padulakostenlos
Sandplatz In der N�������he von Oletta
Zufahrt Schotterstraße holprigGPS: N 42,62865°   E 9,32598°
 
Tag 5Sa. 06.07.2013
Vormittags:
Sonnig
+ 23" C
Nachmittag:
Sonnig
+ 31° C
Stausee Padula - Ostküste - Col de Bavella - Cascade di Piscia de Gallo 
1118 - 1203 - 1243 - 1294 km (176 km)
Reisezeit 10:20 - 18:10 Uhr7 Stunden 50 Minuten
Zwischengeschichtl:
Der geneigte Stammleser wird sagen: "Schon wieder ein Zwischengeschichtl und soviel Text, da werden wir ja nie mit diesem Reisebericht fertig! ..." Und recht habt ihr. Eigentlich wollte ich über die von Kugeln durchsiebten Verkehrsschilder und von Gewalt auf Wohnmobile in Korsika schreiben, aber da ich dieses bereits einmal gemacht habe - nur ein kurzer Link dazu:

 Zwischengeschichtl: Korsika - Gewalt gegen Wohnmobile ...
 
Vorbei an durchschossenen Verkehrsschildern, die man in Korsika überall zur Genüge findet, geht es nun weiter an die Ostküste. Hier suchen wir ein Plätzchen zum Baden und das ist gar nicht so einfach. Neben einem Fischrestaurant gelingt es uns endlich an den Strand und ins Meer zu kommen. Heißer - sehr heißer - Sandstrand und warmes Meer. Uns gefällt es und anscheinend den Gelsen auch. Ich werde, wie soll ich sagen: Zerstochen und fühle mich so ähnlich wie die durchlöcherten Verkehrstafeln.
 
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Am Nachmittag durchfahren wir das berühmte Tal Col de Bavella. Berühmt ist das Tal, durch das sich eine gut ausgebaute Straße schlängelt, für die hohen Berge (Korsika hat über 50 Zweitausender) und die herrlichen Badegumpen. Und wirklich, hier kann man sich herrlich abkühlen und erfrischen. Wir begegnen verwilderten Hausschweinen, freilaufenden Kühen und zahlreichen Badegästen und Freizeitsportlern. Danach geht es weiter rauf zum Bavella-Paß mit der berühmten Marienstatue, wo wir uns einen Zwischenstopp gönnen.  
 
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Unser Ziel für heute zum Übernachten ist der Wanderparkplatz "Cascade de Piscia de Gallo", das auf gut Salzburgerisch (man möge die derbe Ausdrucksweise entschuldigen ...) ungefähr so heißt: Ein Wasserfall, so wie ein Hahn brunzt ...
Der große Parkplatz lichtet sich am Abend zusehendes und bis auf einen Spanier mit VW-Bus sind wir die einzigen Gäste. Es kühlt wieder ein bisschen ab und wir wärmen uns mit ein paar gutgelungenen Grillspezialitäten auf ... 
Übernachtungsplatz  
Cascade de Piscia di Gallo  
Wanderparkplatz geschottert
kostenlos, Restaurant, WC, Mistkübel
GPS: N 41,68811°   E 9,20086°
 
Tag 6So. 07.07.2013
Vormittags:
Leicht bewölkt
+ 23" C
Nachmittag:
Sonnig - sehr windig
+ 29° C
Wanderung zum Wasserfallca. 1. Stunde
 must see - Absolut sehenswert!


Nach dem Frühstück brechen wir auf zur Wanderung zum Wasserfall. Der Forstweg führt gemütlich, durch den Wald aus Kiefern und Erdbeerbäumen, einem Bach entlang. Danach gelangen wir durch eine bizarre Granitlandschaft auf den höchsten Punkt der Wanderung. Eigenartige Felsen liegen hier herum, als ob sich ein Riese gespielt hätte.
Den letzte Abschnitt - der teilweise mit Seilen gesichert ist - klettern wir steil über die Felsen hinunter zum Wasserfall. Zirka 60 Meter über uns zwängt sich der Fluss Oso durch einen schmalen Felsspalt durch und stürzt in die Tiefe - beeindruckend!
Den Rückweg nutzen wir für ein ausgiebiges Bad in den herrlichen Badegumpen. Das Wasser fließt von Gumpe zu Gumpe, stürzt teils in Wasserfällen herunter oder plätschert gemütlich dahin. Es hat hier im Laufe von Jahrhunderten richtige Badewannen ausgehöhlt, Das tiefgrüne Wasser ist gar nicht so kalt wie es aussieht und wir genießen dieses Erlebnis in vollen Zügen. Hier braucht man keine Erlebnisrutschen und Thermen-Paradise, hier genügt alleine die Natur ...

Nach der eineinhalbstündigen Wanderung und dem herrlichen Bad haben wir eine Stärkung verdient, die wir (Männer) in Form eines korsischen Kastanienbieres und die Damen in Form eines nichtkorsischen Tiramisu genießen.


 
 
 
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Nach dem Mittagessen geht es weiter in den Süden Korsikas - Aber dazu mehr im zweiten Teil unseres Reiseberichtes ... 
 

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