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Reiseberichte

Südliche Toskanatour incl. Rom (2012) - 2. Etappe 


31. März bis 09. April 2012 2514 km
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Anreise
Cinque Terre
Golf von Baratti - Saturnia - TarockgartenRom - BolsenaseeLa Vialla - San Gimignano - Maranello

2. Etappe:

Cinque Terre - Golf von Baratti - Saturnia - Giardino dei Tarrochi - Rom (562 km)
Südliches Toskanatour 2012 - 2. Etappe 
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Tag 3Mo 02.04.2012
 Cinque Terre - Golf von Baratti - Saturnia
Autobahnmaut: € 14,90737 - 947 - 1112 km (375 km)
Reisezeit 10:10 - 20:49 Uhr10 Stunden 39 Minuten
Die nächsten zwei Tage gestalteten wir nach einer Empfehlung von Heidi's Schwester. Von der Cinque Terre ging es meist über Autobahnen und Schnellstraßen vorbei an Pisa und Livorno zum Golf von Baratti.
Golf von BarattiPopulonia
In Populonia - hoch über dem Golf von Baratti - nützte meine allerliebste Gattin die Gelegenheit, um in den wenigen Geschäften der kleinen Stadt einzukaufen, während ich mich vom Mittagessen erholte ...
Golf von BarattiGolf von Baratti
Am Nachmittag "dösten" wir am Meer bei Piombino (N 42° 50' 54"; O 10° 31' 00") - hier könnte man durchaus auch übernachten. Uns zog es nach einiger Zeit und einem köstlichem Kaffee aber weiter, zu den Schwefelquellen in Saturnia, wo wir nach Einbruch der Dunkelheit auch ankamen. Wir parkten unsere Wohnmobile auf einem riesigen Parkplatz am Ende der Straße rechts. Wir sahen zwar kurz im Finstern eine Verbotstafel für Fahrzeuge über 2,2 m, aber da schon einige Wohnmobile auf dem Platz standen, gesellten wir uns zu ihnen ...
Saturnia
Was hier aussieht wie das Gemälde eines alten Meisters ist nur eine etwas "grobkörnige" Nachtaufnahme mit meiner neuen Canon EOS 60D. Dieser Ort "Saturnia" hat schon etwas Besonderes: Der Mythos besagt, dass Gott über die Einwohner sehr erzürnt war, weil sie sich ständig bekriegten und auch sonst ein lasterhaftes Leben führten. Er schleuderte einen Blitz auf die Erde, der aus einem Vulkankrater warmes und schwefelhaltiges Wasser hervorquellen ließ, das alles einhüllte. Aus dem Schoß dieser warmen Quelle kamen die Menschen weiser und glücklicher heraus ...
Saturnia - Toskana... ob wir weiser und glücklicher geworden sind, weiß ich nicht, aber auch wir besuchten diesen mystischen Ort. Das schwefelhaltige Wasser tritt in der Nähe des Thermalbades Saturnia an die Oberfläche und bildet einen Fluss, der nach einigen Kilometern bei der "Cascate del Mulino" über einen Wasserfall in die halbrunden Sinterbecken fließt. Diese natürlichen Becken kann man kostenlos benützen. Und es war ein Traum, so kurz vor Mitternacht im 37 ° C warmen Wasser zu baden und nebenbei ein Fläschchenmust see - Absolut sehenswert!
 Rotwein zu genießen. Von diesem Erlebnis - einem der Höhepunkte unserer Reise - werden wir noch lange schwärmen und wir können jedem nur empfehlen, es uns nach zu machen ...
 
Stellplatz Saturnia (I)Bei unserem Besuch: kostenlos
Geschotteter großer Parkplatz neben dem Fluss, beschränkt auf 2,2 m FahrzeughöheI-58014 Saturnia, Cascate del Mulino
In den Ort ca. 3 kmGPS: N 42° 38' 53"
E 11° 30' 40"
 
Tag 4Di 03.04.2012
Autobahngebühren: € 3,20 Saturnia - Giardino dei Tarocchi - Rom
 1112 - 1161 - 1299 km (187 km)
Reisezeit 08:55 - 19:00 Uhr10 Stunden 5 Minuten
Stellplatz Saturnia

Am nächsten Tag wurden wir auf dem Parkplatz von Polizisten freundlich - aber bestimmt - darauf aufmerksam gemacht, dass unsere Fahrzeuge die erlaubte Höhe von 2,2 m überschreiten würden. Also verließen wir diesen mystischen Ort. Gott sei Dank waren wir in der Früh schon aufgestanden und genossen noch einmal das herrliche Bad im warmen und angeblich so gesunden Wasser ...
SaturniaSaturnia
Saturnia Saturnia
Toskana 2012
Auf der Fahrt zu unserem nächsten Ziel legten wir eine Pause ein und holten das Frühstück nach. Anschließend ging es weiter zum "Il Giardino dei Tarocchi" - einem Kunst-Park in der Nähe der Gemeinde Capalbio.
Tarockgarten - ToskanaTarokgarten - Toskana
must see - Absolut sehenswert!Was ist das eigentlich, der Tarockgarten? - Schwer zu beschreiben: Laut Homepage ist dies der esoterische Skulpturengarten der berühmten Künstlerin Niki de Saint Phalle, der auf den Tarockkarten basiert und das Lebenswerk der Künstlerin, ihres Lebensgefährten und vieler Wegbegleiter darstellt.
Tarockgarten - ToskanaTarockgarten - Toskana
Viele, der den Tarockkarten nachempfundenen Figuren kann man begehen und "begreifen". Sie wurden sogar von den ausführenden Künstlern bewohnt.
Tarockgarten - ToskanaTarockgarten - Toskana
Durch einen Besuch in Barcelona wurde Niki de Saint Phalle 1955 von den Werken des berühmten spanischen Künstlers Gaudi inspiriert, eigene Skulpturen zu schaffen. Es ist eine ganz eigene Welt: Die runden Formen und Fliesen erinnern mich stark an den österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser.
Tarockgarten - ToskanaTarockgarten - Toskana
Viele Toskanabesucher haben noch nie etwas von diesem Kunst-Park gehört, andere wiederrum meinen, dass es sich dabei um die größte Sehenswürdigkeit in dieser Gegend handelt. Wir sind der Meinung, dass man sich den "Giardino del Tarocchi" unbedingt ansehen sollte, wenn man in der Gegend ist ...
Il Ciardino dei TarochchiI-58011 Capalbio, Strado Pescia Florentina
Eintritt pro Person: € 12,--Geöffnet: 01.04. - 15.10.
von 14:30 bis 19:30 Uhr
Geschotteter Parkplatz vor dem Kunst-Park
(eventuell auch zum Übernachten geeignet)
GPS (Internet): N 42° 25' 27"
O 11° 28' 13"
Nach "Baden" und "Kunst" ging es nun rund 150 Kilometer weiter in die ewige Stadt Rom ...
Rom_VerkehrZwischengeschichtl:
Unser neues Navi führt uns zum angepeilten Campingplatz in Rom "direkt" durch den inneren Stadtverkehr. Und wenn ich "direkt" sage, dann meine ich wirklich direkt und brutal. Man sagt: Der Verkehr in Rom ist ein Abenteuer, ja er wird sogar als mörderisch eingestuft; Man sagt: Wer den (Straßen-) Verkehr in Rom überlebt hat, dem macht es wieder Freude in Österreich mit dem Auto zu fahren: Wir können das nur bestätigten! Es scheint keine Verkehrsregeln zu geben, außer die eine: Wer sich traut - kommt (vielleicht) ans Ziel, wer stehen bleibt - hat ohnehin verloren ...
Die erste Spur ist prinzipiell zugeparkt, auf der zweiten Spur wird ebenfalls geparkt, wenn notwendig. Wenn es nicht anders geht, bleiben die Römer auch mal kurz auf der dritten Spur stehen, um schnell etwas zu erledigen. Fahrstreifen werden ignoriert, Verkehrszeichen sowieso. Am schlimmsten sind die Vespafahrer, die sich überall durchschlängeln, links und rechts überholen und fahren, als wäre der Böse hinter ihnen her. Es gilt das Prinzip des Stärkeren oder noch besser gesagt: des Mutigeren und selbst die verlieren ab und zu: fast keine Fahrzeug, dass nicht hinten und vorne eine Delle hat. Kommt man an eine Ampel, dann gilt für Fahrzeuglenker und Fußgänger das Gleiche: Sobald es grün wird, muss man die Straße überqueren, als ob es rot wäre. Will man als Fußgänger die Straße ohne Ampel überqueren, dann muss man - trotz anrollender Blechlawine - einfach den Fuß auf die Straße setzen und immer gerade aus. Erstaunlicherweise bremsen dann alle Fahrzeuge - bis auf die schweren LKW's - rechtzeitig ab und Du hast gewonnen.
Im Gegensatz zu früher, hupen die Römer nicht mehr so viel, ihre Fahrweise ist trotzdem verantwortungslos und skandalös ....
... nach einiger Zeit im ärgsten Abendverkehr gewöhnte ich mich schön langsam an die römischen Gepflogenheiten, ja ich muss sogar zugeben, dass es mir allmählich Spaß machte, in Rom mit dem Wohnmobil zu kutschieren und auf's Gas zu drücken ...
Camping RomCamping Rom
Camping rom
Von der wilden Fahrt durch Rom doch ein wenig ermüdet, trafen wir gegen 19:00 Uhr auf dem Campingplatz Flaminio ein und waren begeistert. Nette und humorvolle Angestellte in der Rezeption, der Platz sauber und die Sanitärräume ebenfalls IA (klassische Musik und die Kindertoiletten waren besonders herzig). Nach der stressigen Romdurchquerung genehmigten wir uns trotz frischer Temperaturen noch ein Gläschen Rotwein unter dem nächtlichen, römischen Himmel ...
Stadtcamping Flaminio Campinggebühr pro Tag (Wohnmobil und 2 Personen, incl. Taxe): € 22,--
Ent- und Versorgung, Geschäft, Pool, .... (4 Sterne)Via Flaminia Nuova, 821 - 00189 Roma,
Ca. 5 Minuten Fußweg zum Bahnhof (ca. 20 Min. ins Zentrum)GPS: N 41" 57' 38"
E 12° 28' 48"
 

 
1. Etappe3. Etappe
 
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