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Reiseberichte

Ostertour Sardinien (I) 2011 - 3. Etappe


15. April bis 26. April 2011  2731 km 
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Anreise
Sardinien
Die OstküsteVom Süden in den WestenVom Westen in den NordenVom Norden nach Hause 

 
3. Etappe:
Costa Rei - Cagliari - Fontanamare - Tempio di Antas - Is Arutas , 375 km
(zum Vergrößern auf die Karte klicken ...)
 
Tag 620.04.2011
 Costa Rei - Cagliari - Fontanamare
 1198 - 1389 km (191 km)
Reisezeit 10:25 - 20:00 Uhr9 Stunden 35 Minuten


Die Nacht am Strand von "Santa Giusta" verlief einsam und ruhig. Das einzig "laute Geräusch", war die Brandung des Meeres. Wir trennten uns nur schwer von der "Costa Rei" und fuhren nach einem kühlen Bad entlang der romantischen und sehenswerten "Königsküste" weiter gemütlich Richtung Süden in die Hauptstadt "Cagliari".
 
Nach 94 landschaftlichen, schönen Kilometern, die wir mit Pausen in 2 1/2 Stunden zurück legten, erreichten wir auf kleinen Umwegen die Hauptstadt Sardiniens: "Cagliari".
Entgegen einiger Reiseberichte, die ich im Internet gefunden habe, bin ich der Meinung, dass sich die Hauptstadt Sardiniens durchaus einen Besuch verdient. Großer Hafen (wo wir geparkt haben), enge Gassen (durch die "äußerst gefährlich" jeglicher Verkehr durchläuft), gemütliche Lokale (lecker Eis) und eine schöne Aussichtsplattform über den Dächern (auf der man köstliche, sardinische Speisen konsumieren kann) machten den Stadtausflug absolut sehenswert.
 
Zwischengeschichtl:
Nach dem Besuch der Hauptstadt sah unser Plan vor, dass wir auch den äußersten Süden Sardiniens erkunden wollten - quasi so nah als möglich an Afrika ran ;-))
Auf der Fahrt nach "Pula" wurde der Wind stärker, die See stürmischer - hingegen erlahmte der Verkehr vollends. Bei einem Kreisverkehr erklärte uns ein Polizist, dass auf der Strecke ein schrecklicher Verkehrsunfall passiert ist, es würde sicher ein paar Stunden dauern, eine Umfahrung gibt es nicht - also zurück nach Cagliari. Wir fuhren aus dem Kreisverkehr raus und sahen uns den Stau und die Lage zuerst einmal aus der Ferne an. Nach einiger Zeit gaben plötzlich die Polizisten den Kreisverkehr wieder frei und es hatte den Anschein, dass es weiter gehen würde. Also drehten wir kurzer Hand wieder um und fuhren voll Hoffnung in die ursprüngliche Richtung Süden. Sehr weit kamen wir nicht, dann standen wir wieder - gut eine Stunde - bis wir zum nächsten Kreisverkehr kamen, an dem wir ausfuhren und die Gelegenheit nützten, um ein bisschen einzukaufen. Als nach dem Einkauf der Stau derselbe war und die Polizisten von ihrer wahrscheinlichen Kaffeepause zurück gekehrt und die Straße wieder gesperrt hatten, entschlossen wir uns die Fahrt in den Süden abzubrechen und kurzer Hand an die Westküste zu reisen ...
 
 Die Fahrt an die Westküste ging quer durchs Land auf - wie immer - ausgezeichneten Straßen problemlos vor sich.
Wir hielten uns in Richtung der Stadt "Iglesias" und trafen am Abend bei "Fontanamare" wieder auf das Meer, wo uns ein alter Wachtturm (Bild) mit eigenem, überdachten Abluftschacht empfing.

Trotz schlechter werdenden Wetter (wie vorausgesagt) erlebten wir noch einen herrlichen Sonnenuntergang ... 
 
Wunderschöner Sonnenuntergang vor dem berühmten, sardinischen "Pan die Zucchero" (Zuckerhut). Danach stellten wir uns auf den großen Parkplatz bei Fontanamare zum Nächtigen auf. Nach dem ich in der Dämmerung noch ein kurzes Bad genoss, wurde der Wind immer stärker und schüttelte unsere Wohnmobile in der Nacht gehörig durch. Gegen Mitternacht kamen zum lauten Wind auch noch ebenso laute und viele Jugendliche. Bei diesem Geschrei und Gehupe war an Schlaf nicht wirklich zu denken, aber wir dachten an unsere Jugendzeit zurück ...
 
Stellplatz "Fontanamare"Kostenlos
Großer betonierter Parkplatz direkt am MeerI-09010 Connesa - Fontanamare
Kleiner Imbißstand GPS (Internet): N 39° 17' 21.7"
E 8° 26' 16.3" 
 
Tag 721.04.2011
 Fontanamare - Tempio di Antas - Is Arutas
  1389 - 1573 km (184 km)
Reisezeit 07:25 - 16:00 Uhr8 Stunden 35 Minuten
Nach dieser stürmischen Nacht empfing uns ein kalter und regnerischer Morgen und wir brachen relativ früh auf. Vom miesen Wetter ließen wir uns die Laune nicht verderben. Vorbei am Zuckerhut ging es entlang der wilden Steilküste immer höher rauf. Fast Menschenleer gondelten wir mal rauf mal runter und als wir nach der weidergefundenen Zivilisation "Buggeru" auf den "Capo Percora" hinunter fuhren, kamen mir Erinnerungen an unsere Irlandtour 2008 in den Sinn ...
 
Äußerst windig, Nieselregen, urige Landschaften, blühende Natur - fast wie in Irland. Nur dass sich bei unserer Irlandreise 2008 das Wetter alle 10 Minuten änderte und die irischen Pub's zum Verweilen einluden. Hier am "Paco Percora" behielt leider das Schlechtwetter die Oberhand. Wie schön muss es erst bei Sonnenschein an diesem wunderbaren, eigentümlichen Ort sein ...
 
Capo Percora im Norden von BuggeruGPS (Internet): N 39° 25' 8.7"
E 8° 24' 43.2" 
 



Was tut man bei so einem Sauwetter? Man macht einen Abstecher ins Landinnere und besucht eine antike Ausgrabungsstätte:
Der römische Tempel des Sardus Pater von Antas liegt malerisch auf einer leichten Anhöhe. Er wurde wahrscheinlich 300 v. Chr. auf einem punischen Tempel aus dem 6 Jh. v. Chr. erbaut. Es wird weiter vermutet, dass das Heiligtum zu der bedeutenden Römerstadt "Metallica" gehörte, die bisher noch nicht entdeckt wurde. 
Für € 3,50 wanderten wir den Hügel hoch, Sonja probierte eine der beiden Badewannen und wir philosophierten über alle möglichen und unmöglichen Beweggründe hier mitten im Gelände einen solchen Tempel zu errichten ...
 
Tempio di Antas (Parkplatz, WC)GPS (Internet): N 39° 23' 30.3"
E 8° 29' 58.4" 
 

Gesäumt von Palmen führte uns die Reise nach dem kulturell-geschichtlichem Ausflug zurück - wie sollte es auch anders sein - ans Meer.

Sämtliche Reisebücher berichten von einem sonderbaren Strand, der angeblich aus keinem gewöhnlicher Sand, sondern aus reiskorngroßen Quarzsteinchen bestehen soll - also fuhren wir bei immer noch schlechtem Wetter nach "Is Arutas" ...
Und wirklich - wir fanden ihn, den Reiskornstrand: Wunderbar gelegen am türkisgrünen Meer, dass von Kalkklippen umsäumt wird. Die Entnahme der "Reiskörner" ist im Naturschutzgebiet übrigens streng verboten! Geldbußen bis immerhin € 170,-- drohen.
 
Leider übersahen wir die Verbotsschilder am Parkplatz vor dem Strand und fanden ein ruhiges Plätzchen. Gleich daneben waren wir durch ein eigenwilliges Felsgebilde gegen Regen und Wind geschützt.

Den angebrochenen Nachmittag nützten wir in dieser Naturidylle je nach Lust und Laune:
"Kaffetscheln", joggen und ich ging meinem Hobby - der Jagd nach schönen Motiven mit der Kamera nach ....

... und fand eine Falken, der den Wind wie ein Künstler ausnützte, weiters herrliche, gelbe Margeritenfelder und mehr oder weniger bekannte Blumen und Kräuter, wie Ginster, Thymian, Safran, Lavendel, Myrthe usw.
Wunderbare Natur im Hinterland des Reiskornstrandes ...
Ruhig und leise - wie es sich für dieses herrliche Naturschutzgebiet gehört - ließen wir den Abend bei einem einheimischen Fläschchen sardinischen Rotweins "Cannonau", den wir uns unterwegs gekauft hatten, ausklingen ...
 
Stellplatz "Reiskornstrand"Kostenlos
Vor dem Naturschutzgebiet stehen Parkflächen zur VerfügungIs Arutas
Restaurant (hatte zu Ostern leider geschlossen) GPS (Internet): N 39° 57' 7.7"
E 8° 24' 11.1" 
 

 
2. Etappe4. Etappe
 
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