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Reiseberichte

Städtereise (Nord- und Mittelitalien) 2010 - 6. Etappe


27. März - 04. April 2010   1806 km
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Venzone, Venedig,Padua, Florenz,Siena,  Castiglione, Perugia,Assisi, Heimfahrt,

6. Etappe:
Assisi - Urbino - Heimfahrt (Bad Kleinkirchheim): 841 km
Tag 803.04.2010
 Kloster Eremo delle Carceri - Urbino
 965 - 1093 km (128 km)
Reisezeit 10:30 - 13:45 Uhr3 Stunden und 15 Minuten
Den herrlichen Morgen nützten wir, um im Freien zu frühstücken. Danach überlegten wir die Route Richtung Heimat. Sepp hatte bei seinem morgendlichen Jogginglauf herausgefunden, dass man vom Gipfel des Monte Subasio eine Wahnsinnsaussicht hat und ich hatte gelesen, dass man diese Straße als Verbindung in Richtung Meer (quasi Ostküste Italiens) nützen kann.
must see - Absolut sehenswert!So wagten wir die Auffahrt (zuerst Asphalt und dann geschotterte Straße) auf den 1290 Meter hohen Hausberg von Assisi und wurden mit einer herrlichen Rundumsicht (anscheinend bis nach Rom ...) und einer Superfahrt belohnt.
Zum letzten Mal blickten wir auf das, vor uns liegende Tal "Valle Umbre" und auf Assisi.
Die Überfahrt Richtung "Collerpino" hat sich wirklich ausgezahlt und auch unsere - ansonsten eher beim Fahren das Flachland liebende Damen - waren begeistert.
Irgendwie durch Zufall - oder war es Bestimmung - erreichten wir nach 128 Kilometern auf teils sehr engen und kurvenreichen Straßen "Urbino". Diese Stadt liegt in der Region Marken und hat ca. 15.500 Einwohner. Sie ist ebenfalls Teil des Weltkulturerbes. Man wird es kaum glauben, aber auch hier besuchten wir die Kirche und den herzoglichen Palast.
Um nicht in Gefahr zu geraten, eine "Kirchophobie" (dieses Wort wurde von Heidi und mir erfunden. Angst vor Kirchen gibt es anscheinend wirklich und wird laut Wikipedia " Ecclesiophobie" genannt) zu erleiden, besuchten wir dieses Mal auch eine zeitgenössische Ausstellung mit interessanten Installationen.

Weiters freuten wir uns, in Urbino einen Markt - dieses Mal völlig ohne Kitsch - und dafür mit wirklicher Handwerkskunst aus der Umgebung, zu besuchen. Danach ging die Fahrt weiter - Richtung Küste ...
 
Tag 903.04.2010
 Urbino - Casal Borsetti
 1093 - 1243 km (150 km)
Reisezeit 16:35 - 18:45 Uhr2 Stunden und 10 Minuten
 
Heidi und Sepp hatten an diesem Tag als Zwischenziel bei der Heimfahrt den kleinen Ort "Casal Borsetti" an der Küste gewählt. Wir kannten diesen Ort und den 100 Meter vom Meer entfernten Stellplatz von unserer ersten Toskanareise. Damals im Juli standen nur einige Wohnmobile auf diesem ideal liegenden Stellplatz der Gemeinde - dieses Mal füllten sicherlich an die 300 Wohnmobile den Platz. Für uns ein Grund auf dem gegenüberliegenden Parkplatz der Sportanlage fast alleine zu übernachten. Natürlich nützten wir die Gelegenheit, um einen Spaziergang zum Meer zu unternehmen ...
Zwischengeschichtl:
An diesem Ostersamstag kamen wir bei der örtlichen Kirche vorbei und nahmen spontan an dem "Rituale del Fuoco" (bei uns vergleichbar mit dem "Scheittelbrennen") und an der anschließenden Messe teil, um das Kirchenvolk von Casal Borsetti ein wenig zu verstärken. Man kann sagen, dass es trotzdem wir ausser "Amen" fast kein Wort verstanden haben, ein Erlebnis gewesen ist (der Pfarrer hat den Ministranten am Ohr gezogen, ein emsiger Pfarrdiener, der ein bisschen an Quasimodo erinnert hat, doch teilweise andere Gebräuche als bei uns zu Hause, u.v.m.).
 
Stellplatz Casal Borsetti:Parkplatz bei der Sportanlage
I-48010 Casal Borsetti,leider keine GPS-Daten vorhanden
gegenüber dem öffentlichen Stellplatzkostenlos
 
Tag 1004.04.2010
 Casal Borsetti - Bad Kleinkirchheim - Kuchl
 1243 - 1659 -1806 km (563 km)
Reisezeit 09:15 - 17:05 Uhr (Bad Kleinkirchheim)7 Stunden und 50 Minuten
Reisezeit 21:20 - 23:15 Uhr (bis Kuchl)1 Stunde und 55 Minuten
 
Die Fahrt ging über die Bundesstraße nach Udine und dann weiter bis Tarvisio. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es mit dem Wohnmobil kilometermäßig keinen großen Unterschied macht, ob man auf der italienischen Seite die Autobahn oder die Bundesstraße benützt. Auf der Bundesstraße ist das Tempo ähnlich, man sieht wesentlich mehr von der Landschaft und erspart sich so nebenbei auf dieser Strecke € 22,90 an Mautgebühren.
 
Bei einem Kaffee in der Autobahnraststätte Arnoldstein verabschiedeten wir uns von unseren Freunden, den "Bocheis", da wir noch die Römertherme in Bad Kleinkirchheim zum Abschluss unserer diesjährigen Osterreise testen wollten und Sepp nach Hause musste.
Sieht man jetzt von den etwas unmotivierten Damen beim Empfang ab, ist der Besuch in dieser auf 1087 Meter liegenden Therme doch auch empfehlenswert. Der Badebereich ist schön aber etwas "umständlich" angelegt (z.B. muss man, um ins Aussenbecken zu gelangen, aus dem Hauptbecken im Inneren raus, über eine Stiege runter, in ein kleines Becken wieder rein und kann dann erst nach aussen schwimmen ...). Der Wellnessbereich erstreckt sich auf drei Ebenen und weist sieben Saunen auf. Erstaunt hat mich, dass fast nur italienische Gäste anwesend waren - wahrscheinlich weil es ein "Römerbad ist ;-))
 
Da der Wetterbericht nichts Gutes ansagte und mir die 8 " C in Italien schon kalt genug waren, beschlossen Sonja und ich gleich nach dem wohltuenden Aufenthalt im Thermal Römerbad den kürzesten Weg nach Hause zu nehmen.
Dieser - wieder einmal - wunderschöne Wohnmobilurlaub zu Ostern 2010 ging mit Schneefall auf der Salzburger Seite der Tauernautobahn zu Ende.
 
 
Danke an Heidi und Sepp !
 

 
5. Etappe1. Etappe
 
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