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Reiseberichte

Städtereise (Nord- und Mittelitalien) 2010 - 1. Etappe

Kuchl - Venzone (I) - Venedig - Padua - Florenz - Siena - Castiglione - Perugia - Assisi - Urbino - Bad Kleinkirchheim (A) - Kuchl (1806 km)


27. März - 04. April 2010   1806 km
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Venzone, Venedig,Padua, Florenz,Siena,  Castiglione, Perugia,Assisi, Heimfahrt,


 
Herzlichen Dank an Margreth, Elisabeth, Marlene, Rupert und Papa für die tatkräftige Mithilfe, die uns diese schöne Osterreise 2010 ermöglicht hat !
 

So wie im Vorjahr (Azurtour) wollten wir (Heidi und Sepp, Sonja und Rupert - quasi der Autor, also quasi ich) auch 2010 die Osterferien nützen, um mit unseren Wohnmobilen auf Erkundungsreise zu gehen. Uns schwebte eine Fahrt in die Wachau vor, danach nach Wien (Grinzing) und noch ein bisschen nach Ungarn schnuppern. Eine schöne Vorgabe - aber das Wetter spielte überhaupt und gar nicht mit! Für die Gegend um Wien sagte der Wetterbericht Regen und sogar Sturm an. Flexibel wie wir nun einmal sind, ließen wir uns davon aber nicht verdrießen: Wir fahren einfach dahin, wo es Schönwetter ist ...
... da kann man aber flexibel sein, wie man will: Wenn im näheren Umkreis von ca. 1000 km keine Sonne auf sämtlichen Wetterkarten der nächsten sieben Tage findet, dann tut man sich auch als flexibler Wohnmobilreisender etwas schwer. Wir entschieden uns dann für die Gegend von Norditalien - da blitzte doch ab und zu die Sonne auf und auch die Temperaturen waren halbwegs annehmbar.

Ich darf vorwegnehmen, dass es wettertechnisch eine wunderbare Reise wurde und auch ansonsten (bis auf eine Autopanne) viel zu besichtigen und bestaunen gab: Vor allem Kirchen und Kirchen, aber auch wunderschöne Plätze, Paläste und sonstige Bauwerke ...
 
Link zur Route (Google-Maps)
 
1. Etappe:
Kuchl - Venzone - Venedig - Padua , 447 km
Tag 127.03.2010
 Kuchl (A) - Venzone (I) - Pasiano
 0 - 340 km
Reisezeit 13:15 - 19:37 Uhr6 Stunden 22 Minuten
Wetter: heiterAnfahrt über die A10 (Tauernautobahn) über Villach nach Tarvisio (I) danach über die Bundesstraße nach Venzone - Udine - Pasiano
Fahrt nach Norditalien 2010In diesem Jahr hatten Heidi und Sepp die Vorfahrt. Sonja und ich durften brav dahinter die Reise ohne viel Aufwand und Sorgen genießen. Die Richtung, Route und Etappenziele lagen dieses Mal alleine im Ermessen der "Bocheis". Das hieß für uns: Navi aus und viel Zeit - bei guter Musik - zum Reden und Schauen. So war die Anfahrt schon ein erholsames Erlebnis.
Die Fahrt ging über die Tauernautobahn von Kuchl nach Kärnten zum Grenzübergang Arnoldstein. Danach fuhren wir in Italien auf der gut ausgebauten Bundesstraße durch Friaul - Richtung Udine.
Erster spontaner Zwischenstopp nach 255 Kilometer war das kleine, aber sehenswerte Örtchen Venzone. Am 06. Mai 1976 wurde dieser Ort, wie viele andere Gemeinden in Friaul auch, von einem schweren Erdbeben fast völlig zerstört. Den Bürgern ist es nach dem Motto: "Wo es war und wie es war ..." zu verdanken, dass keine Fertigteilhäuser errichtet - sondern das alte Venzone, mit den vorhandenen Trümmern wieder aufgebaut wurde.
 
Besonders im Dom von Venzone sieht man genau, welche alten Steine zum Wiederaufbau  verwendet wurden. Weiters kann man auch ein - aus einem Baum geschnitztes - zeitgenössisches Kunstwerk bestaunen. Die bekannten Mumien - zu denen sich auch, einer Sage nach, Napoleon gesellen wollte - konnten wir in der benachbarten Kapelle nicht besichtigen, da diese geschlossen war.
 
Bekannt ist der sympathische Ort auch durch den Lavendel den man auch in einem gar lieblichen Geschäft wiederfindet.
 
Weiters ging es - immer hinter dem Wohnmobil von Heidi und Sepp hinterher. Nachdem es dunkel wurde, bog Sepp irgendwo zwischen Udine und Venedig von der Bundesstraße in eine Seitengasse ab und wir stellten unsere Wohnmobile zur Nachtruhe neben einem verlassenen Bauernhof ab (Vorort von "Pasiano di Pordenone").
Es schien eine ruhige Nacht zu werden. Nur das Bellen eines wachen Hofhundes störte ein wenig. Das Bellen wurde vom Krähen eines Hahnes abgelöst. Der Wecker zeigte unseren müden Augen die Uhrzeit: 02:30 Uhr ... 
 
... allmählich wurde das Krähen des Hahnes von seinen Eidgenossen in den umliegenden Bauernhöfen tatkräftig unterstützt und nach einiger Zeit stimmte auch der Hund wieder in das nächtliche Konzert mit ein. An Schlaf war nur mehr bedingt zu denken. Aber was soll's: Wir waren ja im Urlaub und was gibt es Schöneres als in der Natur zu übernachten (vielleicht in der "ruhigen" Natur zu übernachten. Als Andenken schmückte sich Sepp mit einer verlorenen Hahnenfeder. 
 
Übernachtungsplatz Pasiano di PordernoneWegen Hahngeschrei nicht empfehlenswert
 
Tag 228.03.2010
 Pasiano - Fusina (Venedig)
 340 - 423 km (83 km)
Reisezeit 09:45 - 11:10 Uhr1 Stunden 25 Minuten
Gestärkt aber unausgeschlafen ging es nach dem Frühstück weiter, wieder über die Bundesstraße nach Fusina, eine Hafenanlage im Süden von Venezia. Auf einem großen Parkplatz (Parkgebühr für 12 Stunden = € 8,--. Übernachten nicht möglich - Campingplatz nebenan) Von hier fahren alle 30 Minuten Schiffe direkt nach Venedig (Preis für Hin- und Rückfahrt pro Person = € 10,--).
 
An der Anlegestelle von Fusina warteten wir auf das Boot nach Venedig und konnten dabei das herrliche Wetter genießen und zukünftige Gondolieri bei der Ausbildung beobachten ;-))
Wir hatten Venedig vor ungefähr 10 Jahren zum letzten Mal besucht und so war es wieder einmal schön durch die berühmte Lagunenstadt mit ihren unzählbaren Postkartenmotiven zu schlendern.
Über 270.000 Menschen leben in Venedig, ca. 62.000 davon in der Lagunenstadt. Täglich besuchen durchschnittlich über 44.000 Touristen die Stadt - im Jahr so an die 16 Mllionen!
 
 
Mir ist aufgefallen, dass - für Venedig - ziemlich wenige Tauben den Markusplatz säumten, dafür in den Nebengassen umsomehr Masken und Andenkläden. 
 
 
Wie immer in Venedig: interessante Aus- und Einsichten 
 
 
Eine Gondelfahrt (€ 90,--) leisteten wir uns nicht, dafür geleiteten unsere Damen mit den Stadtplänen in der Hand, uns sicher durch die schmalen Gäßchen und über die (ca. 600) Brücken. 
 
Ein Cappuccino und die Sonne aufs Haupt scheinen lassen - was will der Mensch mehr?
Mich würde eher interessieren, von was Sepp hier träumt?  
 
 Fusina (Venedig) - Padua
 423 - 474 km (51 km)
Reisezeit 18:15 - 19:35 Uhr1 Stunden 20 Minuten
 
 Den Abschluss an diesem Tag bildete die kurze Fahrt nach Padua. Sie ist eine der ältesten Städte Italiens mit derzeit ca. 212.000 Einwohnern.
Unser Kapellmeister, der nicht nur musikalisch sehr gebildet ist, empfahl uns diese Stadt in Bezug auf ihre Kirchen und Kunstwerke.
Vorerst stellten wir fest, dass Padua eine Großstadt mit viel Verkehr und wenig Parkplätzen ist. Wir verbrachten die Nacht zwar an einem Fluss aber auch mit viel Lärm. So endete die zweite Nacht ähnlich wie die erste Nacht unseres Osterurlaubs 2010 - mit wenig Schlaf.
 
Übernachtungsplatz PaduaWegen Straßenlärm nicht empfehlenswert
 

 
 2. Etappe
 
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