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Reiseberichte

Sommertour Frankreich 2010 - 5. Etappe


23. Juli bis 07. August 2010  5510 km 
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Anfahrt, Carmargue,Barcelona, Lourdes,Atlantikküste, Arcachon, Arcais, Ile ..Bretagne:
Carnac, Guissény,
Côte de Granit Rose, Heimfahrt, 


5. Etappe:
Guissény - Pointe du Château - Cap Fréhel, 304 km              -                Heimfahrt, 1680 km.
 
 
Tag 1203.08.2010
Côtes-d'ArmorGuissény - Pointe du Château
Rosa Granitküste3526 - 3706 km (180 km)
Reisezeit: 10:20 - 17:40 Uhr9 Stunden 20 Minuten
Über Landstraßen ging es nach einem ausführlichen Spaziergang an der Küste und dem gemütlichen Frühstück wieder weiter über Landstraßen der Küste entlang nach Trébeurden, wo uns die interessanten "Skulpturen" der berühmten Granitküste im Département Côtes d' Armor begrüßten.
  
Dieser Küstenabschnitt ist sicher einer der schönsten Abschnitte in der Bretagne. Steilküstenabschnitte mit teilweise bizarr geformten Granitblöcken wechseln sich mit zahlreichen Sandstränden und Buchten ab. Bilder sagen mehr als tausend Worte - also lassen wir die Bilder sprechen ...
Wem dieser Küstenabschnitt nicht gefällt - dem kann ich leider auch nicht helfen: Wir waren jedenfalls begeistert!
 
Tag 12 - 03.08.2010Pointe du Château - Cap Fréhel
Rosa Granitküste3706 - 3830 km (124 km)
Reisezeit: 17:40 - 20:05 Uhr2 Stunden 25 Minuten
Am frühen Abend trafen wir auf der Landzunge Cap Fréhel ein.  Auf einem Parkplatz oberhalb einer schönen Meeresbucht standen bereits ca. 10 Wohnmobile, deren meist französische Besitzer sich vom Parkverbot zwischen 22:00 und 08:00 Uhr nicht beirren ließen. Also gesellten wir uns zu ihnen und erfuhren von den netten Nachbarn, dass in der Früh der Bäcker meistens vorbeischaut. Unser erster Weg war dann sofort zum Meer runter. Zum Baden war es leider zu bewölkt, aber unsere Füße ließen wir schon ein bisschen von den Wellen umspülen.
 
Hier gefiel es uns - hier blieben wir. Wandern an der Küste: Das Heidekraut "Erika" gibt der ganzen Landschaft einen rot-lila-Schein in allen Schattierungen. Die Klippen sind hier bis zu 70 Meter hoch und wechseln sich mit Sandbuchten ab. Am Cap warten zwei Leuchttürme und eine super Aussicht auf die Besucher.
Durch eine kleine Panne kamen wir auch nach Saint-Brieuc und besichtigten die alten Fachwerkbauten und den dortigen Dom, der aber eher an eine mittelalterliche Ritterburg erinnerte.
Auf eine unserer Radwanderungen fand ich einen Kanaldeckel aus - man glaubt es kaum - Salzburg. Wir kauften auf einem Markt frischen Fisch und zauberten daraus mit Hilfe meines Notebooks eine Rotbarbe a la Stroganoff.
Zum Schluss unseres schönen Tages auf Cap Fréhel stand der Besuch von Fort le Latte auf dem Programm. Im Burgladen erstand ich "meinen" Brieföffner, auf den ich sieben Jahre warten musste ;-))

Hier schloss sich also der Kreis und wir mussten leider - so schwer es uns fiel - wieder die Heimreise antreten.
 
 
Heimfahrt:
Cap Fréhel - Le Mans - Orléons - Nancy - Stuttgart - München - Kuchl, 1688 km
Tag 1506.08.2010
HeimfahrtCap Fréhel - Orléons
 3830 - 4405 km (575 km)
Reisezeit: 15:45 - 24:05 Uhr8 Stunden 50 Minuten

Nach dem Besuch von Fort la Latte traten wir die Heimfahrt an, nicht ohne vorher noch dem berühmten Mont Saint Michel einen Kurzbesuch ab zu statten.

Die unzähligen Autos und Wohnmobile sowie die hohe Parkgebühr schreckten uns allerdings ab. Da wir St. Michel schon einmal genossen hatten, fiel uns die Weiterfahrt nach Orléons nicht allzu schwer. Außerdem hatten wir dann doch nach über zwei Wochen wieder Heimweh ...
 
Tag 1607.08.2010
HeimfahrtOrléons - Nancy - Stuttgart - München - Kuchl
 4405 - 5510 km (1105 km)
Reisezeit: 08:15 - 00:50 Uhr16 Stunden 35 Minuten
Weiter ging die Heimfahrt auf teilweise gut ausgebauten, mautfreien Nationalstraßen von Orléons über Nancy Richtung Straßburg.
Das Fahren in Richtung Heimat machte so richtig Spaß. Wir sahen schöne Gegenden, erlebten herrliche Stimmungen, ließen uns in der Champagne ein Hühnchen schmecken und gelangten so ohne Probleme nach Deutschland.
Irgendwo zwischen Stuttgart und München nahmen wir unsere Abendjause zu uns. Als Sonja den Deckel der Käseaufbewahrungsschüssel anhob, fiel ich fast in Ohnmacht, ob des intensiven Geschmackes. Der Geruch des dahinfliesenden Bretagne-Briekäse war wirklich unbeschreiblich.

Bei München befiel mich dann doch etwas Müdigkeit, aber meine allerliebste Ehefrau las mir das letzte Kapitel meines Urlaubromanes von Charlotte Roche vor und das hielt mich dann wach. So konnten wir kurz nach Mitternacht unsere Heimat glücklich erreichen ...

 
Resümee:
Ohne Übertreibung - eine unserer Traumreisen. Obwohl ich gerne meine Reisen vorplane und mich ausreichend informiere, war dieses Mal die Planung aus Zeitgründen nicht ganz so intensiv. Wir packten unsere Reiseführer ins Womo und fuhren los. Auf jeden Fall wollten wir Lourdes und die französische Atlantikküste besuchen -der Rest ergab sich unterwegs von selbst.
Im nachhinein gesehen war es ein äußerst kilometerreicher Urlaub, obwohl uns dies unterwegs gar nicht so vorkam. Dass die Anfahrt und die Heimfahrt eine lange Strecke sein würde das wussten wir von Anfang an. Die Tage bzw. die Fahrten dazwischen hielten sich in Grenzen und wir hatten genügend Zeit zum Relaxen.
Kurzzusammenfassung der Stationen:
Avignon
hat uns enttäuscht;
Carmague mit St. Maries de la Mer ist zwar touristisch etwas überladen, ein Besuch lohnt sich aus unserer Sicht aber sicherlich;
Barcelona hat uns gefallen: sauber, viele Sehenswürdigkeiten, schön am Meer gelegen;
Lourdes hat uns positiv überrascht, sieht man von den vielen Kitschläden außerhalb des hl. Bezirkes ab. Ich kann mich an solchen Orten einer besonderen Stimmung nicht verwehren;
Atlantikküste: Bei der Dune de Pyla - wunderschön, die übrige Atlantikküste hat uns ein bisschen enttäuscht;
Arcais: Auch das Landinnere kann interessant sein und die Bootsfahrt im "Grünen Venedig" hat uns besonders gut gefallen.
Südbretagne: In den Steinfeldern von Carnac kommt ein gewisses - wie soll ich sagen - keltisches Gefühl rüber - soll man unbedingt einmal gesehen haben. Die Küstenlandschaft ist im Gegensatz zu den Inseln an der Atlantikküste lebhaft und interessant.
Nordbretagne: Hundertprozentig eines der Highlights unserer Tour - das muss man einfach mal gesehen haben und das kann man ruhig öfters sehen ...
Frankreich - Wohnmobilreiseland:
Wir sind - so wie jedes Mal in Frankreich netten Leuten begegnet. Wenn man sie mit nur ein paar Brocken Französisch anspricht sind sie keineswegs arrogant, sondern hilfreich und freundlich.
Wir haben in den 16 Nächten dreimal an Stellplätzen übernachtet, die kostenpflichtig waren (Maries de la Mer, Barcelona, Arcais). Ansonsten sind wir frei gestanden und hatten dabei nie Schwierigkeiten. Frankreich und besonders die Bretagne scheinen nach wie vor sehr geeignet für den Urlaub im Wohnmobil zu sein.
Trotz Hauptreisezeit hatten wir fast nirgends (außer Maries de la Mer und Mont St. Michel) das Gefühl, dass die Strände, Straßen und Orte überfüllt waren. Wir wunderten uns eher über die relativ geringe Anzahl an Touristen. Ebenso gewundert haben wir uns über die geringe Anzahl von Stechmücken (gezählte zwei Exemplare trafen in diesen 16 Tagen an der Mittelmeer- und Atlantikküste auf uns).
Frankreich bleibt nach wie vor unser Urlaubslieblingsland!
Kosten:
Maut: € 90,13
Treibstoff: € 714,11

 
4. Etappe 1. Etappe
 
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