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Reiseberichte

Sommertour Frankreich 2010 - 4. Etappe


23. Juli bis 07. August 2010  5510 km 
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Anfahrt, Carmargue,Barcelona, Lourdes,Atlantikküste, Arcachon, Arcais, Ile ..Bretagne:
Carnac, Guissény,
Côte de Granit Rose, Heimfahrt, 

4. Etappe:
Île de Noirmoutier - Carnac - Guissény, 420 km
 
Tag 1001.08.2010
SüdbretagneÎle de Noirmoutier - Auray - Carnac
 3109 - 3277 km (168 km)
Reisezeit: 17:30 - 22:00 Uhr4 Stunden 30 Minuten
Die Bretagne begrüßte uns am späten Nachmittag mit schönen Wetter, hügeliger Landschaft und einer Windmühle.
Ich verwende gerne Wohnmobil-Reiseführer als groben Leitfaden für unsere Fahrten. Da wir aber nicht geglaubt hatten, dass unsere Frankreichtour 2010 so weit gehen würde, hatten wir auch keine entsprechenden Reiseführer mit. Aber wir hatten ja noch die Reise-Erzählungen meiner beiden Onkels im Ohr, also ging es aufs Geradewohl los ...
  


Unsere erste Station in der Südbretagne war der Golf von Morbihan. Die Kleinstadt Auray besitzt ein malerisches Hafenviertel an den Ufern des Loc'h. Enge Gassen, kleine Häuschen und viele Restaurants und Creperien. Nach dem Spaziergang und einem kurzen Aufenthalt in diesem netten Ort wurde Sonja noch mit herrlichen (und ebenso teuren) Köstlichkeiten aus einer "Schokoladerie" belohnt.
Danach ging die kurze Fahrt (24 km) weiter nach Carnac. Uns erwartete eine eigentümliche Stimmung. Der 4500-Seelenort ist berühmt für seine über 3000 Menhire (zwischen einem halben und vier Metern hoch) und Dolmen. Sie sollen bis zu 6000 Jahre alt sein. Über ihre Bedeutung ist man sich nicht ganz einig. Die Dolmen sollen als Grabmäler gedient haben. Ich habe genau die gleichen Dinger in Irland gesehen. Aber so eine große Anzahl an Menhiren sahen wir bisher noch nie und ein leichter Nebel und die Abendstimmung erzeugten ein eigenartiges Bild ... 
 
Genau neben so einem Feld mit Hunderten Steinen suchten wir uns im Wald einen schönen Stellplatz und beendeten nach dem Abendessen diesen aufregenden Tag an an einem historischen Ort.

Steinfeld Kermario,  56340 Carnac,
WC,
Leider haben hier mein Navi und auch mein Notebook nicht richtig funktioniert. Ob das etwas mit den Steinen zu tun hatte? - Ich weiß es nicht ...
 
Tag 1102.08.2010
SüdbretagneCarnac - Guissény
 3288 - 3526 km (249 km)
Reisezeit: 13:55 - 19:45 Uhr7 Stunden 50 Minuten
Den Vormittag des nächsten Tages nützten wir für einen ausreichenden Spaziergang um die Steinfelder, da im Sommer wegen dem angeblich großen Andrang von Touristen der direkte Zutritt zu den Steinen abgesperrt ist. Wir sahen nicht allzu viele Touristen und fanden auch einige, wenige Menhire, die ohne Zaun in der Umgebung herum standen.
Nachdem Sonja noch einen blinden Hasen neben der Straße das Leben gerettet hatte fuhren wir weiter.
Man darf jetzt nicht glauben, dass wir für die 249 Kilometer lange Fahrt von Carnac in die Oberbretagne nach Guisseny fast acht Stunden gebraucht haben. Wie immer bei dieser Frankreichtour gingen wir die Autofahrten sehr gemütlich an. Wir besichtigten unterwegs Kirchen, Strände (baden) oder was sonst so auf dem Weg lag: Zum Beispiel auch mal einen Campingplatz (wie der riesige Campingplatz in Erdeven, Preis für eine Nacht mit Womo und 2 Personen: € 7,95 !) oder einen Flohmarkt. Natürlich legten wir zusätzlich Pausen für das Mittagessen und selbstverständlich für den Nachmittagskaffee ein ...


Über gut ausgebaute Schnellstraßen ging die Fahrt Richtung Oberbretagne. Vorbei an Lorient, Quimper, Brest und danach über Landerneau und Lesneven wieder in Richtung Meer.

Bei Brignogan-Plages sichteten wir einen der höchsten Leuchttürme und erkundeten die schöne Gegend, die sich ganz anders als die Atlantikküste um Bordeaux darstellt.
Kaffeepause in Brignogan-Plages mitten in der Natur mit wunderbaren Ausblick.



Wir freuten uns über die schönen Eindrücke in der Nähe und in der Ferne, fuhren aber dann doch weiter in Richtung Guissény (ca. 30 km nördlich von Brest), wo wir einen herrlichen Stellplatz fanden.
Zwischengeschichtl:
In Bezug auf Stellplätze wäre uns - und sicherlich nicht nur uns - am liebsten, wenn man auf einem kleinen Feld-, Wiesen- oder Waldweg von der Straße abbiegen könnte, danach direkt ants Meer oder an einen Fluss gelangen würde und hier ohne die Anwesenheit von anderen Mitbewohnern oder Fahrzeugen die quasi unberührte Natur alleine genießen könnte ...
Es wäre zu schön, aber wir sind nicht so naiv, zu glauben, dass es solche Stellplätze wie Sand am Meer gibt. Im Gegenteil, auf unseren bisherigen Reisen machten wir großteils die Erfahrung, dass man schon Glück haben muss, wenn man ungestört an ein Gewässer (Meer, Fluss oder See ...) heranfahren kann. Wenn dies gelingt und dann nur ein paar Wohnmobilkollegen auch diesen Platz gefunden haben - ist das ein Grund, um glücklich zu sein.
Bei unserer Reise in die Bretagne haben wir einige Plätze gesehen, wo es sich auch gelohnt hätte, etwas länger zu bleiben.
Einer davon war der Stellplatz in Guissény. Zwar nicht abseits der Zivilisation, aber direkt in einer großen Bucht (Flußmündung) am Meer, zwischen zwei wundersamen Granitsteinkompositionen auf einem Wiesenparkplatz. Hier stand zwar ein Schild mit Campingverbot, aber da wir ja nicht campten sondern übernachteten (scheint in der Bretagne überhaupt kein Problem zu sein) standen wir hier mutterseelenalleine.
 
Stellplatz Guissénykostenlos
Rue du Chanoine Etienne Rannou, 29880 Guissény,
Wiesenparkplatz mit Schild: Camping
Picknikplatz, MistkübelGPS (folgt): N 00°00'
W 0°00'
 
Zum ersten Mal erlebten wir in dieser Bucht von Guisseny den Unterschied zwischen Ebbe und Flut so richtig, quasi hautnah. Bei unser Ankunft war bis auf ein paar kleine Pfützen in der ca. 2,5 Kilometerlangen Bucht kein Wasser. Nach einer kräftigen Jause mit einem Briekäse aus der Bretagne spazierten wir die ca. 500 Meter über den welligen und festen Sand zum anderen Ufer. Beim Rückweg konnten wir die Flut und das Wasser, dass sich seinen Weg über die gesamte Fläche machte, beobachten. Ein herrliches und gutes Gefühl, barfuß zwischen den Gezeiten zu wandern. Als wir in der Früh aus unserem Alkovenfenster auf das Meer blickten, war das Wasser wieder verschwunden.
 

 
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