Gästebuch
 Startseite nach rechts Reiseberichte nach rechts Irland 2008 nach rechts 1. Etappe

Reiseberichte

Irlandtour 2008 - 1. Etappe (von 6 Etappen)

10. - 19. April 2008
(Kuchl) - Dublin - Glendalough - Waterford - Cork - Ring of Kerry - Doolin - Galway - Ashford - Augrhim - Celtic - Dublin - (Kuchl)

Bildbericht Irland 2008 - 112 Fotos

ca. 2000 km mit dem Mietauto

Mein Sohnemann Rupert jun. wollte sich nach dem Zivildienst und vor dem Eintritt ins Berufsleben einen Irlandurlaub leisten und da mir dieses Land schon länger ins Auge sticht - quasi interessiert - fragte ich höflich an, ob ich nicht mitkommen dürfte und da mein Sohn ebenso höflich bejahte wurde daraus ein herrliche Rundfahrt auf der grünen Insel. Zwar ohne Wohnmobil, aber die Reise im gemieteten Opel Corsa verlief wahrscheinlich genau so ähnlich, wie wenn man mit einem Reisemobil unterwegs gewesen wäre - wenn man sich das in Irland traut ....
 
1. Etappe:
Flug Salzburg - Dublin - Glendalough
Tag 110.04.2008
Abschnitt 1 - FlugSalzburg - Dublin
Irgendwie war mir das Ganze zu schnell gegangen: Mein Sohn hatte eigentlich alles geplant und über Internet hervorragend organisiert. So war ich im Gegensatz zu unseren üblichen Reisen ziemlich unvorbereitet und realisierte erst so richtig im Flugzeug, dass es jetzt in den Urlaub nach Irland ging ...
Bei wunderbaren Wetter - die Sonne schien und auf unseren Salzburger Hausbergen lag noch reichlich Schnee - stiegen wir ins Flugzeug. Wie uns der nette Steward (früher gab es noch fesche Stewardessen - wo sind die geblieben ?) mitteilte, herrschte hier absolutes Fotografier-verbot und dieses setzte sich dann auch in Irland in fast jeder Kirche und Sehenswürdigkeit fort ...
... irgendwie muss ich aber dann doch immer wieder unabsichtlich den Auslöseknopf gedrückt haben. Dafür möchte ich mich auf der einen Seite natürlich bei Allen, die mir dieses untersagt haben - entschuldigen! Auf der anderen Seite bin ich über meine Unachtsamkeit auch wieder ein wenig froh, denn ohne diese "Zufallsbilder" wäre dieser Bericht doch ein wenig fad ...
 
1. Etappe:
Flug Salzburg - Dublin - Glendalough
Tag 110.04.2008
Abschnitt 2Dublin - Glendalough
 0 - 54 km
 Rupert jun. hatte wirklich alles perfekt organisiert. Am Nachmittag - so gegen ca. 16:00 Uhr standen wir am Parkplatz des Flughafens in Dublin und waren bereit mit unserem Mietauto - einem goldenen Opel Corsa - auf Entdeckungsreise zu gehen ...
Das Fahrzeug war an und für sich völlig in Ordnung, nur war es schon ein bisschen komisch mit der linken Hand schalten, Blinker betätigen usw. und als auf den Straßen dann alle auf der "falschen Seite" daher kamen, trug das auch nicht zu meiner fahrtechnischen Sicherheit bei. Gott sei Dank hatten wir "Susi" - unser Navigationsgerät - mit dabei. Susi hatte mit dem Linksverkehr überhaupt keine Probleme und mit ihrer Hilfe gewöhnten wir uns auch ziemlich schnell daran.

Zuerst ein kurzes Stück über die Autobahn und danach über Bundesstraßen in den Wicklow-Mountain Nationalpark.
 
In Glendalough - im Tal der zwei Seen - befindet sich eine uralte Klosteranlage und ein 33 Meter hoher Turm. So bekamen wir einen Eindruck von dem, was uns die nächsten Tage erwarten würde: Steine, viele Steine ...
Wir, Rupert jun. und Rupert sen. machten einen Spaziergang in dieser schönen Gegend und nicht nur wegen der gemeinsamen keltischen Vergangenheit fühlten wir uns irgendwie heimisch.
 
Zwischengeschichtl:
Auf unserer Weiterfahrt durch urzeitliche Wälder über kurvige und hügelige Straßen gelangten wir in eine kleine Ortschaft deren Name mir leider entfallen ist. Dort kehrten wir in ein Pub oder so etwas Ähnliches ein, um die irische Küche kennen zu lernen. Da ich auch irgend wann in grauer Vorzeit einmal die Weltsprache Englisch als Schulfach hatte, bestellte ich bei der netten irischen Wirtin ein dreigängiges Menü ...

Irgendwie muss meine ehemalige Englischlehrerin (= Fr. Kollnitz - für Insider) etwas falsch gemacht haben oder ich habe nicht aufgepasst (die Erinnerungslücken werden auch immer größer ...) aber es bestand für mich keine Zweifel, dass die von mir bestellten "mushrooms" eindeutig mit "Muscheln" in Zusammenhang standen und mit Pilzen bzw. Schwammerl überhaupt nichts zu tun hätten ...

Wer mich jetzt näher kennt, weiß genau, dass mir schon alleine beim Anblick und beim Geruch dieser eigenartigen Lebewesen die Haare zu Berge stehen und ich ein absoluter Gegner von Pilzgerichten bin. Mein geliebter Sohn scheint mich zu kennen: Leider übersah ich sein - zuerst erstauntes und dann schelmisches Lächeln, sonst wäre ich vielleicht misstrauisch geworden. So freute ich mich auf die irischen Muscheln wie ein kleines Kind und ebenso freute ich mich über das frohe Gemüt meines Sohnes, der mir irgendwie erheitert vor kam. Als mir dann ein komisches Gebäck mit pech-schwarzen Schwammerl serviert wurde, war es aber vorbei mit meiner großen Freude und mein "missratener" Sohn musste sich vor lauter Lachen den Bauch halten. Trotz meiner "Schwammerlphobie" aß ich aber alles auf und - ja man kann sich auch täuschen - es schmeckte gar nicht einmal so schlecht ...

Das Vertrauen in meine Englischkenntnisse ist aber seitdem ein bisschen angeknasckt ---
 
Geschlafen haben wir in dieser Nacht neben einer Kirche mit wunderschönen Ausblick auf die darunter liegende Stadt im dafür völlig ungeeigneten Opel Corsa, zudem war es "schweinekalt".
 
 2. Etappe
 
 
nach oben ...... zurück